Am Südkreuz entsteht mit dem Sinn-Campus ein Großprojekt der Berliner Stadtreinigungsbetriebe und berlinovo. Geplant sind ein Hochhaus, moderne Büroflächen und eine neue BSR-Zentrale bis 2029.

Spatenstich für das Hochhaus und die BSR-Zentrale am Südkreuz: Tobias Dollase (Bezirksstadtrat Tempelhof-Schöneberg), Caroline Oelmann (Geschäftsführung berlinovo), Dr. Christoph Vielhaber (Vorstand BSR), Stefan Evers (Senator für Finanzen in Berlin), Franziska Giffey (Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Berlin), Alf Aleithe (Geschäftsführung berlinovo), Andreas Thürmer (BSR). / © Foto: Photothek / Juliane Sonntag
© Titelbild / Visualisierung: Ippolito Fleitz Group, BSR, Berlinovo
Mit dem offiziellen Spatenstich haben die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) und die landeseigene Immobiliengesellschaft berlinovo den Bau des Sinn-Campus am Südkreuz begonnen. Das Projekt liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg auf dem Gelände eines ehemaligen Recyclinghofs, direkt neben dem etablierten EUREF-Campus. Bis 2029 entsteht hier ein neuer Standort für Verwaltung und Innovation – ein 17-geschossiges Hochhaus inklusive.
- Adresse: Ella-Barowsky-Straße / Wilhelm-Kabus-Straße, 10829 Berlin
- Bezirk: Tempelhof-Schöneberg
- Fertigstellung: 2029
- Hochhaus (berlinovo): 17 Geschosse (Baukosten: ca. 203 Mio. Euro)
- BSR-Zentrale: 7 Geschosse (Baukosten: ca. 142 Mio. Euro)
Die Berliner Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey erklärte beim Baustart, dass die BSR eine zentrale Rolle für das Funktionieren der Stadt spiele und der neue Standort diese Bedeutung auch räumlich widerspiegele. Finanzsenator Stefan Evers betonte, dass die Kooperation zwischen BSR und berlinovo ein Beispiel für die Zusammenarbeit landeseigener Unternehmen sei und der Campus-Gedanke gezielt Austausch und Innovation fördern solle.

So soll das geplante Hochhaus am Südkreuz und die BSR-Zentrale mal aussehen. Dahinter von links nach rechts: Jörn Oltmann (Bezirksbürgermeister Tempelhof-Schöneberg), Alf Aleithe (Geschäftsführung berlinovo), Stefan Evers (Senator für Finanzen in Berlin), Tobias Dollase (Bezirksstadtrat Tempelhof-Schöneberg), Franziska Giffey (Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Berlin), Dr. Christoph Vielhaber (Vorstand BSR), Caroline Oelmann (Geschäftsführung berlinovo), Andreas Thürmer (BSR). © Foto: Photothek / Juliane Sonntag
Sinn-Campus: Hochhaus und BSR-Zentrale prägen das Bauprojekt
Kern des Projekts ist ein 17-geschossiges Hochhaus, das berlinovo als Bürokomplex entwickelt und vermarktet. Auf rund 23.700 Quadratmetern entstehen flexible Büro- und Innovationsflächen. Ergänzt wird das Angebot durch etwa 1.200 Quadratmeter für Gastronomie und Gewerbe. Durch die direkte Lage am Verkehrsknotenpunkt Südkreuz gilt der Standort als gut angebunden.
Parallel dazu baut die BSR auf einem zweiten Grundstücksteil ihre neue Unternehmenszentrale. Das Gebäude umfasst sieben Geschosse mit einer Bruttogrundfläche von etwa 27.700 Quadratmetern. Rund 1.000 Beschäftigte arbeiten dort künftig. Die Investitionskosten liegen laut Planung bei rund 142 Millionen Euro für die BSR-Zentrale und etwa 203 Millionen Euro für den Bürokomplex.
Nachhaltige Bauweise im Fokus des Sinn-Campus
Das Bauprojekt setzt konsequent auf nachhaltige Bauweise. Die Gebäude entstehen in Holzhybridbauweise und nutzen recycelte sowie natürliche Materialien. Ergänzend kommt ein Energiekonzept zum Einsatz, das Geothermie, Wärmepumpen und Photovoltaik integriert. Auch Regenwassermanagement spielt eine Rolle in der Planung.
Mit dem Sinn-Campus entsteht am Südkreuz ein weiterer Baustein in einem bereits stark entwickelten Infrastruktur- und Energiecluster. Die Nähe zum EUREF-Campus verstärkt die Bedeutung des Standorts für Forschung, Wirtschaft und urbane Entwicklung.
BSR-Zentrale und berlinovo-Hochhaus (Tempelhof-Schöneberg)
Quellen: Ippolito Fleitz Group, BSR, Berlinovo
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2 Kommentare
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Braucht wirklich kein Mensch. Die Ecke ist voll von unnötigen Büros. Bezahlbarer Wohnraum oder Erhalt des Quartiers wäre ein sinnvolles Ziel. Der S!nnlos Campus hilft niemandem der dort wohnt weiter.
warum wurde dafür nicht das Hochhaus in Steglitz genutzt, was seit Jahren im Baustopp steht?
wir brauchen Wohnungen, und das bisherige Wahrzeichen für Schöneberg sollte das Rathaus und der Gasometer bleiben