Die Thielallee in Steglitz-Zehlendorf wird in den kommenden Monaten umfassend umgebaut. Auf beiden Straßenseiten entstehen neue Radfahrstreifen, die den Verkehr sicherer und übersichtlicher machen sollen. Während der Bauarbeiten kommt es jedoch zu Sperrungen und Umleitungen, was viele Autofahrer vor Probleme stellt.

Thielallee in Dahlem: Auf beiden Seiten der vielbefahrenen Straßen entstehen 2,50 Meter breite Radwege. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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In Steglitz-Zehlendorf hat im September 2025 die Sanierung der Thielallee begonnen. Zwischen der Habelschwerdter Allee und der Kreuzung Berliner Straße/Unter den Eichen wird die Fahrbahn erneuert und zugleich für den Radverkehr neu geordnet. Auf beiden Seiten entstehen 2,50 Meter breite Radfahrstreifen, die künftig für mehr Sicherheit sorgen sollen. Bisher teilten sich Radfahrende und Kraftfahrzeuge den Straßenraum.

Die neuen Streifen sind Teil des Berliner Mobilitätsgesetzes und orientieren sich am Radvorrangnetz. Geplant sind ein sogenannter Breitstrich als klare Abgrenzung zum motorisierten Verkehr sowie eine rote Beschichtung an Kreuzungen und Einmündungen, um die Sichtbarkeit zu erhöhen. Insgesamt entsteht ein 1,1 Kilometer langer Radfahrstreifen. Ein Teil der neuen Radwege ist mittlerweile fertiggestellt, die neuen Bodenmarkierungen sind aufgebracht.

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Dahlem: Was der Umbau an der Thielallee für Parkplätze und Ladezonen bedeutet

Mit dem Umbau fallen Parkplätze entlang der Thielallee weg. Um den Verlust auszugleichen, werden im nahen Bereich der Straße Unter den Eichen 91 neue Stellplätze markiert. Zusätzlich richtet infraVelo zwei Lade- und Lieferzonen von jeweils zwölf Metern Länge ein. Damit soll die Erreichbarkeit der ansässigen Arztpraxen und gastronomischen Betriebe gewährleistet bleiben.

Die Radfahrstreifen entstehen auf Flächen, die bislang zum Abstellen privater und gewerblicher Fahrzeuge genutzt wurden. Laut Projektverantwortlichen war eine Neuordnung erforderlich, um den Radverkehr attraktiver und sicherer zu gestalten.

Straßenbau in Steglitz-Zehlendorf erfolgt in zwei Phasen: Sperrung, Umleitungen und Asphaltarbeiten

Die Bauarbeiten sind in zwei Abschnitte unterteilt. Zunächst wird die Fahrbahn in nördlicher Richtung saniert, bevor die Markierungsarbeiten für die Radstreifen folgen. Während dieser Zeit bleibt die jeweilige Fahrbahn für den Durchgangsverkehr gesperrt. Eine Umleitung führt über die Straße Unter den Eichen und die Habelschwerdter Allee.

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Die zweite Bauphase beginnt voraussichtlich Ende 2025 und betrifft die südliche Fahrbahnseite. Die Asphaltarbeiten sollen nach Angaben der Projektleitung bis Jahresende abgeschlossen sein. Insgesamt ist für beide Bauabschnitte ein Zeitraum von jeweils sechs bis zehn Wochen vorgesehen.

Radweg zur Freien Universität wird verbessert, Kommunikation mit Anwohnenden wird fortgesetzt

Arne Herz, Staatssekretär für Mobilität und Verkehr, erklärte im Spätsommer, die Maßnahmen zeigten, wie sich Radverkehr, Wirtschaftsverkehr und ruhender Verkehr in Einklang bringen ließen. Besonders wichtig seien dabei die gute Planung und die Abstimmung mit allen Beteiligten. Auch die Kommunikation mit den Anwohnenden solle fortgesetzt werden.

Michael Fugel, Geschäftsführer von infraVelo, betonte, dass der Umbau vor allem Radfahrenden auf dem Weg zur Freien Universität zugutekomme. Durch die neuen Anlagen werde das Radfahren komfortabler und sicherer. Viele Autofahrer, die derzeit an der einseitig gesperrten Straße ankommen, ringen allerdings mit der veränderten Verkehrsführung, die aber nur temporär vorgesehen ist.

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Finanzierung des Radprojekts erfolgt durch Bundesprogramm und Landesmittel

Koordiniert wird das Vorhaben von infraVelo im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt sowie des Bezirks Steglitz-Zehlendorf. Die Finanzierung erfolgt zu drei Vierteln aus dem Bundesprogramm „Stadt und Land“ und zu einem Viertel aus Landesmitteln.

Mit der Neuordnung der Thielallee soll ein weiterer Abschnitt des Berliner Radvorrangnetzes umgesetzt werden. Für die Verkehrsteilnehmenden dürfte dies zwar kurzfristige Einschränkungen, langfristig jedoch eine Verbesserung der Infrastruktur bedeuten.

Im Umbau: die Thielallee in Berlin-Dahlem ist derzeit nur einseitig befahrbar, da auf einem Teil der Straße ein neuer Radweg eingerichtet wird. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt; infraVelo

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