Mit der planmäßigen Fertigstellung von Terminal 3 am Flughafen Frankfurt ging eines der größten privatfinanzierten Infrastrukturprojekte Europas erfolgreich zu Ende. Derzeit läuft ein Probebetrieb, bei dem Abläufe und Einrichtungen getestet werden, bevor das Terminal am 22. April offiziell eröffnet wird.

Die Innenräume von Terminal 3 zeichnen sich durch helle Materialien aus, die für eine offene und lichtdurchflutete Atmosphäre sorgen. Aufenthaltsbereiche, Spielmöglichkeiten für Kinder sowie Arbeitsplätze für Geschäftsreisende sollen die Funktionalität und den Komfort für Passagiere steigern. / © Visualisierung: Fraport AG, Christoph Mäckler Architekten
© Visualisierung: Titelbild: Fraport AG
© Visualisierung: Fraport AG, Christoph Mäckler Architekten
Am Flughafen Frankfurt wurde am 19. Februar das Abschlussfest für das neue Terminal 3 gefeiert, nachdem die Bauarbeiten termingerecht abgeschlossen wurden. Das neue Terminal erweitert die Passagierkapazitäten des Flughafens und ergänzt die bestehenden Terminals auf der Südseite des Geländes, wodurch die Abfertigung von Reisenden effizienter gestaltet werden kann.
Das Terminal gliedert sich in das zentrale Hauptgebäude und die davon abgehenden Flugsteige, in denen die Check-In-Halle, Sicherheits- und Grenzkontrollen, der Marktplatz sowie die Ankommerhalle untergebracht sind, ergänzt durch Bereiche für Gepäckbeförderung, -umschlag und -ausgabe.
Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Anpassungsfähige Terminalstruktur mit integrierter Mobilitätsanbindung
Das Gebäude ist modular aufgebaut und verfügt über ein Technikkonzept, das Umbau- und Erweiterungsarbeiten während des laufenden Betriebs ermöglicht, ohne den Flugbetrieb zu stören. So lassen sich einzelne Bereiche flexibel anpassen, während andere ungestört weiter genutzt werden.
Auch die Anbindung an die bestehende Infrastruktur wurde berücksichtigt: Das Terminal ist über die Sky Line-Bahn direkt mit den anderen Terminals verbunden, zusätzlich stehen Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel und mehrere hundert Fahrradstellplätze zur Verfügung. Für anreisende Autofahrer bietet das neue Parkhaus rund 8.500 Stellplätze.
Lichtdurchflutete Räume und multifunktionale Aufenthaltszonen
Ein architektonisches und tragwerksplanerisches Merkmal des Terminals stellt die Check-In-Eingangshalle dar, die durch 18 Meter hohe Fassadenverglasungen über die gesamte Raumhöhe Transparenz und Offenheit vermittelt. Die Innenräume zeichnen sich durch helle Materialien aus, die für eine offene und lichtdurchflutete Atmosphäre sorgen. Aufenthaltsbereiche, Spielmöglichkeiten für Kinder sowie Arbeitsplätze für Geschäftsreisende sollen die Funktionalität und den Komfort für Passagiere steigern.
Die Fassadenstützen sind mit einem charakteristischen „Knick“ ausgeführt, um die Verträglichkeit mit den benachbarten Radaranlagen der deutschen Flugsicherung zu gewährleisten und Störungen des Flugbetriebs durch reflektierte Radarstrahlen zu vermeiden.
Ausbau und Erneuerung bestehender Infrastrukturen im Anschluss an Terminal 3
Seit dem 27. Januar wird das neue Terminal 3 im Rahmen eines externen Probebetriebs mit rund 8.000 Statistinnen und Statisten getestet. Insgesamt sind bis zum 16. April 21 Testtage vorgesehen, an denen alle Abläufe und Einrichtungen des Terminals erprobt werden.
Nach der Inbetriebnahme des Terminal 3 am 22. April erfolgt der schrittweise Umzug der in Terminal 2 ansässigen Airlines, bevor das 1994 eröffnete Terminal 2 einer umfassenden Kernsanierung unterzogen wird, deren Abschluss für 2029 vorgesehen ist. Damit ist Terminal 3 nicht nur ein eigenständiger Neubau, sondern auch Auftakt einer langfristigen Modernisierung des Flughafens, die die Infrastruktur nachhaltig stärkt und den Standort für kommende Jahrzehnte zukunftsfähig gestalten soll.
Quellen: DEAL MAGAZIN, Fraport AG
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