In der Hamburger HafenCity entsteht ein neues Museum für digitale und immersive Kunst. Das UBS Digital Art Museum soll noch 2026 eröffnen und als erstes Haus in Europa dauerhaft die Ausstellung „teamLab Borderless“ des japanischen Kunstkollektivs teamLab zeigen.

Visualisierung des geplanten UBS Digital Art Museum in der Hamburger HafenCity, das 2026 eröffnen soll. / © teamLab
© Titelbild: UBS Digital Art Museum Hamburg
In der Hamburger HafenCity entsteht derzeit ein Museum, das Kunst nicht nur an Wänden präsentieren will. Das UBS Digital Art Museum soll noch 2026 eröffnen und sich auf digitale und immersive Kunst konzentrieren. Herzstück des Hauses wird „teamLab Borderless“ des japanischen Kunstkollektivs teamLab sein.
Der Neubau entsteht im Elbbrücken-Quartier am Amerigo-Vespucci-Platz, unweit der U- und S-Bahn-Station Elbbrücken. Auf rund 6.500 Quadratmetern Fläche sollen künftig digitale Kunstwerke gezeigt werden. Die Innenräume erreichen dabei Deckenhöhen von bis zu zwölf Metern und sind speziell auf großformatige, raumgreifende Installationen ausgelegt.
teamLab Borderless als dauerhafte Ausstellung in Hamburg
Im Mittelpunkt steht die Ausstellung „teamLab Borderless“, die erstmals dauerhaft in Europa gezeigt werden soll. Das 2001 in Tokio gegründete Kollektiv verbindet Kunst mit Programmierung, Ingenieurwesen, Animation, Mathematik und Architektur. Die Arbeiten reagieren unter anderem auf Bewegungen und Gesten der Besucherinnen und Besucher und verändern sich dadurch fortlaufend.
Das Konzept setzt dabei auf möglichst wenige räumliche Grenzen. Einzelne Werke können aus ihren Ausstellungsräumen herauswirken, miteinander interagieren und ineinander übergehen. Licht, Projektionen, Klang und weitere Sinneseindrücke werden miteinander verbunden.

„Infinite Crystal World“ von teamLab: Die Installation ist Teil der digitalen und immersiven Kunstwelt von „teamLab Borderless“. / © teamLab
UBS Digital Art Museum: Wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen geplant
Neben „teamLab Borderless“ sind im UBS Digital Art Museum auch wechselnde Sonderausstellungen geplant. Sie sollen Werke international etablierter ebenso wie aufstrebender Künstlerinnen und Künstler präsentieren und das Programm über die Dauerausstellung hinaus erweitern.
Ergänzt werden die Ausstellungen durch Workshops, Talks, Panels und weitere Vermittlungsangebote. Ziel ist es nach Angaben des Museums, digitale und immersive Kunst einem größeren Publikum zugänglich zu machen.
Initiator des Projekts ist der Hamburger Unternehmer und Investor Lars Hinrichs. Die Idee für ein Museum in Hamburg entstand nach seinem ersten Besuch einer teamLab-Ausstellung im Jahr 2016. 2019 besuchte Hinrichs gemeinsam mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Peter Tschentscher die damalige „teamLab Borderless“-Ausstellung in Tokio. 2021 wurde schließlich die Digital Art Museum GmbH gegründet.
Das Museum befindet sich derzeit noch im Bau. Geplant ist die Eröffnung im Laufe des Jahres 2026. Neben den Ausstellungsflächen soll das Gebäude auch eine rund 180 Quadratmeter große Medienfassade erhalten, auf der digitale Kunst im Stadtraum sichtbar werden kann. Damit soll in der HafenCity ein dauerhaftes Zentrum für eine Kunstform entstehen, die sich zunehmend zwischen Ausstellung, Technologie und interaktiver Erfahrung bewegt.
Quellen: UBS Digital Art Museum
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