Das ambitionierte Umbauprojekt der Petersburger Straße in Berlin-Friedrichshain ist ein Verkehrsprojekt im XXL-Format, mehr Flächen für Fußgänger und Radfahrende sollen entstehen. Ein Baustellenbesuch zeigt erste sichtbare Fortschritte, auch wenn die Straße noch weit von ihrer finalen Gestaltung entfernt ist.

Friedrichshain: Derzeit läuft der großformatige Umbau der Petersburger Straße, der vor allem mehr Flächen für Fußgänger und Radfahrende bringen soll. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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In Berlin-Friedrichshain hat im September 2024 der Umbau der Petersburger Straße begonnen, eines der größten und ambitioniertesten Verkehrsprojekte im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Ziel ist es, die viel befahrene Nord-Süd-Verbindung zwischen Prenzlauer Berg und Friedrichshain sicherer und moderner zu gestalten. Insbesondere die bisher schmalen und maroden Radwege sollen auf eine Breite von 2,50 Metern erweitert und durch Grünstreifen von Fußwegen und Parkflächen getrennt werden.

Besonders prägend für das Projekt ist die Verringerung der Fahrspuren und Parkplätze. Wo einst drei Fahrspuren pro Richtung verliefen, wird es künftig nur noch zwei geben. Die Parkplätze am Mittelstreifen weichen dann neuen Grünflächen, während das Parken künftig längs zur Fahrbahn erfolgen soll. Der Umbau betrifft eine Strecke von 880 Metern und wird voraussichtlich rund drei Jahre in Anspruch nehmen.

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Baustellenbesuch: Sandflächen und Bauzäune prägen das Bild

Vor Ort zeigt sich, dass der Umbau in vollem Gange ist, auch wenn die Arbeiten noch weit von ihrer Fertigstellung entfernt sind. Glatte, vorbereitete Sandflächen ersetzen doch schon jetzt den alten Asphalt und markieren die Basis für die künftigen Radwege und Gehwege. Die Ausmaße des Verkehrsprojekts sind durchaus beeindruckend, die Auswirkungen auf den laufenden Autoverkehr sind es ebenfalls.

Der Verkehr wird während der Bauarbeiten weiterhin über die westliche Fahrbahn geleitet, wobei pro Richtung eine Spur zur Verfügung steht, was immer wieder zu Stau führt. Die Tramlinie M10, die zwischen Warschauer Straße und Turmstraße verkehrt, fährt jedoch im regulären Betrieb weiter.

Petersburger Straße im Umbau: Gründliche Vorbereitung für eine nachhaltige Zukunft

Das Projekt an der Petersburger Straße soll Modellcharakter für Berlins Radverkehrsentwicklung haben. Es zeigt, wie komplex, aber notwendig die Umgestaltung zentraler Verkehrsachsen ist, um eine nachhaltigere und sicherere Mobilität zu ermöglichen. Dennoch bleibt viel zu tun: Die Baustelle wird den Kiez noch mindestens zwei weitere Jahre prägen.

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Erst wenn die Bauzäune verschwunden sind, wird sich zeigen, ob das Projekt den hohen Erwartungen gerecht wird. Bis dahin bleibt es ein Balanceakt zwischen Fortschritt und Einschränkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner.

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Quellen: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Berliner Morgenpost, Architektur Urbanistik Berlin, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Wikipedia

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2 Kommentare

  1. Baumbart 22. Dezember 2025 at 08:53 - Reply

    Teilweise geht es recht schnell voran, dann passiert wieder längere Zeit weniger.

    Spannend wird der Übergang zur Kreuzung Petersburger/Danziger. Aber zuvor folgt nach Abschluss der einen Seite die andere hin zum Petersburger Platz.

  2. Tim 16. Februar 2026 at 10:37 - Reply

    Es ist seit 2 Monaten nichts passiert und die Baustelle verdreckt immer weiter.
    Dass länger nichts passiert, war teilweise mit den schlechten Witterungsbedingungen nachzuvollziehen. Aber mittlerweile kann es auch mal weitergehen, das ursprünglich geplante Datum ist bei diesem (Schnecken-)tempo nicht zu halten und die Straße wird so erst 2028 erst wieder vollständig eröffnet werden.

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