Neues Terminal, neue Perspektiven: Das Milliardenprojekt Terminal 3 nähert sich der Inbetriebnahme im Frühling 2026 und soll künftig Millionen Reisenden ein modernes Reiseerlebnis bieten. Gleichzeitig bereitet die Fraport AG den Umzug der Airlines und die anschließende Sanierung des Terminal 2 vor.

Die ersten Impressionen aus dem neuen Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Architektonisch soll die neue Empfangshalle durch ihre hohen Decken und den natürlichen Lichteinfall herausstechen. Mit der Fertigstellung ist nach Ostern 2026 zu rechnen. / © Visualisierung: Fraport AG / Christoph Mäckler Architekten
© Titelbild: Fraport AG
Nach knapp zehn Jahren Bauzeit nähert sich das neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen seiner Fertigstellung. Das Milliardenprojekt auf dem ehemaligen US-Militärgelände steht kurz vor der Inbetriebnahme nach den Osterferien 2026 und markiert den Auftakt für umfassende Veränderungen am gesamten Flughafen.
Fraport, neues Terminal 3: Die Bauarbeiten sind weitgehend abgeschlossen
Die baulichen Maßnahmen im Terminal 3 sind weitgehend abgeschlossen. Neben dem Innenausbau liegt der aktuelle Schwerpunkt auf der Fertigstellung der technischen Anlagen im Hauptgebäude. Dazu zählen umfangreiche Funktionstests von Brandmeldeanlagen, Entrauchungs- und Evakuierungssystemen, die von Sachverständigen abgenommen werden.
Bereits fertiggestellt sind das Parkhaus für 8.500 Fahrzeuge sowie die Flugsteige G, H und J. Auf der Trasse der neuen Sky Line-Bahn finden zudem Testfahrten mit den bis zu 80 Kilometer pro Stunde schnellen Zügen statt, die künftig die Terminals miteinander verbinden. Zusätzlich ist ein umfangreicher Testbetrieb mit Testpassagieren geplant, um Abläufe und Prozesse vor der offiziellen Inbetriebnahme zu prüfen.
Umbauarbeiten am Fraport: Neues Terminal soll bis zu 19 Mio. Reisende aufnehmen
Der Neubau vom Frankfurter Büro Christoph Mäckler Architekten folgt dem Prinzip des „wachsenden Käfers“: Die Check-in-Halle bildet den Kopf, der zentrale Marktplatz den Körper, und die drei ausgebauten Piers „J“, „G“ und „H“ dienen als auskragende Beine. Das Design erlaubt eine Erweiterung um einen vierten Pier, sodass das Terminal langfristig bis zu 25 Millionen Passagiere pro Jahr aufnehmen kann. Zunächst ist es auf 19 Millionen Reisende ausgelegt.
Die Innenräume setzen auf helle Materialien, viel Tageslicht und großzügige Raumhöhen bis zu 18 Metern. Entspannungsbereiche, Spielplätze und Arbeitsplätze für Geschäftsreisende sollen die Aufenthaltsqualität erhöhen. Die Gebäudetechnik ist weitgehend in die Architektur integriert, sodass Leitungen und Anlagen kaum sichtbar sind.
Pkw, Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel: Terminal 3 soll Angebote für alle Reisenden machen
Für das Terminal sind rund 65 Retailflächen auf etwa 12.000 Quadratmetern vorgesehen. Während ein Teil der Flächen bereits vergeben ist, werden einige noch vermietet. Die Angebote sollen ein breites Spektrum internationaler Gäste bedienen und durch Qualität und Innovation überzeugen.
Das neue Terminal wird infrastrukturell über die bestehende Sky Line-Bahn mit den anderen Terminals verbunden. Ergänzt wird dies durch Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel und mehrere hundert Fahrradstellplätze. Das Parkhaus mit 8.500 Stellplätzen bietet ausreichend Kapazität für anreisende Autofahrer.
Umzug & Kernsanierung: Weitreichende Transformation im Terminal 2 nach Terminal 3 Eröffnung
Nach der Inbetriebnahme des Terminal 3 beginnt der Umzug der in Terminal 2 ansässigen Airlines. Anschließend wird das 1994 eröffnete Terminal 2 einer Kernsanierung unterzogen, deren Fertigstellung für 2029 geplant ist. Das Projekt „Terminal 3“ ist damit nicht nur ein einzelner Neubau, sondern der Auftakt für eine umfassende Modernisierung des Frankfurter Flughafens, die den Standort langfristig stärken soll.
Der Flughafen Frankfurt, 1936 eröffnet und heute einer der größten Europas, hat sich über Jahrzehnte vom regionalen Luftdrehkreuz zu einem internationalen Verkehrsknotenpunkt entwickelt. Der Ausbau des Terminal 3 soll diese Entwicklung fortsetzen und zugleich die Grundlage für das zukünftige Wachstum des Standorts bilden. Inwiefern diese Vorstellung Realität wird, dürfte sich in den kommenden Jahren zeigen.
So sollen die Innenräume des neuen Terminals aussehen: die 65 Retail- und Gastronomieflächen sollen durch ein vielfältiges Angebot überzeugen. Ein Großteil der Flächen ist wohl schon vermietet. / © Visualisierung: Fraport AG / Christoph Mäckler Architekten

Nach knapp 10 Jahren steht Terminal 3 des Frankfurter Flughafens kurz vor der Fertigstellung. Der Neubau auf dem ehemaligen US-Militärgelände will jedoch erst der Startschuss für weitreichende Veränderungen am gesamten Flughafen sein. / © Visualisierung: Fraport AG / Christoph Mäckler Architekten
Quellen: Fraport AG, Journal Frankfurt, Frankfurter Handelsblatt
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
One Comment
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.



Die Erfahrung im Rhein-Main-Gebiet lehrt:immer wenn die Fertigstellung eines größeren Bauprojektes angekündigt wird,dauert es länger.Ich glaube nicht ans Frühjahr 2026.