Im Sumatra-Kontor in der Hamburger HafenCity hat die Eigentümerin mehrere langfristige Mietverträge abgeschlossen. Die neuen Nutzer stärken den Nutzungsmix des Gebäudes und bestätigen die anhaltende Nachfrage nach Büroflächen im Überseequartier.
© Fotos: IMAGO, imagebroker
Die Real I.S. AG hat im „Sumatra-Kontor“ in der Hamburger „HafenCity“ drei neue Mietverträge abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 1.650 Quadratmeter Fläche langfristig vergeben. Die Abschlüsse verteilen sich auf unterschiedliche Nutzungen und zeigen, dass der Standort weiterhin gefragt ist. Gleichzeitig verdeutlichen sie, dass Unternehmen auf gut angebundene Bürostandorte mit urbanem Umfeld setzen.
Künftig nutzt der Personaldienstleister YER Deutschland rund 810 Quadratmeter Bürofläche. Ein Venture-Capital-Unternehmen bezieht etwa 750 Quadratmeter. Ergänzt wird das Nutzungsspektrum durch den Gastronomieanbieter Kaspar Schmauser, der eine rund 100 Quadratmeter große Fläche anmietet. Damit kommen Akteure aus Personalwirtschaft, Finanzbranche und Gastronomie an einem Standort zusammen.
Gebäudeprofil des Sumatra-Kontors und Nutzungsmix im Überseequartier: Arbeiten, Wohnen und Nahversorgung
Der „Sumatra-Kontor“ ist eine zehngeschossige Mixed-Use-Immobilie mit mehr als 30.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. Das Gebäude wurde 2010 fertiggestellt und vereint Büro-, Einzelhandels- und Wohnnutzungen. Zum Objekt gehören 86 Wohnungen sowie rund 450 Pkw-Stellplätze. Die Handelsflächen im Erdgeschoss übernehmen eine wichtige Nahversorgungsfunktion für das Quartier.
Das Gebäude liegt im nördlichen Teil des Überseequartiers zwischen Speicherstadt und Elbufer. Über den nahegelegenen U-Bahnhof Überseequartier besteht eine direkte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Zudem befinden sich mit dem „Westfield-Center“, dem Grasbrookpark und der Norderelbe zentrale Freizeit- und Erholungsangebote im direkten Umfeld. Dadurch ist der Standort eng in die städtebauliche Struktur der „HafenCity“ eingebunden.
Architektur und historische Bezüge im Überseequartier: Gestaltung und Namensgebung
Entworfen wurde der „Sumatra-Kontor“ von EEA erick van egeraat associated architects. Das Gebäude prägt das Quartier durch seine geneigte Aluminium-Glas-Fassade, eine bewegte Fensteranordnung sowie farbigen Sandstein. Großzügige Fensterflächen sorgen für helle Innenräume und eine gute Belichtung der Büroflächen. Nach Angaben der Eigentümerin werden die Flächen renoviert an neue Mieter übergeben.
Der Name verweist auf die historischen Handelsbeziehungen Hamburgs zur kolonialisierten indonesischen Insel Sumatra. Im Überseequartier greifen zahlreiche Gebäude diese maritime Tradition auf und erinnern an frühere Handelsrouten. Auf diese Weise verbindet das Quartier moderne Nutzungen mit der Geschichte Hamburgs als Handelsmetropole. Was jedoch nicht ganz unkritisch zu sehen sein sollte.
Eigentümerstruktur und langfristige Perspektive für das Kontorhaus: Asset-Management und Standortstrategie
Die Real I.S. AG hatte den „Sumatra-Kontor“ 2018 für ein Individualmandat erworben. Das Unternehmen ist seit mehr als 30 Jahren im Bereich Immobilien-Investments tätig und zählt zu den etablierten Asset-Managern in Deutschland. Ein Großteil des verwalteten Portfolios ist gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung klassifiziert.
Aus Sicht der Eigentümerin bestätigen die aktuellen Vermietungen die langfristige Standortstrategie. Der Nutzungsmix aus Arbeiten, Wohnen und Versorgung sowie die zentrale Lage innerhalb der „HafenCity“ tragen zur Stabilität des Objekts bei. Damit bleibt der „Sumatra-Kontor“ ein wichtiger Bestandteil des Überseequartiers und ein Beispiel für die nachhaltige Entwicklung gemischt genutzter Immobilien in Hamburg.
Quellen: immobilienmanager, Real I.S. AG,
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