Am Sachsenhäuser Mainufer beginnt für das bekannte Hochhaus „Main Plaza“ ein neues Kapitel. Nach dem Eigentümerwechsel stehen umfassende Umbauten an, die den markanten Turm in ein modernes Suite- und Apartmenthaus verwandeln sollen.

Ein Foto des Hochhauses Main Plaza in Frankfurt

Das Main Plaza am Sachsenhäuser Mainufer steht vor einem umfassenden Umbau, der den markanten Backsteinturm in ein modernes Suite- und Apartmenthaus verwandeln wird. / © Foto: Wikimedia Commons, Roberto Strauss from Frankfurt am Main, CC BY 2.0

© Titelbild: Wikimedia Commons, Norbert Nagel, CC BY-SA 3.0

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Das bekannte Art-Déco-Hochhaus „Main Plaza“ am Sachsenhäuser Mainufer steht vor einem grundlegenden Wandel. Direkt am Walther-von-Cronberg-Platz im Deutschherrenviertel gelegen, gehört der Turm zu den markanten Punkten des Frankfurter Stadtteils Sachsenhausen-Nord.

Künftig soll der 88 Meter hohe Bau unter dem neuen Namen „Main Plaza Suite Tower“ betrieben werden und zudem einen deutlichen Schritt in eine veränderte Nutzung vollziehen. Der 24-stöckige Turm soll in Zukunft ein kombiniertes Hotel- und Boardinghouse-Konzept aufnehmen. Diesen Veränderungen liegt ein Eigentümerwechsel im vergangenen Monat zugrunde, der neue Besitzer kündigte nun umfassende Umbauten an.

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24 Etagen, 24 Jahre alt: Ikonisches Backsteinhochhaus „Main Plaza“ steht vor tiefgreifenden Veränderungen

Das Gebäude wurde 2001 nach Entwürfen des Architekten Hans Kollhoff errichtet und prägt seitdem das südliche Mainufer mit seiner dunkelroten Backsteinfassade und den goldenen Spitzen. Bislang nutzte man die 24 Etagen für 118 Hotelzimmer und Suiten sowie 17 Wohnungen.

Im November 2025 wechselte das Gebäude den Eigentümer und gehört nun Michael Schramm, dem Gründer der Apartmentresidenz-Gruppe. Unter seiner Leitung soll das Backsteinhochhaus künftig ein hybrides Hotel- und Apartmentkonzept verfolgen, das klassische Übernachtungsangebote mit Wohnen-auf-Zeit kombiniert.

„Main Plaza Suite Tower“: Neuer Eigentümer setzt auf Hotel- und Boarding-House-Nutzung

Im neuen „Main Plaza Suite Tower“ ist ein vollständig auf Suiten ausgerichtetes Angebot geplant. Etwa 120 großzügige Einheiten sollen insgesamt entstehen, ergänzt werden sie zudem durch mehrere hochwertige möblierte Wohnungen sowie ein Penthouse in den obersten Etagen. Alle Suiten sollen eine moderne digitale Ausstattung und eine eigene Pantryküche erhalten. Auf baulicher Ebene möchte man das 24 Jahre alte Gebäude allgemein im Innenraum auf einen hochwertigen Standard aufwerten. Welche Veränderungen auf die ikonische Rotklinkerfassade zukommen, ist bisher noch nicht bekannt.

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Adressiert werden als Zielgruppen sowohl Langzeit- als auch Kurzzeitgäste. Die neue Nutzung soll deshalb zum einen Kurzreisen aber auch längeres und flexibles Wohnen auf Zeit zulassen. Ab 2026 sollen die Sanierungsarbeiten unter laufendem Betrieb beginnen und sich etagenweise über das gesamte Gebäude erstrecken. So soll eine kontinuierliche Modernisierung der 24 Stockwerke gewährleistet bleiben, ohne das Gebäude zeitweise ganz schließen zu müssen.

Wellnessbereich, Kiosk, Zigarrenlounge: „Main Plaza“ soll künftig luxuriöser und digitaler werden und

Der neue Betreiber plant ein stark digitalisiertes Servicekonzept, das den Aufenthalt deutlich komfortabler gestalten und Abläufe automatisieren soll. Ein mobiles Endgerät soll Gästen künftig ermöglichen, sämtliche Anfragen und Buchungen direkt zu steuern, während das Hotelpersonal vor allem beratend auftritt. Auch das elektronische Check-in und der weitgehende Verzicht auf Papier sollen den Betrieb ebenfalls effizienter gestalten und Ressourcen schonen.

Darüber hinaus soll das Angebot im Gebäude erheblich erweitert werden. Der Wellnessbereich wird deutlich vergrößert und bietet künftig mehrere Saunen sowie einen Pool mit Blick auf den Main. Neben modernen Business- und Konferenzbereichen ist ein rund um die Uhr geöffneter Kiosk vorgesehen. Auch die bereits ansässige „Harry’s New York Bar“ soll eine neue Rolle erhalten, ergänzt durch eine Zigarrenlounge und regelmäßige Livemusik.

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Umbauarbeiten am „Main Plaza“: Eine Aufwertung für das Deutschherrenviertel?

Frankfurt erlebt derzeit einen deutlichen Anstieg von Boardinghouse-Konzepten, und der Wandel des „Main Plaza“ reiht sich in diese Entwicklung ein. Zahlreiche Projekte in der Stadt setzen auf flexible Aufenthaltsmodelle, die sowohl touristische als auch geschäftliche Bedürfnisse abdecken. Der Umbau des „Main Plaza möchte beispielhaft zeigen, wie bestehende Hochhäuser an aktuelle Marktanforderungen angepasst werden können.

Wie erfolgreich diese Umgestaltung sein wird, hängt stark von der Nachfrage nach hybriden Angeboten ab. Die Kombination aus digitalem Service, neuen Freizeitangeboten und zudem hochwertig ausgestatteten Einheiten könnte dem Turm und dem gesamten Deutschherrenviertel jedoch frische Attraktivität verleihen. Ob diese Strategie langfristig aufgeht, wird sich nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen zeigen.

Quellen: Skyline Atlas, Wikipedia, mainplaza

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