Über viele Jahre prägte eine Baulücke das Bild der Manteuffelstraße in Berlin-Tempelhof. Seit einigen Monaten jedoch regt sich auf dem Grundstück gegenüber von Lidl neues Leben. Ein Blick auf das Briefkastenschild verrät nun, wer die Fläche künftig nutzt.

Blick auf das Grundstück in der Manteuffelstraße 42: Containeranlagen des Anbieters JOCAR prägen die aktuelle Nutzung als Abschlepphof. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Über Jahre hinweg blieb das Grundstück in der Manteuffelstraße 42 ungenutzt. Wo sich zuvor eine Schneiderei befand, klaffte lange eine Lücke im Straßenbild, die still vor sich hin bestand.
Inzwischen hat sich jedoch etwas getan: Der private Abschleppdienst JOCAR richtet sich offenbar auf der Fläche ein. Erste Container sind aufgestellt, Stellplätze angelegt, und mehrere Fahrzeuge des Unternehmens stehen bereits auf dem Gelände
Nutzung des Grundstücks in der Manteuffelstraße: Container, Stellflächen und erste Arbeiten
Die aktuelle Ausstattung des Grundstücks wirkt noch provisorisch. Neben den Containern liegen Bodenplatten, die auf weitere Arbeiten hindeuten. Wie die Fläche künftig genau gestaltet wird, ist derzeit offen.
JOCAR bietet laut Unternehmenswebsite neben Abschleppdiensten auch Mietwagen, Unfallgutachten und Fuhrparkmanagement an. Die Fläche in der Manteuffelstraße bietet Platz für diese unterschiedlichen Angebote. Ob die Nutzung langfristig so bleibt oder sich noch verändert, bleibt abzuwarten.
Perspektiven für die Zukunft in Tempelhof: Gewerbliche Nutzung statt möglichem Wohnungsbau
Manche Anwohnerinnen und Anwohner hatten an dieser Stelle möglicherweise auf eine andere Entwicklung gehofft – etwa auf neuen Wohnraum oder zusätzliche Einkaufsmöglichkeiten. Mit der Ansiedlung eines Abschleppdienstes erfüllt sich eine solche Erwartung zunächst nicht. Stattdessen zieht ein Betrieb ein, der naturgemäß mit Fahrzeugbewegungen und zusätzlichem Verkehr verbunden ist.
Während also eine ungenutzte Brache verschwindet und die Fläche eine konkrete Funktion erhält, könnte die gewerbliche Prägung inmitten einer Wohngegend nicht überall auf Zustimmung stoßen. Ob die Nachbarschaft die neue Nutzung als Belebung oder eher als Belastung empfindet, wird sich erst mit der Zeit zeigen.

Die zuvor ungenutzte Baulücke wird nun gewerblich genutzt, bleibt durch die flexible Bauweise mit Containern jedoch für eine spätere Umnutzung offen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Quellen: JOCAR, WEGWEISER aktuell
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