Nach mehrmonatigen Bauarbeiten ist der südöstliche Haupteingang des Tempelhofer Feldes wieder frei zugänglich. Die Sanierung des „Crash Gate“ an der Oderstraße bringt breitere Wege, neue Sitzmöglichkeiten und eine verbesserte Verkehrssicherheit. Zugleich bereitet sich das Land Berlin auf die nächste Phase der Bürgerbeteiligung zur Weiterentwicklung des Areals vor.

Die Visualisierung wurde Realität: Nach mehreren Monaten Bauzeit ist das Crash Gate am Tempelhofer Feld nun vollständig fertiggestellt und wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet. / © Visualisierung: bloomimages Berlin GmbH
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© Foto Titelbild: Grün Berlin
Mit der Wiedereröffnung des „Crash Gate“ kehrt einer der wichtigsten Zugänge zum Tempelhofer Feld in neuer Gestalt zurück. Der südöstliche Eingang wurde im Rahmen der sogenannten Qualifizierung des Teilbereichs Oderstraße deutlich erweitert und modernisiert.
Das Tor misst nun 21,5 Meter in der Breite, das Drehkreuz wurde erneuert. Der Asphaltbelag im Eingangsbereich erhielt eine frische Oberfläche und wurde mit Bodenmarkierungen versehen. Zusätzliche Bodenschwellen sollen den Verkehrsfluss verlangsamen und die Sicherheit für Radfahrende und Fußgänger erhöhen. Außerdem entstanden 14 neue Fahrradstellplätze sowie eine Sitzbank.
„Blaue Stunde“ am Tempelhofer Feld: Rückkehr der Gastronomie im Frühjahr
Die angrenzende Rasenfläche bleibt noch gesperrt, da sie nach den Bauarbeiten neu eingesät wurde. Erst nach ausreichender Regeneration soll sie wieder begehbar sein. Der Rundweg über das Tempelhofer Feld bleibt jedoch in beide Richtungen nutzbar, sodass Besucherinnen weiterhin die Landebahn und andere Bereiche erreichen können.
Auch die gastronomische Versorgung im Umfeld des Eingangs wird im kommenden Jahr wieder ausgebaut. Die „Blaue Stunde“ soll im Frühjahr an ihren bisherigen Standort neben dem „Crash Gate“ zurückkehren. In den Wintermonaten bleibt die Tagesbar am Treppenbauwerk 113 nahe dem Eingang Leinestraße geöffnet, wenn auch nur an Wochenenden und bei sonnigem Wetter.
Tempelhofer Feld im Wandel: Beteiligung für neue Teilbereiche startet im November
Während sich Besucherinnen und Besucher im Osten des Tempelhofer Feldes über die neusten Entwicklungen freuen können, rückt auf der gegenüberliegenden Seite bereits der nächste Abschnitt in den Fokus. Dort beginnen die Planungen für neue Maßnahmen und Beteiligungsprozesse. Unter dem Motto „Mitreden und Mitgestalten“ können Anwohnende und Besucherinnen am 8. November 2025 Ideen zur Weiterentwicklung der Teilbereiche Tempelhofer Damm und Südflanke einbringen.
Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt hat die Grün Berlin Stiftung mit der Umsetzung beauftragt. Diese ist bereits seit Jahren mit der behutsamen Weiterentwicklung des Geländes betraut, das seit 2014 gesetzlich als öffentlicher Freiraum gesichert ist. Der Entwicklungs- und Pflegeplan (EPP), der gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet wurde, sieht vor, Teilbereiche schrittweise zu qualifizieren.
Fokus auf Barrierefreiheit und Aufenthaltsqualität: Weitere Maßnahmen im Westen des Feldes geplant
Im Mittelpunkt der Beteiligungsveranstaltung stehen ebenfalls Themen wie Eingangsbereiche, Freizeitangebote und Barrierefreiheit. Laut den Veranstaltern soll der Austausch helfen, die vorhandenen Freiräume stärker an den Bedürfnissen der Nutzerinnen auszurichten. Ziel sei es, die Offenheit des Tempelhofer Feldes zu bewahren und zugleich die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
Quellen: Grün Berlin GmbH, Tempelhofer Feld
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