Das „Tegel Projekt“ heißt jetzt „Berlin TXL Management GmbH“. Aus einem zeitlich begrenzten Projekt ist ein langfristig angelegtes Vorhaben geworden, heißt es. Und es gibt auch personelle Konsequenzen.

Schumacher-Quartier, Reinickendorf

Berlin sucht neue Wege im Wohnungsbau. Ein Konzept für sogenannte Experimentierräume zeigt, wie Stadtentwicklung flexibler, sozialer und langfristig bezahlbar gestaltet werden könnte. / © Visualisierung: Tegel Projekt GmbH /gmp-Architekten

© Titelbild / Visualisierung: Tegel Projekt GmbH / gmp-Architekten

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Das „Tegel Projekt“ trägt seit Mitte April 2026 einen neuen Namen. Die landeseigene Gesellschaft firmiert nun als „Berlin TXL Management GmbH“. Damit will das Unternehmen auf die Entwicklung des Standorts in Berlin-Reinickendorf reagieren. Aus einem zeitlich begrenzten Projekt ist ein langfristig angelegtes Vorhaben geworden.

Geschäftsführer Frank Wolters erklärt, die neue Bezeichnung spiegele die veränderte Rolle wider. Der Standort entwickle sich schrittweise zu einem international ausgerichteten Reallabor für urbane Technologien. Die neue Firmierung solle diesen Anspruch sichtbar machen und die Funktion als Entwicklerin und Betreiberin des Areals unterstreichen.

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„Berlin TXL“ entwickelt „Tegel Projekt“ strategisch weiter

Mit der Umbenennung geht auch eine inhaltliche Neuausrichtung einher. Die Gesellschaft verantwortet heute zentrale Aufgaben in Entwicklung, Betrieb und strategischer Positionierung von „Berlin TXL“. Sie hat wesentliche Flächen erworben und betreibt große Teile der bestehenden Gebäude.

Zudem baut sie ein Netzwerk aus Unternehmen, Wissenschaft und öffentlichen Institutionen auf. Parallel übernimmt sie Aufgaben für weitere Projekte im Umfeld von „Berlin TXL“. Diese Entwicklung zeigt, dass sich das ursprüngliche „Tegel Projekt“ strukturell erweitert hat.

Übersicht Lageplan über das urban Tech Gelände in Tegel.

Für den Ausbau des Tegeler Flughafengeländes stellt Berlin 370 Millionen Euro aus dem Sondervermögen bereit. / © Visualisierung: Tegel Projekt GmbH / gmp-Architekten

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Personalentscheidung bei „Berlin TXL“ und Kritik am Fortschritt

Parallel zur Umfirmierung gab es eine Veränderung in der Geschäftsführung. Die technische Co-Geschäftsführerin Gudrun Sack verlässt das Unternehmen Ende Mai 2026. Ihr Vertrag endet einem Bericht des Tagesspiegels zufolge vorzeitig. Der Aufsichtsrat erklärte, der Schritt erfolge im Einvernehmen und auf Wunsch Sacks, die sich neuen beruflichen Aufgaben widmen wolle.

Hintergrund sei wohl aber auch eine strukturelle Entscheidung. Die bisherige Doppelspitze wird aufgelöst. Künftig soll eine alleinige Geschäftsführung das Unternehmen leiten. Ein Auswahlverfahren laufe bereits. Bis zur Neubesetzung führt Frank Wolters die Gesellschaft allein.

Kritik am „Tegel Projekt“: Langsame Fortschritte

Das „Tegel Projekt“ stand zuletzt unter Druck. Kritiker bemängelten langsame Fortschritte seit dem Ende des Flugbetriebs im November 2020. Auch aus politischen Kreisen gab es Hinweise auf Unzufriedenheit mit einzelnen Abläufen.

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Der Aufsichtsrat betonte jedoch, dass Frank Wolters als erfahrene Führungskraft die nächsten Schritte umsetzen solle. Die Bündelung der Verantwortung in einer Person solle Entscheidungsprozesse beschleunigen und klare Zuständigkeiten schaffen.

Die kommenden Monate gelten als entscheidend. Mit der Neuausrichtung, der neuen Struktur und laufenden Bauarbeiten tritt „Berlin TXL“ in eine neue Phase ein. Der Fokus liegt auf der Umsetzung der geplanten Infrastruktur und der Ansiedlung erster Akteure.

Die Visualisierung zeigt, wie der ehemalige Flughafen TXL in Zukunft einmal aussehen könnte.

Der ehemalige Flughafen TXL in Berlin soll zu einem modernen Stadt-Quartier wachsen. / © Visualisierung: Tegel Projekt GmbH / gmp-Architekten

Entwicklung des Standorts „Berlin TXL“

Das Projekt „Berlin TXL“ umfasst die Umwandlung des ehemaligen Flughafens Tegel auf rund 500 Hektar Fläche. Im Zentrum steht die Urban Tech Republic. Dort sollen sich bis zu 1.000 Unternehmen ansiedeln. Rund 20.000 Arbeitsplätze sind geplant. Ergänzt wird das Konzept durch einen Hochschulcampus der Berliner Hochschule für Technik mit mehreren tausend Studierenden.

Parallel entsteht das Schumacher Quartier. Dort sollen über 5.000 Wohnungen gebaut werden. Insgesamt ist Wohnraum für mehr als 10.000 Menschen vorgesehen. Weitere Quartiere wie Cité Pasteur und TXL Nord sind geplant.

Berlin TXL (Reinickendorf)

Quellen: Tagesspiegel, BERLIN TXL

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2 Kommentare

  1. Chris Da 23. April 2026 at 18:03 - Reply

    Im Gesamtkonzept sind hoffentlich ÖPNV, Schulen, Kindergärten, Spielplätze, Aufenthaltsflächen, Supermarkt, Grünflächen, Ärzte, Apotheken, Restaurants, etc.
    zur Nahversorgung der Anwohner und vor Ort Arbeitenden mitbedacht? Und moderne Stadtentwicklung inkl. Hitze- und Lärmschutz?

  2. Joachim Bartoszek 24. April 2026 at 10:46 - Reply

    Hallo berlin und was davon übrig ist seitdem wir von den volksvertretern regiert werden
    Es sind bald 40 Jahre vergangen nach dem Mauerfall und es ist keine Zuversicht zu erwarten

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