Der Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz steht vor einer möglichen Neugestaltung. Ein laufender Ideenwettbewerb sucht Konzepte, die den stark genutzten Freiraum klimaangepasst weiterentwickeln. Ob Biodiversitätspark, Klima-Wald oder Schwammstadt: Drei innovative Planungsansätze zeigen, wie das aussehen könnte.

Der Tilla-Durieux-Park im März 2026: Erosion und intensive Nutzung haben die Rasenflächen stark beschädigt. Der Zustand der Grünflächen zeigt, warum ein Ideenwettbewerb zur klimaangepassten Neugestaltung des Parks ausgelobt wurde. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: Wikimedia Commons, Klimper, Public domain
Der Tilla-Durieux-Park liegt als rund 50 Meter breites Grünband zwischen der Gabriele-Tergit-Promenade und der Linkstraße am Potsdamer Platz und erstreckt sich über etwa 485 Meter vom Potsdamer Platz bis zum Landwehrkanal.
Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz: Eröffnung vor 23 Jahren
Die Anlage wurde 2003 eröffnet und folgt einem minimalistischen Gestaltungskonzept des Büros DS Landschaptsarchitecten, bei dem zwei gegenläufig ansteigende Rasenflächen die Geschichte des Ortes aufgreifen sollen.
Doch die intensive Nutzung hinterließ (und hinterlässt) ihre Spuren. Erosion der Rasenflächen und steigende Temperaturen belasten den Park zunehmend. Auch die Wippenelemente, die anfangs noch nutzbar waren, sind längst nicht mehr in Betrieb und wurden vom Bezirk gesichert.
Biodiversitätspark, Klima-Wald, Schwammstadt: Konzepte für den Tilla-Durieux-Park
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat deshalb eine Aufgabe im Rahmen des Peter-Joseph-Lenné-Preises 2026 ausgelobt. Unter dem Motto „Park als Impuls: Stadtraum neu definieren“ sollen Konzepte entstehen, die den ursprünglichen Gestaltungsgedanken bewahren und gleichzeitig auf aktuelle Klimaherausforderungen reagieren.
ENTWICKLUNGSSTADT-Redakteur Juri Braun hat dies zum Anlass genommen, drei mögliche Nutzungsszenarien für den populären Freiraum zwischen Gleisdreieckpark, Leipziger Platz und Potsdamer Platz zu entwerfen. Mit Hilfe von KI sind somit drei ganz unterschiedliche Ansätze entstanden, die keine offiziellen Wettbewerbsbeiträge sind, sondern lediglich zur Inspiration dienen können.
Schwammstadt-Park: Wenn Regenwasser zur Stadtkühlug

Schwammstadt-Park (Dieses Bild ist KI-generiert und dient ausschließlich der Veranschaulichung). / © ENTWICKLUNGSSTADT
Ein erster möglicher Planungsansatz setzt auf das sogenannte Schwammstadt-Prinzip. Dabei sammelt eine unterirdische Zisterne Regenwasser von den versiegelten Flächen des umliegenden Quartiers und gibt es gezielt an die Parkvegetation weiter.
Entlang der Längsachse filtern bepflanzte Versickerungsmulden das anfallende Oberflächenwasser und führen es bei Starkregen sichtbar durch den Park. Am südlichen Ende, nahe dem Landwehrkanal, weitet sich der Raum zu einer temporären Retentionsfläche, die Hochwasserspitzen abpuffern soll.
An heißen Tagen aktiviert das System eine Achse aus Nebeldüsen, die das gespeicherte Regenwasser als Kühlmedium nutzt. Alle Wege erhalten wasserdurchlässige Beläge, und Bodensensoren steuern eine adaptive Bewässerungsanlage, die Trinkwasser einspart. Der Ansatz inszeniert Wasserprozesse bewusst als erlebbare Infrastruktur.
Klima-Wald: Verschattung als Strategie gegen Hitze

Klima-Wald (Dieses Bild ist KI-generiert und dient ausschließlich der Veranschaulichung). / © ENTWICKLUNGSSTADT
Der zweite Ansatz reagiert auf steigende Temperaturen mit einem konsequenten Verschattungskonzept. Baumhaine aus klimaresistenten Arten wie Zerreiche, Silberlinde und Gleditsia bilden großflächige Schattendächer über den Hauptaufenthaltsbereichen.
Im Zentrum des Parks entsteht ein dichter Miniwald nach dem Miyawaki-Prinzip, der auf knapp 700 Quadratmetern aus mehr als 20 heimischen Gehölzarten besteht und sich nach einer kurzen Anwachsphase selbst trägt.
Pergolen mit Kletterpflanzen verbinden die einzelnen Baumhaine und schaffen beschattete Wegekorridore ohne technische Infrastruktur. Messungen an vergleichbaren Standorten zeigen, dass die gefühlte Temperatur unter dichten Baumkronen um bis zu acht Grad Celsius unter den Werten auf benachbarten versiegelten Flächen liegen kann. Ergänzend können Pavillons und Infrastrukturgebäude begrünte Dächer und Fassaden erhalten.
Biodiversitätspark: Artenvielfalt als Gestaltungsprinzip

Biodiversitätspark (Dieses Bild ist KI-generiert und dient ausschließlich der Veranschaulichung). / © ENTWICKLUNGSSTADT
Der dritte Ansatz rückt ökologische Vielfalt in den Mittelpunkt. Großflächige Wildblumenwiesen aus regionalem Saatgut ersetzen den bestehenden Zierrasen und schaffen mit Kornblume, Salbei, Margerite und Wilder Möhre einen sich saisonal wandelnden Lebensraum für Bestäuber.
Im mittleren Parkbereich bilden Sandlinsen, Steinhaufen und Totholzstrukturen ein Mosaik aus Kleinsthabitaten für Wildbienen, Eidechsen und Laufkäfer. Im südlichen Abschnitt entsteht nahe dem Landwehrkanal ein dauerhaftes Feuchtbiotop mit Schilf, Seggen und Rohrkolben, das über Holzstege zugänglich ist und Amphibien sowie Libellen Lebensraum bietet.
Informationsstationen aus Cortenstahl und QR-gestützte Lehrpfade richten sich an Schulen und Kitas und machen den Park zum Naturerfahrungsraum im Zentrum der Stadt.
Zukunft des Tilla-Durieux-Parks: Wettbewerb endet im Juni 2026
Beiträge für den Peter-Joseph-Lenné-Preis 2026 können bis zum 26. Juni 2026 eingereicht werden. Wann eine konkrete Umgestaltung des Tilla-Durieux-Parks beginnen könnte, hängt von den Wettbewerbsergebnissen und nachfolgenden Planungs- und Genehmigungsverfahren ab.
Erfahrungsgemäß vergehen zwischen dem Abschluss eines solchen Ideenwettbewerbs und dem Baubeginn mehrere Jahre. Dass eine Umgestaltung der Freifläche vom Berliner Senat aktiv angegangen wird, kann jedenfalls positiv bewertet werden. Auf die Wettbewerbsbeiträge darf man sehr gespannt sein.
Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Grün Berlin, competitionline Verlag, visitBerlin
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„Gute Idee“, die bisherige so genannte „Park“anlage, tatsächlich überbreiter Rasenstreifen, endlich durch eine „Park“lösung zu ersetzen. Indes: Mitten in Berlin am Potsdamer Platz einen Urwald anzulegen, ist dann genauso lächerlich wie die jetzige Anlage. Was geht eigentlich in den Köpfen der Planer vor sich?!? Es geht um eine „Park“anlage!!!
Das kommt eben dabei heraus, wenn man die Historie im Städte- und Landschaftsbau als Erfahrungsschatz, auf dem man aufbauen könnte, aus rein ideologischen Gründen komplett ignoriert… und quasi im luftleeren Raum, aus dem Nichts heraus, das Rad neu erfinden möchte. Das fängt bei Sitzgelegenheiten aus Beton und Plastik und ohne Rückenlehne (besonders nett Älteren gegenüber) an, und hört bei störanfälligen, komplizierten Brunnenanlagen (die ständig repariert werden müssen) auf. Dazwischen gibt es unendlich viel Platz für komplizierten und teuren Quatsch, Blödsinn und Unsinn. Dabei ist es doch sehr einfach, was ein Park bieten sollte: Bäume ohne Ende, sinnvolle Wegführung, um alle drumherum liegenden Stadtteile logisch zu verbinden und um nicht als Barriere im Stadtraum zu wirken. Und Freiflächen (Wildwiesen und Rasen). Alle Wege sollten von schönen Bäumen flankiert sein (Sommer: Schatten!). Holzbänke mit Rückenlehne (!) ohne Ende im gesamten Parkbereich, mit sinnvoller Ausrichtung, keine offenen und stinkende Mülleimer direkt daneben geknallt. Plätze mit einfachen und schönen Brunnenanlagen an Wegkreuzungen. Wildwiesenbereiche, Rasenbereiche. Sträucherbereiche, Staudenbereiche jeweils sinnvoll und ästhetisch ansprechend im Park verteilt. Radwege aus Asphalt, alle anderen Wege nicht aus Asphalt. Und Materialen wie Plastik, Roststahl, Beton usw haben im Park nichts zu suchen. Fertig. Aber, und das weiß ich von meiner Frau, die Landschaftsarchitektur studiert hat: mit dieser meiner Vorstellung von Parkgestaltung gilt man an der Uni als bürgerlich, reaktionär und halber Nazi! Die Unis sind komplett linksverseucht. Daher auch all dieser unbrauchbare Murks und Mist in der Park- und Platzgestaltung heutzutage. Zum Glück gibt es natürlich auch Ausnahmen, die wenigstens zum Teil überzeugen (z.B. GleisdreieckPark).
Nicht nur im Weißen Haus werden mitten in der Nacht originelle Postings produziert. Falls es Ihnen entgangen sein sollte: Es gibt noch keinerlei veröffentlichte Pläne für die Umgestaltung des Parks, der entsprechende Wettbewerb läuft nämlich noch. Die oben vorgestellten Szenarien beruhen auf Ideen des Autors, die er mithilfe von KI visualisiert hat. Das steht auch klar und deutlich im Text. Dass hier ein „Urwald“ angelegt werden solle, wird an keiner Stelle behauptet.
Also, um es auf den Punkt zu bringen: heutzutage muß man als Landschaftsarchitekt entweder komplett futuristische, ahistorische Entwürfe abliefern, um zum Zuge zu kommen. Oder einen Entwurf, der die Welt- und Klimarettung mehr oder weniger überzeugend im Angebot hat. Sind Genderthemen oder anderer Zeitgeistquatsch in den Parkentwurf eingearbeitet, so ist das sicherlich auch hilfreich.
Beispiel: SpreebogenPark. Für den Bürger und Parkbenutzer hat dieser Teil des Tiergartens wenig bis nichts zu bieten. Viel zu wenig Bäume, auch hier eine dusselige, großflächige Rasenschräge und riesige Barrieren aus Roststahl als hässliches i-Tüpfelchen. ABER – und deshalb ist dieser Entwurf damals zum Zuge gekommen- der Tiefpunkt der deutschen Geschichte (Nazizeit) ist überzeugend als Hauptthema in die futuristische (kalte und seelenlose) Entwurfsgestaltung eingearbeitet worden (Albert Speers Germania/ NordSüdAchse durch den RoststahlMist zitiert), und damit war klar, dass andere Entwürfe außen vor bleiben würden…
Die Interessen des Parkbesuchers, Bürgers und Steuerzahlers, der diesen Scheißdreck finanzieren durfte, spielten keine Rolle.. Linke Probaganda -hier die Festnagelung der deutschen Identität an die Nazizeit- oder ansprechende und brauchbare Parkgestaltung für den erholungssuchenden Bürger… meistens obsiegt die volksferne, linke Politik mit ihren antibürgerlichen und antideutschen Propagandainteressen.