Auf dem ehemaligen Tanklager in Lankwitz tut sich etwas: Der Bezirk hat die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans beschlossen. Auf dem rund zehn Hektar großen Areal am Teltowkanal soll ein gemischt genutztes Quartier mit einem Schwerpunkt auf Wohnungen entstehen.

Das ehemalige Tanklager in Lankwitz ist inzwischen weitgehend beräumt. Auf dem rund zehn Hektar großen Areal am Teltowkanal soll ein gemischt genutztes Quartier entstehen. / © Foto: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
© Titelbild: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf
Auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers in Lankwitz beginnt die nächste Phase der städtebaulichen Entwicklung. Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf hat in dieser Woche den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan 6-51 gefasst. Damit soll die Grundlage für ein gemischt genutztes Quartier mit einem Schwerpunkt auf Wohnungsbau geschaffen werden.
Die rund zehn Hektar große Fläche am Teltowkanal wurde seit den 1970er-Jahren als Vorrats- und Umschlaglager für Heizöl und Diesel genutzt. Die Anlage diente damit der Versorgung West-Berlins. Ende März 2025 wurde der Betrieb eingestellt, die ehemaligen Tanks sind inzwischen verschwunden. Seitdem wird über die künftige Nutzung des Areals diskutiert.
- Standort: Ehemaliges Tanklager am Teltowkanal in Lankwitz
- Bezirk: Steglitz-Zehlendorf
- Projekt: Gemischt genutztes Quartier mit Schwerpunkt auf Wohnungsbau, ergänzt durch Gewerbe, Gemeinbedarfsflächen und wohnungsnahes Grün
- Planung: Bebauungsplan 6-51
- Status: Aufstellungsbeschluss gefasst
Tanklager Lankwitz: Wohnen soll einen großen Teil der Fläche einnehmen
Erste Überlegungen für eine Nachnutzung als gemischt genutztes Quartier hatte der Bezirk bereits 2024 entwickelt. Auch der Eigentümer des Geländes ließ parallel Untersuchungen für eine Wohnungsbauentwicklung durchführen. Das bestehende Planungsrecht erlaubt eine solche Entwicklung allerdings nicht, weshalb nun ein neues Bebauungsplanverfahren erforderlich ist.
Der Bebauungsplan 6-51 soll die Voraussetzungen für ein größeres Wohnquartier mit ergänzenden Gewerbeflächen schaffen. Hinzu kommen Flächen für Gemeinbedarf und wohnungsnahes Grün. Wie das Bezirksamt mitteilt, steht dabei ein möglichst hoher Wohnanteil auf dem Areal im Mittelpunkt.

Das Tanklager am Teltowkanal wurde bis zuletzt von der Oiltanking Deutschland GmbH für die Lagerung und den Umschlag von Mineralölen genutzt. / © Wikimedia Commons, Babewyn, CC BY-SA 4.0
Neues Quartier am Teltowkanal: Verkehr, Grün und Umwelt werden Teil der Planung
Nach Angaben des Bezirksamts müssen im weiteren Verfahren zahlreiche Fragen geklärt werden. Dazu gehören unter anderem der Umgang mit dem bestehenden Wall auf dem Gelände, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sowie die städtebauliche Gestaltung des künftigen Quartiers.
Auch Umwelt- und Naturschutzbelange sollen in die Planung einfließen. Welche konkreten Gebäude, Nutzungen und Freiräume auf dem Gelände entstehen können, steht deshalb noch nicht fest. Die genaue Zahl der Wohnungen lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls noch nicht beziffern.
Industrielle Nutzung ist beendet: Bebauungsplanverfahren startet
Mit dem Aufstellungsbeschluss beginnt zunächst das eigentliche Bebauungsplanverfahren. Im weiteren Verlauf sind Untersuchungen, Abstimmungen und Beteiligungsmöglichkeiten vorgesehen. Über entsprechende Formate will das Bezirksamt zu gegebener Zeit informieren.
Für das ehemalige Tanklager bedeutet der Beschluss damit einen wichtigen Wechsel: Die industrielle Nutzung ist beendet, nun wird die Fläche schrittweise für eine neue städtebauliche Nutzung vorbereitet. Bis tatsächlich gebaut werden kann, sind jedoch weitere Planungs- und Genehmigungsschritte notwendig.
Quellen: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, Abgeordnetenhaus Berlin, Drucksache 19 / 25 698, Schriftliche Anfrage, Oiltanking Deutschland GmbH & Co. KG, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
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