Die geplante Neugestaltung des Strausberger Platzes verzögert sich weiter. Vor allem die notwendige Sanierung des U5-Tunnels unter dem zentralen Brunnen wirkt sich auf den Zeitplan aus. Wann die Arbeiten beginnen und der Brunnen wieder in Betrieb geht, ist derzeit offen.

Blick auf den Strausberger Platz mit dem zentralen Brunnen das Kunstwerk ist aktuell abgebaut.

Der Brunnen am Strausberger Platz wurde im Zuge der geplanten Sanierung und der notwendigen Arbeiten am darunterliegenden BVG-Tunnel abgebaut. Das Kunstwerk „Schwebender Ring“ von Fritz Kühn soll nach Abschluss der Maßnahmen denkmalgerecht wiedererrichtet werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: Wikimedia Commons, H.Helmlechner, CC BY-SA 4.0 

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Am Strausberger Platz in Friedrichshain arbeitet das Bezirksamt weiterhin an der geplanten Sanierung und Neugestaltung. Der Platz gehört zur denkmalgeschützten Karl-Marx-Allee und besitzt als Ensemble der Nachkriegsmoderne eine besondere städtebauliche Bedeutung. Im Zentrum steht der Brunnen von 1967 mit dem Kunstwerk „Schwebender Ring“ des Metallkünstlers Fritz Kühn, das den Platz bis heute prägt.

Derzeit erarbeitet das Bezirksamt die Ausführungsplanung, während gleichzeitig intensive Abstimmungen mit der Denkmalpflege stattfinden. Grundlage dafür ist eine bereits abgestimmte denkmalpflegerische Zielplanung, die den Umgang mit der historischen Substanz definiert und die weitere Planung steuert. Aktive Bauarbeiten haben bislang jedoch nicht begonnen, da zunächst diese Planungsphase abgeschlossen werden muss.

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Zeitplan für die Neugestaltung des Strausberger Platzes: Sanierung des BVG-Tunnels verzögert den Bauablauf

Der Zeitplan für das Projekt hat sich inzwischen verschoben, da unterhalb des Brunnens ein U-Bahntunnel der BVG saniert werden muss. Diese Maßnahme beeinflusst den gesamten Ablauf, denn sowohl der Baubeginn als auch die Wiederinbetriebnahme des Brunnens hängen unmittelbar von der Dauer dieser Arbeiten ab.

Zwar stimmen Bezirksamt und BVG aktuell einen gemeinsamen Ablaufplan ab, allerdings liegt dieser noch nicht vor. Deshalb lässt sich derzeit nicht abschätzen, wann die Bauarbeiten starten können. Eine Fertigstellung bis 2027 erscheint inzwischen kaum noch realistisch.

Freiraumgestaltung am Strausberger Platz: Wiederherstellung der Anlage und neue Aufenthaltsqualitäten geplant

Für die Neugestaltung orientiert sich das Bezirksamt am historischen Vorbild der Anlage. Auf der Mittelinsel soll die ursprüngliche Betonplattenfläche mit integrierten Pflanzbereichen wiederhergestellt werden, während gleichzeitig die verlorengegangenen Rabatten rund um den Brunnen wieder hergestellt werden sollen. Ergänzend dazu werden die Rasenflächen erneuert, sodass sich das ursprüngliche Erscheinungsbild stärker abzeichnet.

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Auch die Seitenbereiche des Platzes erfahren eine Überarbeitung. Dort erneuert das Bezirksamt die Grünflächen und ergänzt sie um niedrige Schutzgitter, während in den Sitznischen Parkbänke nach historischem Vorbild vorgesehen sind. Zusätzlich entstehen neue Fahrradanlehnbügel. Auch die Karl-Marx-Büste wird saniert und neu Bepflanzt. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität deutlich zu verbessern.

Modernisierung der Brunnenanlage: Technische Erneuerung und Klimaanpassung am Strausberger Platz

Neben der gestalterischen Aufwertung steht auch die technische Infrastruktur im Fokus. Die gesamte Brunnenanlage wird umfassend erneuert, dazu zählen die Brunnenstube, das Becken sowie die Wassertechnik. Gleichzeitig planen die Beteiligten, vorhandene Synergieeffekte zu nutzen, indem beispielsweise Energie aus der Umwälzpumpe für die Beleuchtung eingesetzt wird.

Parallel dazu entwickelt das Bezirksamt ein Konzept für eine klimaangepasste Begrünung. Dabei sollen widerstandsfähige, insektenfreundliche und möglichst pflegearme Pflanzen zum Einsatz kommen. Die konkreten Maßnahmen befinden sich derzeit noch in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt, sodass sich auch hier die endgültige Ausgestaltung erst in den kommenden Planungsphasen klären wird.

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Quellen: Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Nachhaltige Erneuerung / Berlin.de, Atelier Achim Kühn

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