Das „Timber Pioneer“ im Frankfurter Europaviertel gilt als erstes Bürogebäude der Stadt in Holz-Hybrid-Bauweise. Nun konnte der Bürokomplex einen neuen Mieter gewinnen: Die Baufirma PORR bezieht ab Mitte 2026 rund 1.000 Quadratmeter.

Der Timber Pioneer ist Frankfurts erstes Bürogebäude in Holz-Hybridbauweise und will energieeffiziente Bauweise mit modernen Büroflächen im Europaviertel kombinieren. Ab Mitte 2026 ziehen neue Mieter ein. / © Foto: Sven Haselbacher
© Fotos: Sven Haselbacher
Das „Timber Pioneer“ im Frankfurter Europaviertel hat einen weiteren Mieter gewonnen. Die österreichische Baufirma PORR wird ab Mitte 2026 rund 1.000 Quadratmeter Bürofläche beziehen. Damit sind inzwischen rund 12.100 der insgesamt 15.800 Quadratmeter vermietet.
Das Gebäude ist das erste Bürohaus Frankfurts in Holz-Hybrid-Bauweise. Entwickelt wurde es von UBM und Paulus, die Entwürfe stammen vom Berliner Architekturbüro Eike Becker.
Modulare Bauweise und effiziente Technik: Frankfurts erstes Bürohaus in Holz-Hybrid-Bauweise
Das Gebäude entstand in modularer Bauweise. Zentrale Bauelemente wurden industriell vorgefertigt und vor Ort zusammengesetzt. Dieser Ansatz verkürzte die Bauzeit und führte zu weniger Baustellenlärm und Abfall. Der Neubau wurde bereits mit einem Gold-Vorzertifikat der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) ausgezeichnet.
Auch beim Betrieb soll Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielen. Smarte Sensoren steuern laut Projektverantwortlichen Heizung, Kühlung und Sonnenschutz,während eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für gute Luftqualität bei geringem Energieverbrauch sorgen soll. Ein integriertes E-Mobilitätskonzept ermöglicht das Laden von Elektroautos und -fahrrädern.
„Timber Pioneer“ im Europaviertel: Begrünte Innenhöfe und Dachterrassen
Der Innenhof und die Dachterrassen sind intensiv begrünt. Das gespeicherte Regenwasser wird langsam abgegeben, was im Sommer für eine Abkühlung sorgt und die Entstehung von Hitzeinseln reduziert. Holz als Hauptbaustoff soll zu einem angenehmen Raumklima beitragen.
UBM-CEO Thomas G. Winkler betonte, dass sich der Büromarkt in Deutschland wieder belebe und dies ein Signal für eine Entspannung im Gewerbesektor sein könne. Neben PORR gehören bereits Universal Investment, der Fitnessanbieter Fitseveneleven und der Lebensmittel-Discounter Netto zu den Mietern.
Büro statt Hotel: Frankfurter Holz-Hybrid-Bauprojekt entstand nach strategischer Neuausrichtung
Auf dem Grundstück war ursprünglich ein Hotel geplant. Nach den Erfahrungen der Corona-Pandemie entschied sich UBM jedoch, noch nicht realisierte Hotelprojekte in Büroprojekte umzuwandeln. Mit dem „Timber Pioneer“ setzt das Unternehmen seinen Fokus auf Green und Smart Building um.
Das Projekt gilt als ein Beispiel dafür, wie nachhaltige Bauweisen zunehmend den städtischen Büroimmobilienmarkt prägen. Holz als Baustoff ermöglicht nicht nur eine CO₂-neutrale Bauweise, sondern auch eine spätere Wiederverwertung der eingesetzten Materialien.
Quellen: UBM Development, Timber Pioneer, Digitalwerk, Skyline Atlas
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Mag ja sein, dass Holz-Hybrid der neue Renner ist, zumindest fürs Marketing klingt das ja gut, aber was hilft es, wenn’s von außen am Ende leider genauso langweilig und öde aussieht, wie die üblichen 0815 Schuhkartons mit Rasterfassade..!?