In der Thielallee beginnt der zweite Bauabschnitt für den neuen Radfahrstreifen. Nach der Nordseite wird nun die südliche Fahrtrichtung umgestaltet; mit klarer Trennung von Kfz- und Radverkehr. Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei Monate.

Der erste Bauabschnitt in Fahrtrichtung Nord wurde im Dezember fertiggestellt und markierte den Auftakt für die schrittweise Umgestaltung der Thielallee mit einem baulich klar abgegrenzten Radfahrstreifen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: infraVelo
Auf der Thielallee im Bezirk Steglitz-Zehlendorf rollen erneut die Bagger an. Nachdem im Dezember der erste Bauabschnitt in Fahrtrichtung Nord abgeschlossen wurde, startet nun der Umbau der südlichen Seite zwischen Habelschwerdter Allee und der Kreuzung Berliner Straße/Unter den Eichen. Ziel ist es, die 1,1 Kilometer lange Verbindung im übergeordneten Straßennetz auch in dieser Richtung mit einem eigenen Radfahrstreifen auszustatten.
Künftig wird ein 2,5 Meter breiter Streifen am rechten Fahrbahnrand markiert. Bislang teilten sich Rad- und Kfz-Verkehr den Straßenraum. Eine 25 Zentimeter breite, durchgezogene Linie soll die Verkehrsarten nun klar voneinander trennen. In Kreuzungsbereichen werden die Radstreifen rot eingefärbt, zudem werden die Haltlinien an Ampeln vorgezogen. Die Maßnahmen sollen die Sichtbarkeit erhöhen und Konflikte im Kreuzungsbereich reduzieren.
Sanierung und Vollsperrung an der Thielallee: Zunächst stehen Leitungsarbeiten an
Vor dem eigentlichen Markieren des Radfahrstreifens stehen zunächst Leitungsarbeiten an. Die Berliner Wasserbetriebe sowie Berliner Energie und Wärme erneuern vorhandene Schächte. Anschließend wird die Fahrbahndecke grundlegend saniert. Spurrinnen und Risse machen eine umfassende Erneuerung erforderlich.
Für die Bauarbeiten wird die jeweilige Fahrbahnseite voll gesperrt. Grundstücke entlang des Abschnitts sind währenddessen für den Autoverkehr, mit Ausnahme von Rettungsdiensten, nicht direkt erreichbar. Eine Umleitung führt über die Habelschwerdter Allee und Unter den Eichen. Die Bauzeit ist mit rund drei Monaten angesetzt.
Parkraum und Organisation: Ersatzparkflächen wurden bereits geschaffen
Der neue Radfahrstreifen entsteht auf Flächen, die bislang zum Parken genutzt wurden. Nach Angaben des Bezirks wurden bereits im Herbst 2025 im Umfeld von Unter den Eichen Ersatzparkplätze geschaffen. Zudem wird auf Höhe der Arztpraxen eine zwölf Meter lange Liefer- und Ladezone in beiden Fahrtrichtungen eingerichtet.
Koordiniert wird das Vorhaben von infraVelo im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf. Die Finanzierung erfolgt zu 75 Prozent über das Bundesprogramm „Stadt und Land“, die übrigen Mittel stellt das Land Berlin bereit. Grundlage der Planung ist das Berliner Mobilitätsgesetz.
Quellen: infraVelo, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
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