In Treptow-Köpenick entsteht ein neuer BVG-Betriebshof für E-Busse. Der Standort soll ab 2027 den Ausbau der Elektrobusflotte unterstützen und die Infrastruktur des öffentlichen Nahverkehrs stärken.

In Schöneweide entsteht der erste E-Bus-Betriebshof der BVG. Die Bauarbeiten schreiten sichtbar voran. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: BVG
Der erste reine Betriebshof für E-Busse der BVG in Berlin in Treptow-Köpenick nimmt langsam Form an. Der Standort an der Köpenicker Landstraße umfasst rund 44.000 Quadratmeter und ist Teil des Gesamtprojekts „Betriebshof Treptow“. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen, die Bauarbeiten hatten bereits im März 2025 begonnen.
Inzwischen ist der Fortschritt auf der Baustelle deutlich sichtbar: Mehrere Hallenstrukturen befinden sich bereits im Rohbau. Betonwände und tragende Stützen sind weitgehend fertiggestellt. Stahlkonstruktionen für die späteren Überdachungen der Abstellflächen sind montiert und Kräne dominieren das Bild. Auf dem Gelände sind verschiedene Bauabschnitte klar erkennbar. Während in einigen Bereichen noch Erdarbeiten stattfinden, laufen in anderen bereits Ausbau- und Montagearbeiten.

Auf dem Gelände des BVG-Betriebshofs in Treptow-Köpenick sind bereits mehrere Hallenstrukturen im Bau. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Baufortschritt am BVG-Betriebshof in Treptow-Köpenick sichtbar
Auch die Dimension des künftigen Betriebshofs lässt sich vor Ort gut erfassen. Die weitläufigen Flächen für die E-Busse sind bereits angelegt. Baumaschinen bewegen Material zwischen einzelnen Bauzonen. Gleichzeitig entstehen erste technische Anlagen, die auf die spätere Ladeinfrastruktur hinweisen. Entlang der Grundstücksgrenzen sichern Bauzäune das Areal.
Geplant sind auf dem E-Bus-Betriebsbahnhof der BVG Abstell- und Ladeflächen für etwa 200 Busse, ergänzt durch eine Servicehalle und ein Verwaltungsgebäude. Auf der gegenüberliegenden Seite, nahe der Minna-Todenhagen-Brücke, entsteht zusätzlich ein Werkstattbereich für weitere Fahrzeuge. Insgesamt soll der Betriebshof Kapazitäten für mehr als 250 E-Busse bieten und rund 700 Arbeitsplätze schaffen.

Ein Bauzaun mit BVG-Werbung trennt die Baustelle des neuen Betriebshofs für E-Busse vom öffentlichen Raum. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
9.000 Betonsäulen für E-Bus-Betriebshof der BVG
Das Bauvorhaben stellt hohe Anforderungen an Planung und Umsetzung. Auf dem ehemaligen Industrieareal mussten zunächst Altlasten im Boden entfernt werden. Für die Stabilisierung des Baugrunds wurden etwa 9.000 Betonsäulen eingebracht.
Ein zentrales Element ist die Ladeinfrastruktur für die E-Busse. Diese erfolgt über Pantografen, die auf den Fahrzeugdächern montiert sind und automatisierte Ladevorgänge ermöglichen. Ergänzend wird ein digitales System eingesetzt, das Ladezyklen, Wartung und Abstellung koordiniert. Ziel ist ein effizienter Betrieb des gesamten Betriebshofs.
1.500 E-Busse der BVG bis 2027 geplant
Die BVG baut ihre Elektrobusflotte seit Jahren aus. Aktuell sind rund 280 E-Busse im Einsatz. Bis 2027 soll etwa ein Drittel der rund 1.500 Fahrzeuge elektrisch betrieben werden. Grundlage dafür ist das Förderprojekt „BIG2025“, das vom Bund mit einem hohen dreistelligen Millionenbetrag unterstützt wird.
Der neue Betriebshof in Treptow-Köpenick gilt als zentraler Baustein für die weitere Elektrifizierung der BVG-Flotte. Neben dem Standort entstehen beispielsweise in Marienfelde weitere Betriebshöfe in anderen Teilen Berlins, während bestehende Anlagen umgerüstet werden.
BVG-Betriebshof für Busse (Treptow-Köpenick)
Quellen: Drees & Sommer SE, BVG
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