Die Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ will ein Konzept in die Debatte einbringen, das am äußeren Rand des Tempelhofer Feldes rund 21.400 Wohnungen vorsieht.

Hochhäuser am Tempelhofer Feld: Die Visualisierung zeigt, wie sich Architekt Christoph Langhof eine Bebauung des Tempelhofer Feldes vorstellt.

Für das Tempelhofer Feld gab es in der Vergangenheit schon viele Ideen: Nach Plänen von Christoph Langhof könnten am Rand Wohntürme entstehen, ergänzt durch eine neue Bebauung des Vorfelds für die EXPO 2035. / © Visualisierung: LANGHOF GmbH

© Titelbild: Wikimedia Commons, A.Savin, FAL

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Das Tempelhofer Feld steht seit Jahren im Mittelpunkt stadtpolitischer Debatten. Im Kern geht es dabei um Wohnraummangel, Klimaschutz, Freiraumerhalt, Denkmalschutz,  und um die grundsätzliche Frage, wie Berlin mit einer der größten innerstädtischen Freiflächen Europas umgehen soll.

Bisherige Vorschläge reichten von Hochhäusern an den Randbereichen bis hin zu neuen Nutzungskonzepten für das ehemalige Flughafengebäude. Besonders Entwürfe wie jene von Architekt Christoph Langhof sorgten dabei immer wieder für intensive Diskussionen.

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Nun will die Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“ ein neues Konzept vorstellen: Am äußeren Rand des Feldes könnten nach ihren Angaben 21.400 Wohnungen entstehen.

„Zuhause am Tempelhofer Feld“: Neues Konzept für 21.400 Wohnungen

Nach Angaben der Initiative sieht das Konzept 21.400 neue Wohnungen in günstiger, serieller Bauweise am äußeren Rand des Tempelhofer Feldes vor. Das innere grüne Feld soll nicht bebaut werden. Stattdessen will die Initiative eine gemeinnützige Stiftung als Schutzinstrument vorstellen.

Eine Pressekonferenz findet am 20. Mai 2026 statt. Dort sollen Vertreter der Initiative, Unterstützer und Architekten das Konzept erläutern. Angekündigt sind unter anderem Hamid Djadda (Unternehmer und Gründer der OHDE Stiftung) sowie die Architekten Hans Kollhoff und Tobias Nöfer.

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Randbebauung am Tempelhofer Feld bleibt umstritten

Die geplante Randbebauung berührt zentrale Konflikte der Berliner Stadtentwicklung. Befürworter verweisen auf den angespannten Wohnungsmarkt und auf die Lage des Areals innerhalb der Stadt. Kritiker betonen die Bedeutung des Tempelhofer Feldes für Erholung, Stadtklima und Artenvielfalt. Frühere Debatten zeigten bereits, wie stark das Thema polarisiert.

ENTWICKLUNGSSTADT wird über die offizielle Pressekonferenz am 20. Mai ausführlich berichten. Dann sollen weitere Details zur städtebaulichen Idee, zur Bauweise, zur Finanzierung und zum geplanten Schutz des inneren Feldes folgen.

Tempelhofer Feld

Quelle: Initiative „Zuhause am Tempelhofer Feld“

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25 Kommentare

  1. a.t. 13. Mai 2026 at 16:46 - Reply

    Da der Gegenwind ohnehin wie einer im Krieg sein wird, würde ich gleich in die Vollen gehen und rücksichtslos einen richtigen Schluck aus der Pulle nehmen. Heißt, auf den Bogen noch Brandlhubers Riegel rauf und die Ränder bis zum ehemaligen Service-Rundweg beplant.
    Am Ende bliebe immer noch eine überdimensionale Freifläche übrig. Da könnten sich alle Bullerbü-Insassen immer noch ausreichend und ohne Abstriche selbstverwirklichen.

  2. Jan 13. Mai 2026 at 21:44 - Reply

    Sehr gut. Den inneren Bereich aufforsten, Spielplätze anlegen und die Landebahnen belassen. Vielleicht autofreies Wohnviertel mit zentralem Parkhaus, Tiefgarage o.ä.?

    • Norbert Krause 14. Mai 2026 at 11:42 - Reply

      Lassen Sie endlich jegliche Überlegungen das Gelände zu bebauen!
      Das ist unmöglich und frefelhaft der Bevölkerung gegenüber.
      Der Berliner Rand bietet genug Möglichkeiten zum Wohnungsbau und ist schneller und kostengünstig zu erreichen

    • Stefan 14. Mai 2026 at 13:14 - Reply

      Ja was denn nun, Autofrei oder autovoll? Noch mehr Autos und noch mehr Autoparkplätze im Viertel und Stadt wâre ja verrückt.

  3. Bnsn 13. Mai 2026 at 23:05 - Reply

    Werden dann auch Schulen, Kitas, mehr BVG, etc eingeplant?

  4. Bnsn 13. Mai 2026 at 23:07 - Reply

    Nächste Frage: wenn das Tempelhofer Feld bebaut werden kann, wie sieht’s mit dem Grunewald und dem Tiergarten aus?

  5. M.Pätsch 14. Mai 2026 at 04:56 - Reply

    HALLO!Berlin (Bürger)WOLLEN KEINE BEBAUUNG DES THF.PUNKT

  6. Markus T. 14. Mai 2026 at 06:26 - Reply

    Die gesamte Infrastruktur in der Umgebung dorr ist bereits überreizt. Lasst das Feld in Ruhe, das ist alles Symbolpolitik für Leute die in Excel Tabellen denken.

  7. Cornelia dippel 14. Mai 2026 at 07:07 - Reply

    Bebaut doch einfach alle Parks und Grünflächen – wohnen möchte da dann aber niemand mehr.

  8. Adalbert Kurkowski 14. Mai 2026 at 08:02 - Reply

    Geht für mich einher mit der Idee zur Umsetzung EXPO 2035

  9. Ava Lang 14. Mai 2026 at 08:18 - Reply

    Wieviele Bürgerentscheidungen braucht ihr eigentlich noch? Wenn das durchgeht, werden sie es grandios verkacken. Es werden Wohnungen entstehen, die noch nicht mal den eigenen Energiebedarf erzeugen, Wohnungen für die 5000€-Netto-Klasse und Immoinvestoren, sauhäßlich und wenn der Fuß mal in der Tür ist, glaubt ihr doch nicht wirklich, dass es bei einer „Randbebauung“ bleibt?

  10. Anwohnerin Leipziger 14. Mai 2026 at 09:18 - Reply

    Gehe davon aus, dass es sich wieder mal um Planung von Wohnungen im oberen Preissegment handelt. Deutlich ausgedrückt: um die Profitinteressen von Wirtschaftsunternehmen. Gewinn für wenige. Alle Jahre wieder.

    Der Bürgerentscheid war deutlich. Für den Profit von Wirtschaftsunternehmen wollen die Berliner ihr Tempelhofer Feld nicht opfern!

    Versucht es mal mit einer Planung der berlineigenen Wohnungsbaugesellschaften unter Einbeziehung der Bestandsgebäude nur auf dem versiegelten Bereich im auf Dauer niedrigen Preissektor! Dann vergleicht den Gegenwind.
    Das wäre eine echte Entlastung des Wohnungsmarkts. Das wäre im Interesse der Berliner.

    Das Problem ist weniger den versiegelten Bereich bebauen zu wollen, sondern mit was.

    PS: bei der Planung muss auch die Infrastruktur mitbedacht werden. Ausreichende ÖPNV , Erschließung, Lebensmittel, Ärzte, Kindergarten/ Schulen,…

    • Martina 14. Mai 2026 at 09:22 - Reply

      Nicht zu vergessen die Ausgestaltung als Schwammstadt, mit Dachbegrünung und erneuerbaren Energien (z.B Photovoltaik und evt. eingehauste Vertikalwindanlagen über Miete/ Contracting mit den Berliner Stadtwerken?), Spielplätzen, evt. als Autofreies Quartier,…

      • Chris Da 14. Mai 2026 at 10:01 - Reply

        Und auch Lärm.

        Insbesondere wenn im Bestandsgebäude und der zugehörigen versiegelten Fläche Veranstaltungen stattfinden sollen.

    • Tempelhofer Junge 17. Mai 2026 at 08:21 - Reply

      Das ist eben nicht im Sinne der Berliner! Die Frage den THF zu bebauen steht schon seit über nem Jahrzehnt und die Volksentscheide haben jedes Mal dagegen gestimmt. Trotzdem wird über den Kopf der Berliner entschieden und man will da Wohnungen hinhauen die eh nicht unter 1.6k kosten werden. Wie sollen außerdem die neuen ca. 30-60tsd Mensxhen versorgt werden? Zu ihrem Job kommen etc. Das funktioniert nicht. Das wird dann wieder ein Argument um das Feld weiter zu bebauen. Der Politik kannst du heutzutage nicht mehr vertrauen

  11. H. O. 14. Mai 2026 at 09:34 - Reply

    Es tut mir in der Seele weh, dass die Langeweile von „Edel-Architekten“ derartige in jede Richtung profitorientierte Diskussionsbeiträge produziert. Die Sozialverträglichkeit findet sich lediglich in einer vermeintlich kostenreduzierten Bauweise als Blickfang für die künftigen Bauherren wieder, die sich sicherlich nicht in den Mieten widerspiegeln wird.
    Vor allem sollte das Nutzungsverhalten Aller zu diesem Natur-Stadt-Mensch-Biotops berücksichtigt werden, welches seit dem letzten Bürgerentscheid enorm angestiegen ist. Die entstehende Piazza an der MvR-Str. spricht ebenfalls stark gegen eine Flächenverdichtung…

  12. Mitte-Mitte-Anwohnerin 14. Mai 2026 at 10:08 - Reply

    Aktuell wird für wirtschaftliche Interessen wirklich alles geopfert.

    Es gibt einen Volksentscheid. Dieser ist gültig. Damit kann das Tempelhofer Feld nicht bebaut werden.

    Also bliebe nur ein neuer Volksentscheid, der künftig eine Bebauung erlauben würde.
    Die Erfolgsaussichten eines solchen neuen Volksentscheides wären höher je enger die verbindlichen und (sehr) langfristigen Einschränkungen an Bebauungsfläche, Grünflächenverlust und Mietpreishöhe wären.

    Ich bin dagegen noch mehr Grünfläche zu opfern. Wir brauchen unsere grünen Lügen in der Stadt. Sonst überhitzen wir total. Ganz zu schweigen von Luftreinhaltung und Aufenthaltsqualität.

    In der ganzen Staft entsiegeln wir. Hier jetzt zubetonieren ist doch kontraproduktiv.

    • Mitte-Mitte-Anwohnerin 14. Mai 2026 at 10:09 - Reply

      Lügen=Lungen

      Da hat die Autokorrektur zugeschlagen.

  13. Florian 14. Mai 2026 at 11:55 - Reply

    Die Phantomdebatte geht weiter…
    Ob Christoph Langhoff sich darüber erkundigt hat…??

    1. Bebauungen im Schutzbereich für Verteidigungsanlagen Berlin-Tempelhof betrifft die Bezirke: Tempelhof, Neukölln, Kreuzberg. Bauvorhaben innerhalb eines Schutzbereichs bedürfen der Genehmigung der Schutzbereichsbehörde. Das ist das Bundesministerium der Verteidigung, Wehrbereichsverwaltung Ost.

    2. Wer will denn im Radarstrahl der das Regierungsviertel überwacht hochpreisig wohnen?

    3. Denkmalschutz

  14. Bettina 14. Mai 2026 at 14:56 - Reply

    Scham ist ja so gestern. Man könnte als Architekt einfach mal Kreativität zeigen; indem man überlegt, wie die bundes u.landeseigene Baulöcher u. Ruinen bestandschützend um oder bebaut werden könnten. Ein leeres Feld ist wie eine leere Leinwand, – ein toller Spielplatz.
    Btw. es gibt einen bindenen Volksentscheid. Schon verdrängt?

  15. Horeis 14. Mai 2026 at 18:43 - Reply

    Das Tempelhof Feld ist auch ein Mahnmal, es gibt genug Raum zum Bauen neuer Wohnungen… Wenn man nur überlegt wie viele alte Fabriken und Stil gelegte Gebäude gibt frage ich mich was soll das 😕

  16. Paul 14. Mai 2026 at 19:01 - Reply

    In Berlin gibt es 30.000 illegale Ferienwohnungen, mindestens 20.000 möblierte Kurzzeitwohnungen (die dem eigentlichen Wohnungsmarkt entzogen und überteuert vermietet werden ) sowie über 40.000 leerstehende Wohnungen.
    Dies alles der Berliner Bevölkerung wieder zugänglich zu machen, würde 90.000 Wohnungen bringen – mehr als das Vierfache der großartig angekündigten Pläne fürs Tempehofer Feld. In viel kürzerer Zeit.
    Worauf wartet Ihr noch?
    Oder ist Euch das alles zu popelig und zu wenig schmeichelhaft fürs Ego?

  17. Robert 15. Mai 2026 at 09:37 - Reply

    Wenn ich 2000 € zahle bekomme ich immer eine Wohnung. Vielleicht liegt es also nicht nur daran, dass es in Berlin nicht genug Wohnungen gibt. Viel mehr leben viele Menschen in völlig überdimensionierten Wohnungen, seit dem die Kinder raus sind. Es wechselt aber niemand, weil es weniger Platz für sehr viel mehr Geld gibt.
    Der Markt hat versagt und das Eigentumsrecht ist meiner Einschätzung nach verwirkt. Dem privaten Markt muss das Eigentum entzogen werden, damit wieder eine Fluktuation eintritt.
    Jede europäische Großstadt hat das Experiment privater Wohnungsmarkt durchgespielt und es funktioniert einfach nicht. Wer jetzt noch die Rendite der Großunternehmen schützen will, wünscht sich soziale Unruhen und das Erstarken faschistischer Kräfte wie der AfD.

    • Till 16. Mai 2026 at 06:54 - Reply

      Der Markt hat nicht versagt, die Regierung ganz oben hat versagt und der Bereich der öffentlichen Hand in Form von Behörden. Was macht denn den Wohnraum teuer? Das sind Auflagen, Behörden, Genehmigungen, Energieverodnungen, teure Nomen beim Bau, der ganze Sondermüll der an die Wände muss, hohe Endsorgungskosten weil es ja auch immer weniger Deponien geben soll usw. Wer schon mal gebaut hat oder aus dem Baugewerbe kommt und in Kontakt kommt mit dem ganze Bereich was das Bauen betrifft der sagt das dass Problem des Wohnugsmangels (günstiger WR) hausgemacht ist.

  18. Jay 18. Mai 2026 at 10:47 - Reply

    Einfach machen. Man kann Niemanden im Ausland erklären, wieso man so viel sinnlosen Raum verschwendet. Rand bebauen und in der Mitte ein Tiergarten 2.0. Wohne seit knapp 5 Jahren hier und war nicht einmal auf dem Feld. 0 Anziehung. Es ist eine Wüste an Nichts.

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