Am Blockdammweg in Karlshorst baut die BVG eine neue Anlage für die Straßenbahnlinie 21. Die Arbeiten laufen bis voraussichtlich November 2026 und betreffen auch die Ehrlichstraße.

Das Bild zeigt die Baustelle der neuen BVG-Zwischenendstelle am Blockdammweg in Karlshorst. Vor Straßenschildern für Blockdammweg und Ehrlichstraße liegen große Sandaufschüttungen, während im Hintergrund Baugeräte für die neue Straßenbahn-Anlage arbeiten.

Bauarbeiten am Blockdammweg in Karlshorst: Die BVG errichtet hier eine neue Zwischenendstelle für die Straßenbahnlinie 21 nahe der Ehrlichstraße. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Am Blockdammweg in Karlshorst baut die BVG eine neue Zwischenendstelle für die Straßenbahnlinie 21. Die Anlage soll künftig Fahrten aus Richtung Friedrichshain und Rummelsburg am Blockdammweg enden und wieder beginnen lassen. Noch bis November 2026 ist der Blockdammweg auf Höhe der Hausnummern 63-75 deshalb eine Baustelle.

  • Bezirk: Lichtenberg
  • Bereich: Blockdammweg 63–75
  • Maßnahme: Neue Zwischenendstelle für die Straßenbahnlinie 21
  • Bauzeit: 2. März bis voraussichtlich 1. November 2026
  • Betroffene Linie: Straßenbahn 21

Die Arbeiten laufen seit dem 2. März 2026 und sollen nach aktuellem Stand bis zum 1. November 2026 dauern. Die Straßenbahn muss dort künftig einen ansteigenden Bereich erreichen, um an der neuen Anlage wenden zu können. Dazu sind derzeit großflächig Straßenbereiche aufgerissen.

Das Bild zeigt ein Baustellenschild der BVG am Blockdammweg in Karlshorst mit Angaben zum Bau der neuen Straßenbahn-Anlage. Im Hintergrund stehen Bagger, Absperrungen und Baustellenmaterial.

Ein Baustellenschild informiert am Blockdammweg in Karlshorst über den Bau der neuen BVG-Zwischenendstelle für die Straßenbahnlinie 21. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Neue BVG-Zwischenendstelle am Blockdammweg

Die BVG begründet den Bau mit dem wachsenden Verkehrsbedarf in Karlshorst, der „Parkstadt Karlshorst“ und der Rummelsburger Bucht. Auf der Linie 21 gilt bisher ein 20-Minuten-Takt. Für eine dichtere Taktung braucht die BVG zusätzliche Wendemöglichkeiten.

Die vorhandene Wendeschleife westlich der Haltestelle Blockdammweg lässt sich nur aus Richtung S Schöneweide beziehungsweise S Karlshorst nutzen. Bahnen aus Richtung Friedrichshain oder Rummelsburg können dort regulär nicht wenden.

Die neue Zwischenendstelle soll diese betriebliche Lücke schließen. Sie umfasst eine Kehranlage. Damit können Straßenbahnen am Blockdammweg künftig auch aus Richtung Friedrichshain enden und wieder starten. Für Fahrgäste soll sich am Einstieg nichts ändern. Der Ein- und Ausstieg bleibt an den bestehenden Haltestellen Blockdammweg.

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Das Bild zeigt eine Straßenbahn in der bestehenden Wendeschleife westlich des Blockdammwegs in Karlshorst. Die Anlage kann bislang nur aus Richtung Schöneweide beziehungsweise Karlshorst angefahren werden.

Die bestehende Wendeschleife westlich des Blockdammwegs in Karlshorst dient bereits der Straßenbahn, reicht für geplante Taktverdichtungen jedoch nicht aus. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Neubau BVG-Anlage am Blockdammweg: Sperrungen und Ersatzverkehr

Parallel erneuert die BVG Gleisanlagen in der Ehrlichstraße. Diese Arbeiten laufen vom 26. Mai bis voraussichtlich 6. September 2026 zwischen Blockdammweg / Ehrlichstraße und Ehrlichstraße / Heiligenberger Straße. Die BVG nutzt dafür denselben Sperrzeitraum, der durch den Bau der Zwischenendstelle entsteht.

Zwischen dem 26. Mai und 6. September 2026 fährt die Linie 21 abschnittsweise deshalb nicht durch. Die BVG richtet Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Holteistraße und Traberweg ein. Die Linie 21 fährt zunächst zwischen Betriebshof Weißensee und Holteistraße, danach zwischen S+U Lichtenberg / Gudrunstraße und Holteistraße. Ab Traberweg besteht Ersatz mit den Linien M17 und 37 in Richtung S Schöneweide. Auch die Nachtbuslinie N40 fährt zeitweise über geänderte Strecken.

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Das Bild zeigt Bauarbeiten am Blockdammweg in Karlshorst mit Holzmaterial, Absperrungen und Baufahrzeugen auf dem Gelände der neuen BVG-Anlage für die Straßenbahn.

Auf der Baustelle am Blockdammweg in Karlshorst laufen Arbeiten für die neue BVG-Zwischenendstelle der Straßenbahnlinie 21. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

BVG-Baustelle: Auswirkungen auf Karlshorst und das Umfeld

Für den Autoverkehr entstehen noch größere Einschränkungen. Der Blockdammweg ist je nach Bauphase teilweise gesperrt. Zwischen dem 26. Mai und 6. September 2026 erweitert sich die Sperrung auf den Kreuzungsbereich Blockdammweg/Ehrlichstraße bis zur Trautenauer Straße.

Der Verkehr wird über Hönower Wiesenweg, Treskowallee und Rummelsburger Landstraße umgeleitet. Für den Ersatzverkehr werden unter anderem Hönower Wiesenweg, Georg-Klingenberg-Straße, Wandlitzstraße und Müritzstraße zeitweise als Einbahnstraßen geführt.

Direkt neben der BVG-Baustelle entsteht am Blockdammweg 63 ein neues Ärztehaus. Der Neubau umfasst sechs Geschosse und soll Praxisflächen, Co-Praxis-Angebote, Gesundheitsdienstleistungen und Gewerbe aufnehmen. Direkt gegenüber soll ein Nahversorgungszentrum gebaut werden. Zudem soll in unmittelbarer Nähe auf dem Gelände einer ehemaligen Tankstelle ein Wohn-Hochhaus gebaut werden. Damit wächst Karlshorst rund um den Blockdammweg weiter.

Neue BVG-Anlage am Blockdammweg

Quelle: BVG, Parkstadt Karlshorst

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6 Kommentare

  1. Frank N. 23. Mai 2026 at 04:09 - Reply

    Dank des roten Senats in den 90er Jahren und der übernahm der BVB durch die BVG wurde solche Gleisschleifen alle zurück gebaut.
    Diese Gleisschleife war zu DDR Zeiten von beiden Seiten anfahrbar, hatte zwei Gleise und sogar eine Betriebskantine. Man war aber der Meinung, da könne man reichlich sparen, wenn so etwas zurück gebaut wird. Seit Jahren fällt diese damalige Entscheidung der BVG bei Störungen und Bauarbeiten auf die Füße, wenn sie solche Möglichkeiten nicht hat. Ebenfalls die vielen Gleiswechsel im Streckennetz, die ebenfalls zurück gebaut wurden und bei Störungen ein Kürzen auf der Strecke nicht möglich machen und eine Linie viel weiter zurückgezogen werden muss.

    • Dase 25. Mai 2026 at 23:07 - Reply

      Die Befahrbarkeit aus Richtung Rummelsburg nützt nur nichts, wenn man damit den absoluten Aufkommensschwerpunkt am Blockdammweg knapp verpasst. Absolut sinnvoll, dass dieser künftig bei Verkürzungen aus beiden Richtungen angefahren werden kann.

  2. Baumbart 23. Mai 2026 at 18:18 - Reply

    Ein gewisser Lichtblick und Fortschritt für den Berliner ÖPNV.

  3. Ulrich Seelemann 26. Mai 2026 at 12:18 - Reply

    Damit das Ganze Sinn bekommt, muss dann dringend die Strecke von der Marktstraße bis Bahnhof Ostkreuz verlängert werden, auch wenn die geplante Weiterführung noch Jahre vor dem Verwaltungsgericht liegen wird.

  4. D 5. Juni 2026 at 16:34 - Reply

    Ohne die Teilstrecke Marktstraße-Holteistraße ist das sowieso alles egal. Vielleicht kann man in 10 Jahren ja dann bequem in Berlin wohnen, wenn die Mieten sich nicht weiter türmen.

  5. Arnd Hellinger 5. Juni 2026 at 20:12 - Reply

    Die Maßnahme ist längst überfällig, kann ihre volle Wirkung aber erst entfalten, wenn die Neubaustrecke am Bahnhof Ostkreuz endlich einmal realisiert worden ist. Hierfür sollten auch die für Karlshorst, Rummelsburg sowie Friedrichshain-Südost gewählten Mitglieder des Abgeordnetenhauses in geeigneter Form Druck auf die Senatsverkehrsverwaltung ausüben, endlich die notwendige Planfeststellung zu erlassen – mehr als 8 Jahre Verwaltungsverfahren für gerade einmal 1.800m Straßenbahnstrecke sind einer deutschen Bundeshauptstadt schlicht unwürdig. München, Heidelberg etc. schaffen solche Genehmigungen in 2-3 Jahren…

    Zudem ist bedauerlich, dass die Sperrpause nicht genutzt wird, auch die übrigen Haltestellen in der Ehrlichstraße nach aktuellem Standard barrierefrei auszubauen.

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