Das neue Quartier „The PettCo“ an der Pettenkofer Straße in Friedrichshain nimmt Gestalt an. Auf 18.500 Quadratmetern entstehen Mietwohnungen, Gewerbeflächen und sechs öffentliche Innenhöfe; alles nach nachhaltigen Standards geplant.

Nach einer etwas längeren Vorlaufzeit laufen die Bauarbeiten mittlerweile auf Hochtouren, die Baustelle ist lebhaft und mehrere Kräne sind im Einsatz. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT
Unweit des Stadtparks Lichtenberg, direkt an der Grenze zu Lichtenberg, zeigt die Baustelle auf dem Areal Pettenkofer Straße 16-19 zunehmend Aktivität: Nach anfänglichen Vorbereitungen laufen die Arbeiten mittlerweile auf Hochtouren.
Für das Unternehmen Trockland, das bereits Projekte wie „Pier 61 | 63“ an der East Side Gallery realisierte, entsteht hier ein weiteres Wohn- und Gewerbequartier. Auf dem Gelände sollen auf rund 18.500 Quadratmetern Nutzfläche Mietwohnungen, Büro- und Gewerbeflächen sowie sechs öffentliche Innenhöfe errichtet werden.
„The PettCo“: Neubau mit klimaschonenden Materialien und Kreislaufwirtschaft
Teil des Ensembles sind nicht nur Neubauten: Ein historisches Fabrikgebäude und ein gründerzeitliches Wohnhaus werden in das Projekt einbezogen. Letzteres ist nach Angaben von Trockland bereits vollständig vermietet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem nachhaltigen Umgang mit Baumaterialien, sowohl bei Abrissarbeiten als auch beim Neubau sollen klimaschonende Materialien und Kreislaufwirtschaft eingesetzt werden.
Geplant sind begrünte Dächer, Photovoltaikanlagen, Regenwasserbewirtschaftung, E-Ladestationen und ein Fahrrad-Hub. Zur Energiegewinnung soll auch Geothermie zum Einsatz kommen, wie der Projektentwickler mitteilt. Damit folgt das Projekt dem Konzept anderer Trockland-Entwicklungen, wie etwa „coe48“ an der Köpenicker Straße, das bereits 2024 fertiggestellt wurde.
„Marktplatz“, „Farm“ oder „Zen Garten“: Sechs Höfe für Nachbarschaft und Vielfalt in Friedrichshain
Ein zentrales architektonisches Element ist die Anlage von sechs öffentlichen Innenhöfen, gestaltet vom Berliner Büro Thomas Hillig Architekten. Jeder Hof soll ein eigenes Leitthema erhalten, von „Marktplatz“ über „Farm“ bis zu „Zen Garten“. Sie sollen sowohl den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch der Nachbarschaft offenstehen und einen Treffpunkt für Freizeit und Begegnung bieten.
Die Landschaftsarchitektinnen von ST raum a. übernehmen die Gestaltung, mit dem Ziel, den Einklang von Mensch und Natur zu fördern. Das Quartier setzt bewusst auf Mietwohnungen, keine Eigentumswohnungen. Im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen zwischen 80 und 475 Quadratmetern vorgesehen, für kleine Shops, Gastronomie und Freizeitangebote. Zusätzlich entstehen rund 4.600 Quadratmeter Büroflächen und 1.260 Quadratmeter weitere Gewerbeflächen.

Die Dachterrasse des „The PettCo“ soll zugänglich und nutzbar gemacht werden. / © Visualisierung: Trockland
Quellen: Trockland, Architektur Urbanistik Berlin, Deal Magazin
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Tja, jetzt müssten es die Eigentümer der Häuser an der Pettenkoferstrasse nur noch hinbekommen, ihre Hauswände wenigstens einmal im Quartal zu reinigen. Bisher wurde der typische Berliner Vandalismus hier einfach laufen gelassen.