Berlin auf neuen Wegen: Auch 2026 werden zahlreiche Straßen, Plätze, Brücken und Bahnstrecken erneuert oder umgebaut. Vom Boulevard Unter den Linden über die Torstraße bis zur Heidekrautbahn: Diese zehn Verkehrs- und Mobilitätsprojekte werden das Stadtbild 2026 prägen. 

Torstraße
Elsenbrücke
Dunckerbrücke
Europaplatz
Mühlendammbrücke
Breitenbachplatz
Hermann-Ehlers-Platz
Alice-Salomon-Platz
Breitscheidplatz
Unter den Linden

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Traktorminze, CC BY-SA 4.0

 

ANZEIGE

In Berlin wurde 2025 wieder viel über Straßen‑ und Mobilitätsprojekte diskutiert. Im Mittelpunkt der Debatten stand oft der geplante Umbau der Torstraße in Mitte. Im November deckte ein Sicherheitsaudit gravierende Defizite in der bisherigen Planung auf. Der erste Bauabschnitt von der Chausseestraße bis zum Rosenthaler Platz befindet sich bereits in der Ausführungsplanung und soll 2026 gebaut werden.

Auch die Neugestaltung von Unter den Linden, die im Sommer 2026 beginnen soll, bot Gesprächsstoff. Viele Berlinerinnen und Berliner sehen den Umbau des ikonischen Boulevards kritisch, weil er für mehrjährige Verkehrseinschränkungen sorgen wird und den Verkehrsraum neu strukturieren soll.

Die Torstraße und Unter den Linden sind nicht die einzigen Verkehrs- und Mobilitätsprojekte, die 2026 umgesetzt werden sollen. Es werden auch Brücken-Neubauten, Platzgestaltungen und sogar neue internationale Zugverbindungen realisiert. Diese zehn Projekte werden die Hauptstadt 2026 prägen.

ANZEIGE

Torstraße: Viel diskutierter Umbau startet 2026

Visualisierung Torstraße mit Radweg

© Visualisierung: bloomimage

Der Umbau der Torstraße soll frühestens im dritten Quartal 2026 starten. Ziel ist eine Neuaufteilung des Straßenraums: breitere Gehwege, sichere Radstreifen, mehr Grün und ein geordneterer Autoverkehr. Der erste Bauabschnitt bis zum Rosenthaler Platz soll rund zweieinhalb Jahre dauern.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

ANZEIGE

Unter den Linden: Umgestaltung des Boulevards beginnt voraussichtlich im kommenden Sommer

Unter den Linden Boulevard

© Visualisierung: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt / Eve Images GmbH

Die Arbeiten am berühmten Berliner Boulevard sollen im Sommer 2026 beginnen. Die Senatsverkehrsverwaltung plant eine mehrere Jahre dauernde Neugestaltung der Mittelpromenade und später die Neuaufteilung des Straßenraums. Ziel der Umgestaltung ist eine höhere Aufenthaltsqualität und mehr Verkehrssicherheit auf dem zentralen Abschnitt zwischen Wilhelmstraße und Universitätsstraße.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

ANZEIGE

Von Dahlem bis Prenzlauer Berg: An diesen Brücken wird 2026 gebaut

Stau in der Baustelle auf der Elsenbrücke

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Mehrere Berliner Brücken werden 2026 abgerissen, saniert oder neu gebaut: Die Dunckerbrücke soll einen Ersatzneubau erhalten, die Mühlendammbrücke wird nach Gefährdungsbefunden vollständig neu gebaut, der erste Teil der Elsenbrücke wird wiedereröffnet und der Abriss der alten Autobahnbrücke am Breitenbachplatz soll beginnen.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

S-Bahn-Linie S15: Streckenabschnitt zum Hauptbahnhof soll im März in Betrieb genommen werden

S-Bahn in Berlin

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, rail fox (flufftech.net), CC BY 4.0

Die neue S-Bahn-Verbindung S15 soll im März 2026 nach jahrelangen Verzögerungen in Betrieb genommen werden. Sie soll die Nord‑Süd-Achse des Berliner S‑Bahn-Netzes ausbauen und eine bessere Anbindung an den Hauptbahnhof für Pendlerinnen und Pendler gewährleisten.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

Europaplatz vor dem Hauptbahnhof: Beginn der Umbauarbeiten

Europaplatz Berlin

© Visualisierung: Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Ab Anfang 2026 soll der Umbau des Europaplatzes starten. Der nördliche Vorplatz soll dabei neu geordnet und grüner werden. Vorgesehen ist außerdem, die Taxis dauerhaft vom Europaplatz fernzuhalten und auf die Südseite zu verlagern. Ziel ist ein sichererer, barrierefreier und übersichtlicher Knotenpunkt rund um den Hauptbahnhof.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

Breitscheidplatz: Neues Sicherungskonzept ab 2026

Ab 2026 erhält der Breitscheidplatz ein neues Sicherungskonzept. Die provisorischen Barrieren sollen durch dauerhafte bauliche Lösungen ersetzt werden. Zusätzlich wird der Mittelstreifen zwischen Kurfürstendamm und Tauentzienstraße geschlossen und verstärkt. Das Bezirksamt rechnet mit mehreren Jahren Bauzeit, in denen die Budapester Straße weiterhin stark eingeschränkt bleibt.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz: Umgestaltung für 2026 vorgesehen

Hermann-Ehlers-Platz im Sommer

© Foto Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0

In Steglitz startet 2026 die Neugestaltung des Hermann-Ehlers-Platzes. Vor dem Rathaus Steglitz sollen neue Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, ein Wasserspiel und mehr Raum für den Markt entstehen und die Fläche deutlich aufwerten. Zudem ist geplant, die Durchfahrt für den motorisierten Individualverkehr zwischen dem Platz und den angrenzenden Gebäuden zu sperren.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

Alice-Salomon-Platz in Hellersdorf erhält Neugestaltung

Visualisierung neuer Alice Salomon Platz

© Visualisierung: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen / Bruun & Möllers GmbH & Co. KG

Der Alice-Salomon-Platz in Hellersdorf erhält nach gesicherter Finanzierung eine klimaangepasste Neugestaltung mit mehr Grün und Begegnungsflächen. Die Baumaßnahmen sollen laut Senat ab 2026 umgesetzt werden. Die Umgestaltung der Straßenräume soll je nach finanziellen Möglichkeiten und politischen Beschlüssen zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

Heidekrautbahn: Möglicher Start der Bauarbeiten ab 2026

Heidekrautbahn im Berliner Norden

© Foto: Wikimedia Commons, Kds11, CC BY-SA 3.0

Die Reaktivierung der Heidekrautbahn-Stammstrecke zwischen Berlin-Wilhelmsruh und Basdorf sollte 2026 in die operative Plan- und Bauphase gehen. Derzeit ist der offizielle Start der Bauarbeiten jedoch unklar. Währenddessen schreiten zumindest die Bauarbeiten am Bahnhof Wilhelmsruh voran: Die Fertigstellung ist für Anfang 2026 geplant.

Mehr zum Projekt lest Ihr hier

Neue Zugverbindungen nach Amsterdam und Paris gehen 2026 an den Start

Zugverbindung Berlin-Amsterdam

© Titelbild: Depositphotos.com

Ab März 2026 plant der niederländische Anbieter GoVolta eine neue Low-Cost-Linie zwischen Berlin-Gesundbrunnen und Amsterdam. So soll eine preiswerte Direktverbindung zwischen den Großstädten entstehen. Auch der direkte Nachtzug zwischen Berlin und Paris wird wieder eingeführt. Nach dem angekündigten Aus der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) übernimmt das niederländisch-belgische Unternehmen European Sleeper die Verbindung. Die erste Fahrt soll am 26. März 2026 stattfinden.

 

Quellen: GoVolta.nl, Berliner Zeitung, rbb24, European Sleeper, Der Tagesspiegel, Berliner Morgenpost, Deutsche Bahn, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Rehwaldt Landschaftsarchitekten, IVAS Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme, Berliner Woche, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Bezirksamt Mitte, i2030, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB),  Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, BERLIN LIVE, DIE ZEIT, Changing Cities e.V.

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

3 Kommentare

  1. Ewald Karl 15. Dezember 2025 at 09:46 - Reply

    Viele Foristen sorgen sich darum, dass das neue Viertel am Molkenmarkt attraktiv bebaut werden soll. In diesem Zusammenhang scheint es wichtig zu sein, darauf hinzueisen, dass sich dort kaum ein attraktiver Ort entwickeln kann, wenn Auto-Senatorin Bonde ihren Plan umsetzt, die Mühlendammbrücke auf 39 Meter neu zu bauen.
    Dann ist die Altstadtkulisse wie bisher hinter einer unattraktiven Autobahntrasse vom Nicolaiviertel abgeschnitten, und Jahrzehnte des Ringens um eine Wiederbelebung der Berliner Altstadt waren umsonst.

  2. Alter Mann 15. Dezember 2025 at 12:07 - Reply

    Ich verstehe diese Auto-Obsession nicht. In Berlin fährt doch sowieso kaum jemand Auto, warum macht man dann nicht die Alternativen attraktiver statt weiter in den motorisierten Individualverkehr zu investieren und den Bewohnern den Tag mit Lärm, Abgasen und Unfalltoten zu verschlimmer?

  3. Th. Körner 21. Dezember 2025 at 15:24 - Reply

    Solche Leute wie Bonde und Wegner wohnen selbst auf dem Dorf in beschaulicher Ruhe. Die Belange der Stadtbewohner sind denen egal, Hauptsache sie kommen mit ihren Autos einigermaßen gut durch die Stadt.

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.