An der Storkower Straße in Prenzlauer Berg sind die Bürogebäude SPARK und SCALE fertig und bezogen. Mit einem Straßenfest hat Townscape den Abschluss des Projekts gefeiert. Im Gespräch zog die Geschäftsführung Bilanz und blickte auf offene Fragen am Standort.

Mit dem Straßenfest am 30. September 2026 feierte Townscape den Einzug der Mieter und den Abschluss der Arbeiten im Straßenraum. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: Koy + Winkel
Der Berliner Projektentwickler Townscape hat am Mittwoch, 30. September 2026, an der Storkower Straße in Prenzlauer Berg ein Straßen- und Nachbarschaftsfest gefeiert. Auf dem Boulevard zwischen den Bürogebäuden SPARK und SCALE kamen Mieterinnen und Mieter, Nachbarinnen und Nachbarn sowie Projektpartner zusammen. Bei Musik, Essen und Getränken nutzten viele Gäste einen der letzten warmen Tage des Jahres.
Anlass war der Abschluss des Projekts. Townscape feierte damit zwei Meilensteine. Zum einen sind mit BASF und der Deutschen Post AG die ersten Mieter eingezogen. Zum anderen sind die Arbeiten im Straßenraum weitgehend beendet. Damit markiert das Fest die letzten Schritte des Projekts.
Büros an der Ringbahn in Prenzlauer Berg: Townscape sieht stabile Nachfrage
Thomas Schiffer, Managing Partner bei Townscape, beschreibt den Berliner Büromarkt als komplex. Am Ring gebe es aber weiterhin Nachfrage nach Büroflächen. Als Vorteil nennt er die Anbindung an die Ringbahn und die Lage in Prenzlauer Berg, einem gefragten Wohnviertel. Zudem lägen die Mieten unter dem Niveau der City West oder der Mediaspree. Dadurch erhielten auch Start-ups und jüngere Unternehmen Zugang zu hochwertigen Flächen.
Insgesamt steigt der Leerstand in Berlin allerdings weiter. JLL bezifferte die Leerstandsquote im zweiten Quartal 2026 auf 8,6 Prozent, DIP kam zur Jahresmitte auf 8,9 Prozent. Gleichzeitig konzentriert sich die Nachfrage zunehmend auf moderne und hochwertige Flächen. Unsicherheit bringt der geplante Stellenabbau bei BASF, denn der Konzern will Aufgaben aus Berlin nach Indien und Malaysia verlagern. Signale für eine Flächenrückgabe gebe es bisher jedoch nicht, so Schiffer.

Townscape hat SCALE und SPARK gemeinsam mit Gateway Real Estate entwickelt. Der Entwurf der Gebäude stammt von K6 Architekten. / © Foto: Koy + Winkel
Holz-Hybridbau an der Storkower Straße: Höhere Kosten, bewusste Entscheidung
Das zuletzt fertiggestellte Gebäude SPARK hat Townscape in Holz-Hybridbauweise errichtet. Die Geschossdecken bestehen dabei aus einem Verbund aus Holz und Beton. Stahlträger, die in die Decken integriert sind, leiten die Lasten ab. Die schlanken Decken sparen an Gebäudehöhe. Außerdem wuchs der Bau durch die Bauweise zügig, alle vier Wochen kam ein neues Geschoss hinzu. Das Gebäude erhielt eine DGNB-Zertifizierung in Gold.
Mit dieser Entscheidung ist Townscape nach eigenen Angaben zufrieden. Die Bau- und Planungskosten seien zwar höher gewesen. Trotzdem würde das Unternehmen wieder so bauen, sagt Schiffer. Neben der Nachhaltigkeit spreche dafür auch die Wirkung der Räume, da das Holz den Flächen eine wärmere Atmosphäre verleihe. Zudem sind insbesondere nachhaltig gebaute Flächen gefragt.

SPARK ist in Holz-Hybridbauweise entstanden. Das Gebäude erhielt eine DGNB-Zertifizierung in Gold. / © Foto: Koy + Winkel
Straßenraum und Nachbarfläche am Boulevard: Was noch offen ist
Die Erschließung des Geländes ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Als letzten Schritt will Townscape noch einige Bäume pflanzen. Außerdem hat das Unternehmen nachgerüstet und eine Versickerungsgrube in das Entwässerungssystem integriert. Sie hält Regenwasser vor Ort und soll den Straßenraum nach dem Schwammstadtprinzip besser auf Hitze und Starkregen vorbereiten.
Offen bleibt dagegen die Zukunft des Nachbargrundstücks. Derzeit dient die Schotterfläche als Parkplatz. Townscape habe Interesse an dem Areal gehabt, sagt Schiffer. Zu einem Erwerb sei es jedoch nicht gekommen. Nach seinen Angaben wollte der Eigentümer, ein Hamburger Projektentwickler, das Grundstück nicht verkaufen. Was dort in den nächsten Jahren entsteht, ist bislang unklar.
Quellen: Townscape One Development, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost, Goldbeck
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