Nach den schweren Sturmschäden in Reinickendorf arbeitet das Straßen- und Grünflächenamt weiterhin unter Hochdruck an der Beseitigung der Gefahrenstellen. Dank stabilerer Wetterlage konnten die Einsätze zuletzt ausgeweitet werden, erste Flächen und Einrichtungen sind wieder zugänglich. Dennoch bleiben viele Bereiche aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Umgeknickter Baum nach Sturm in Berlin.

Am 26. Juni richtete ein Sturm in Berlin schwere Schäden an. Tausende Bäume wurden entwurzelt oder umgeknickt, viele wiesen Kronen- und Astbrüche auf. Umgestürzte Bäume blockierten seither Straßen und Wege in vielen Bezirken Berlins. / © Foto: Depositphotos.com

© Fotos: Depositphotos.com

 

ANZEIGE

Das Straßen- und Grünflächenamt Reinickendorf ist weiterhin täglich im Einsatz, um die zahlreichen Sturmschäden zu beseitigen. Nach Angaben des Bezirksamts lässt das aktuell stabile Wetter eine Ausweitung der Arbeiten auf zuvor unzugängliche Flächen zu. Seiltechniker der Polizei entfernen lose Äste aus Baumkronen, um unkontrollierte Abstürze zu verhindern. Bleibt das Wetter beständig, sollen weitere Flächen zeitnah gesichert werden.

Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) sprach von bislang 1.126 eingegangenen Schadensmeldungen und betonte die Dimension des Unwetters. Sie lobte insbesondere die 2. Technische Einsatzeinheit der Berliner Polizei, die mit Spezialtechnik und erfahrenen Seilkletterern gefährliche Schäden am Tegeler Fließ beseitigt habe. Diese Arbeit habe wesentlich zur Sicherung des stark frequentierten Wanderwegs beigetragen.

Polizeiunterstützung, gesicherte Absperrungen und erste Flächen in Reinickendorf wieder zugänglich

Auch in den kommenden Tagen wird die Berliner Polizei den Bezirk mit Spezialtechnik unterstützen. Trotz sichtbarer Fortschritte bleiben einige Bereiche gesperrt. Positiv sei, so das Bezirksamt, dass ein Teil des Friedhofs Heiligensee wieder geöffnet werden konnte.

ANZEIGE

Um die bestehenden Absperrungen zu sichern, kontrollieren Mitarbeitende des Allgemeinen Ordnungsdienstes (AOD) diese täglich und erneuern sie bei Bedarf. So soll verhindert werden, dass Unbefugte in gefährliche Bereiche gelangen. Die Sportanlage im Göschenpark konnte bereits vollständig freigegeben werden und steht wieder für den regulären Betrieb zur Verfügung.

Über 30 Schulen und mehrere Jugendeinrichtungen nach Sturmschäden wieder geöffnet

Auch im Bildungsbereich gibt es Fortschritte. Mehr als 30 Schulen, darunter Grundschulen, Gymnasien und Förderschulen, sind nach der Beseitigung von Sturmschäden wieder nutzbar. Dazu zählen unter anderem die Albrecht-Haushofer-Oberschule, die Grundschule am Schäfersee und das Humboldt-Gymnasium.

Zudem sind die Jugendeinrichtungen „Streethouse“ in der Schluchseestraße und das Medienkompetenzzentrum „meredo“ in der Namslausstraße wieder zugänglich. Das Bezirksamt betont, dass die Wiedereröffnung dieser Einrichtungen ein wichtiger Schritt für das öffentliche Leben im Bezirk sei.

ANZEIGE

Appell an die Bevölkerung und Ausblick auf die weiteren Aufräumarbeiten im Bezirk Reinickendorf

Trotz der Fortschritte appelliert Bezirksbürgermeisterin Demirbüken-Wegner an die Vernunft der Bevölkerung. Sie wies darauf hin, dass die Absperrungen dem Schutz der Gesundheit dienen und nicht entfernt werden dürften. Mehr Sicherheit bedeute weniger Unfälle, so die Bürgermeisterin.

Die Arbeiten zur vollständigen Beseitigung der Sturmschäden werden voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Das Bezirksamt kündigte an, weiterhin regelmäßig über den Fortschritt zu informieren.

Quellen: Bezirksamt Reinickendorf, Berlin.de

ANZEIGE

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.