Im Südosten Berlins steht die nächste S-Bahn-Sperrung an: Ab Dienstag, 18. August, fahren zwischen Treptower Park und Schöneweide für knapp zwei Wochen keine Züge. Grund sind Arbeiten am elektronischen Stellwerk Schöneweide.

Am S-Bahnhof Baumschulenweg weisen derzeit Schilder auf die Sperrungen und Umleitungen hin. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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Zum Ende der Sommerferien müssen sich Fahrgäste im Südosten Berlins erneut auf veränderte Wege einstellen. Ab Dienstag, 18. August, um 4 Uhr wird die S-Bahn-Strecke zwischen Treptower Park und Schöneweide gesperrt. Bis zum 31. August um 1.30 Uhr ist dort kein Zugverkehr möglich. Für die betroffenen Abschnitte wird ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.
Betroffen sind mehrere S-Bahn-Linien. Die S8, S85 und S9 fahren zwischen Schöneweide und Treptower Park nicht. Die S46 und S47 sind ebenfalls von den Bauarbeiten betroffen. Ersatzbusse verbinden Schöneweide unter anderem mit Baumschulenweg, Plänterwald und Treptower Park. Eine weitere Buslinie fährt über Köllnische Heide und Sonnenallee bis nach Neukölln.
Änderungen auf mehreren Linien – auch Strecke zum BER betroffen
Auch auf weiteren Streckenabschnitten kommt es zu Anpassungen. Zwischen Grünau und Adlershof fahren S46 und S8 während der Bauarbeiten nur im 20-Minuten-Takt. Die S9 verkehrt zwischen Flughafen BER und Schöneweide; zwischen Treptower Park und Warschauer Straße entfällt der Zugverkehr. Die S-Bahn empfiehlt hier die Umfahrung über Ostkreuz.
Reisende zum Flughafen BER sollten die Einschränkungen ebenfalls berücksichtigen. Der Flughafen verweist für die Anreise auf den Flughafen-Express (FEX) und die Regionalzüge, die von den Bauarbeiten an der S-Bahn nicht betroffen sind.

Für Fahrgäste der S8 bedeutet die Sperrung zwischen Treptower Park und Schöneweide einen Umstieg auf den eingerichteten Ersatzverkehr mit Bussen. / © Foto: depositphotos.com
Berlin-Schöneweide: Arbeiten am Stellwerk laufen bis 2027
Hinter der Sperrung steht das seit 2024 laufende Großprojekt „Berlin-Schöneweide (ESTW S-Bahn)“. Dabei wird die Leit- und Sicherungstechnik im Südosten Berlins erneuert. Das Projekt soll voraussichtlich 2027 abgeschlossen werden. Die Fernbahngleise sind von den Arbeiten nicht betroffen.
Im Zuge des Projekts wird unter anderem das bisherige Zugsicherungssystem ersetzt. Die sogenannte mechanische Fahrsperre stammt aus den 1920er-Jahren und entspricht nach Angaben der Bahn nicht mehr den heutigen eisenbahnrechtlichen Anforderungen. Die elektronische Stellwerkstechnik soll künftig unter anderem Zugabstände, Geschwindigkeiten sowie das planmäßige Trennen und Wiedervereinigen von Zügen steuern.
Quellen: Verkehrsinformationszentrale Berlin, S-Bahn Berlin GmbH, DB InfraGO
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