Wo heute noch Busse abgestellt werden, soll künftig ein neues Stadtquartier entstehen. Am Römerhof in Frankfurt-Bockenheim plant die Stadt ein groß angelegtes Wohn- und Mischgebiet mit Platz für rund 2.000 Wohnungen.

Ein Foto des Rebstockweihers im Frankfurter Stadtquartier Rebstock. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

Südlich des Rebstockparks könnte ein neues, gemischt genutztes Stadtquartier entstehen. Das Stadtplanungsamt Frankfurt plant, das derzeit gewerblich genutzte Areal mit einem Busbetriebshof schrittweise in Wohnraum umzuwandeln. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ICB Frankfurt

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Frankfurt fährt große Geschütze auf: Im Stadtteil Bockenheim soll in den kommenden Jahren ein neues Stadtviertel entstehen. Auf Flächen unterhalb des Rebstockparks möchte man laut Stadtplanungsamt ein gemischt genutztes Quartier planen, mit dem auch der Bedarf an Wohnflächen weiter gedeckt werden soll.

Ausgangspunkt für diese Entwicklung im Rebstock ist die geplante Verlagerung des städtischen Busbetriebshofs. Durch den Umzug werden große Flächen eines bisherigen Gewerbestandorts frei. Das rund 12,7 Hektar große Areal liegt zwischen Rebstockpark, Kleingärten und den Verkehrsachsen „Am Rebstock“ und „Zum Rebstockbad“.

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Planungsziel Neuordnung: Stadtplanungsamt möchte Gewerbeareal im Rebstock neu strukturieren

Ein zentrales Ziel der Planung ist die Neuordnung des bislang gewerblich geprägten Areals hin zu einem zusammenhängenden Stadtquartier. Dabei soll auch die nördlich angrenzende Fläche mit einer bestehenden Flüchtlingsunterkunft in die Entwicklung einbezogen werden.

Darüber hinaus soll die bestehende Flächennutzung insgesamt neu strukturiert und an heutige Anforderungen angepasst werden. Neben der baulichen Entwicklung betrifft dies auch die künftige Organisation von Erschließung und Freiräumen. Wie die Ausgestaltung konkret aussehen soll, ist noch offen.

Neubauquartier im Rebstock: Was aus dem 12,7 Hektar großen Areal entstehen soll

Das Konzept des Stadtplanungsamts gliedert das Gebiet in mehrere Wohnquartiere, erschlossen durch neue Quartiersstraßen. Im Zentrum entsteht ein Quartiersplatz mit Schule, Nahversorgung und kleinteiligem Gewerbe. Eine vierzügige Grundschule bildet einen weiteren Baustein und stärkt die öffentliche Infrastruktur im Quartier. Eine begrünte Mitte soll das Quartier als öffentlichen Freiraum ergänzen.

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Die Bebauung auf dem ehemaligen Busbetriebshof soll überwiegend in Blockstrukturen mit fünf bis sieben Geschossen erfolgen. Zudem sind Hofhäuser und alternative Wohnformen angedacht, die für vielseitige Wohnsituationen sorgen sollen.

Holpriger Planungsverlauf? Erste Beschlüsse für Umnutzung am Busbetriebshof bereits 2018

Die Planung reicht bis in das Jahr 2018 zurück: Erste Beschlüsse und rechtliche Grundlagen wurden bereits früh gefasst. Nach mehreren Beteiligungsschritten hat die Stadt 2026 weitere zentrale Entscheidungen bestätigt. In den kommenden Schritten stehen Beteiligung und Ausarbeitung der Bebauungspläne im Fokus.

Dabei ist das Vorhaben auch im Kontext der dynamischen Entwicklung im Umfeld zu sehen. Mit Einrichtungen wie dem Rebstockpark, dem Neubau des Rebstockbads sowie der Nähe zur Messe und neuen Wohnprojekten wie dem Quartier Parktrio verändert sich das Gebiet zunehmend. Der Rebstock entwickelt sich damit schrittweise zu einem stärker nachgefragten Wohn- und Freizeitstandort innerhalb Frankfurts.

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Umnutzung statt Neubau: Busbetriebshof am Rebstock gilt als Revitalisierungsbeispiel in Frankfurt

Damit rückt der Start des ersten Bauabschnitts näher, liegt jedoch immer noch einige Jahre in der Zukunft. Das Projekt gilt als wichtiges Wohnbauvorhaben im Frankfurter Westen und steht exemplarisch für aktuelle Entwicklungen im Bereich Umnutzung.

Mit der Revitalisierung der ehemaliger Gewerbeflächen zu einem modernen, urbanen Neubauquartiere reagiert die Stadt auf den steigenden Wohnraumbedarf.

Quellen: Stadtplanungsamt Frankfurt

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