Für die Trabrennbahn Karlshorst beginnt Ende August die nächste Phase des Bebauungsplanverfahrens. Bis Ende September können Anwohner und Interessierte die Planungen einsehen und Stellungnahmen abgeben.

Die Haupttribüne der Trabrennbahn Karlshorst gehört zu den prägenden Bauwerken des historischen Areals. Die Zukunft des Standorts steht derzeit im Mittelpunkt eines politischen Streits um Wohnungsbau, Freiraumschutz und die „Domäne Karlshorst“. / © Foto: Wikimedia Commons, A.Savin, FAL
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Wie es mit der Trabrennbahn Karlshorst an der Treskowallee weitergeht, ist seit Jahren Gegenstand politischer und öffentlicher Diskussionen. Nun erreicht das Verfahren eine weitere wichtige Etappe: Vom 24. August bis zum 25. September 2026 wird der Entwurf des Bebauungsplans 11-178 öffentlich ausgelegt. Bürgerinnen und Bürger können die Unterlagen einsehen, sich zu den Planungen äußern und Hinweise einreichen.
Mit dem Bebauungsplan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Geländes geschaffen werden. Vorgesehen ist dabei keine reine Wohnbebauung. Ziel des Bezirks ist es, den Standort für den Trabrenn- und Pferdesport zu sichern und gleichzeitig ein gemischt genutztes Quartier mit Wohnungen, Arbeitsplätzen und Freiflächen zu ermöglichen.
Wohnungen sind weiterhin Teil der möglichen Entwicklung
Zum Planungsgebiet gehören die Grundstücke an der Treskowallee 119 bis 163. Der Aufstellungsbeschluss aus dem Jahr 2021 sieht unter anderem urbane Gebiete, allgemeine Wohngebiete, Gewerbeflächen sowie ein Sondergebiet für Kultur und soziale Nutzungen vor. Auch denkmalgeschützte Gebäude sollen erhalten und langfristig genutzt werden. Belange des Klima-, Natur- und Lärmschutzes sollen ebenfalls berücksichtigt werden.
Im Bezirk wird inzwischen mit konkreten Wohnungszahlen gearbeitet. Eine Bezirksamtsvorlage nennt zwei mögliche Bauabschnitte mit insgesamt 490 Wohnungen. Daraus lässt sich jedoch noch kein Baurecht ableiten; weitere städtebauliche Verträge und Planungsschritte stehen aus.
Öffentlichkeit kann bis Ende September Stellung nehmen
Der nun vorgelegte Entwurf ist deshalb vor allem ein weiterer Schritt im laufenden Verfahren. Welche Variante letztlich weiterverfolgt wird und wie die einzelnen Flächen auf dem Gelände angeordnet werden, ist noch nicht abschließend entschieden. Auch die Beteiligung der Öffentlichkeit und die Ergebnisse weiterer Untersuchungen fließen in die weitere Planung ein.
Die Unterlagen können ab dem 24. August online über die Beteiligungsplattform des Landes Berlin sowie vor Ort im Stadtentwicklungsamt Lichtenberg eingesehen werden. Die Auslegung findet im Bezirksamt Lichtenberg, Alt-Friedrichsfelde 60, Haus 2, Zimmer 2.1130, statt. Stellungnahmen sind während des Beteiligungszeitraums möglich. Die vollständigen Unterlagen werden außerdem über die Internetseiten des Bezirksamts und die Beteiligungsplattform mein.berlin.de bereitgestellt.
Trabrennbahn Karlshorst
Quellen: Bezirksamt Lichtenberg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Grüne Fraktion Lichtenberg, Karlshorst e.V.
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