In Mahlsdorf rückt der Ausbau der Straßenbahn näher. Die CDU unterstützt nun die Senatsvariante für die Tram 62. Wann der Ausbau beginnt, welche Einschränkungen kommen und wie der Zeitplan aussieht.

Das Bild zeigt den Eingang des S-Bahnhofs Mahlsdorf in Berlin-Mahlsdorf mit Stationsschild und S-Bahn-Logo. Der Bahnhof spielt eine wichtige Rolle beim geplanten Ausbau der Straßenbahn in Mahlsdorf und der besseren Anbindung der Tram 62.

Der S-Bahnhof Mahlsdorf gilt als zentraler Knotenpunkt für den geplanten Ausbau der Straßenbahn in Mahlsdorf. Die Tram 62 soll künftig näher an den Bahnhof heranrücken und die Verbindung im Ortskern verbessern. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild / Visualisierung: LocLab

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Nach jahrelangem Streit um die Verkehrslösung in Mahlsdorf steht der Ausbau der Straßenbahn politisch vor einer wichtigen Hürde weniger. Die CDU unterstützt nun die sogenannte Senatsvariante für den Ausbau der Tram 62 auf der Hönower Straße. Damit rückt die Umsetzung näher. Bis zu den Bauarbeiten wird es aber noch mehrere Jahre dauern.

  • Bezirk: Marzahn-Hellersdorf
  • Projekt: Verkehrslösung Mahlsdorf
  • Betroffene Linie: Tram 62
  • Strecke: S-Bahnhof Mahlsdorf bis Rahnsdorfer Straße
  • Ziel: Zweigleisiger Ausbau der Straßenbahn und stabilerer Takt

In Mahlsdorf fährt die Tram 62 zwischen dem S-Bahnhof Mahlsdorf und der Haltestelle Rahnsdorfer Straße bislang nur im 20-Minuten-Takt durch den Ortskern. Die Straßenbahn ist an mehreren Stellen auf nur einem Gleis unterwegs. Seit Jahren verfolgen Senat und BVG deshalb den Plan, die Strecke auszubauen und ein zweites Gleis auf der Hönower Straße zu verlegen.

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Die Visualisierung zeigt den geplanten Straßenbahn-Ausbau in Mahlsdorf mit einer zweigleisigen Tram 62, neuen Haltestellen, Radwegen und einer modernisierten Verkehrsführung entlang der Hönower Straße in Berlin-Mahlsdorf.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Ausbau der Straßenbahn in Mahlsdorf mit neuer Haltestelle, zweigleisiger Tram-Strecke und neu geordnetem Straßenraum entlang der Hönower Straße. / © Visualisierungen: LocLab

Mahlsdorf: CDU unterstützt nun den Straßenbahn-Ausbau

Doch die Verkehrslösung Mahlsdorf galt lange als politisch umstritten. Vor allem die CDU hatte sich gegen die Senatsvariante gestellt und andere Lösungen gefordert. Hintergrund war die geplante Verlagerung des Autoverkehrs auf die parallel verlaufende Straße An der Schule. Viele Anwohner der bislang ruhigen Wohnstraße hatten sich gegen den Ausbau ausgesprochen.

Nun unterstützt die CDU den Ausbau der Straßenbahn in Mahlsdorf doch. Mario Czaja und die Berliner Bildungssenatorin sowie Wahlkreisabgeordnete Katharina Günther-Wünsch erklärten, eine erneute Variantenprüfung würde das Projekt weiter verzögern und zusätzliche Kosten verursachen. Zudem habe die Verwaltung den bestehenden Planungsweg bereits weit vorangetrieben. Nach Darstellung der CDU hätten sich außerdem Lösungen für zentrale Sorgen von Anwohnern gefunden.

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Die Visualisierung zeigt den geplanten Straßenbahn-Ausbau in Mahlsdorf mit einer zweigleisigen Tram auf der Hönower Straße, neuen Radwegen, Gehwegen und einer modernisierten Straßenraumgestaltung im Ortskern von Mahlsdorf.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Ausbau der Straßenbahn in Mahlsdorf mit zweigleisiger Tram-Strecke, neuen Haltestellen und angepasster Verkehrsführung auf der Hönower Straße. / © Visualisierung: LocLab

Straßenbahn in Mahlsdorf: Neue Straße soll Verkehr aufnehmen

Nach der aktuellen Planung soll der Durchgangsverkehr künftig über die Straße An der Schule laufen. Damit will der Senat Platz schaffen, um die Straßenbahn auf der Hönower Straße zweigleisig auszubauen. Dafür muss die bisher schmale Straße An der Schule zunächst verbreitert und technisch angepasst werden.

Zur Entlastung des Wohngebiets sollen mehrere Maßnahmen greifen. Geplant sind unter anderem Bedarfsampeln vor der Integrierten Sekundarschule Mahlsdorf. Sie sollen nur bei tatsächlichem Bedarf auf Rot schalten, etwa zu Schulbeginn oder Schulende. Zudem sollen die Ampeln aufeinander abgestimmt werden, um längere Rückstaus im Wohngebiet zu vermeiden.

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Die Visualisierung zeigt den geplanten Verkehrsknoten am S-Bahnhof Mahlsdorf mit Straßenbahn-Ausbau, zweigleisiger Tram 62, Bushaltestellen, Radwegen und neuer Verkehrsführung im Ortskern von Mahlsdorf.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Ausbau der Straßenbahn am S-Bahnhof Mahlsdorf mit neuen Haltestellen, Busanbindung und zweigleisiger Strecke für die Tram 62. / © Visualisierungen: LocLab

Zeitplan für den Ausbau der Straßenbahn in Mahlsdorf

Bis die Straßenbahn in Mahlsdorf tatsächlich auf zwei Gleisen fährt, vergeht nach aktuellem Stand also noch eine Menge Zeit. Zunächst muss die Straße An der Schule ausgebaut werden. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich 2028 beginnen. Erst wenn der Autoverkehr dort rollen kann, startet der eigentliche Ausbau der Straßenbahn.

Derzeit bearbeiten Behörden die Einwendungen von Betroffenen im laufenden Verfahren. Klagen könnten den Zeitplan weiter verzögern. Stand heute soll die Straße An der Schule bis 2030 fertiggestellt sein. Danach könnte die BVG mit dem Ausbau der Tram-Strecke beginnen.

S Mahlsdorf

Quellen: Berliner Morgenpost, Berliner Senatsverwaltung, BVG

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4 Kommentare

  1. Mitte-Mitte-Anwohnerin 1. Juni 2026 at 17:23 - Reply

    Ein Tramprojekt geht voran? Wahlen im Nacken?
    Was ist eigentlich mit der Tram über die Leipziger Straße? Da war die Planung auch schon fast fertig und hatte bereits Millionen gekostet. Mit und ohne Leipziger Park.

  2. Erdbewohner 2. Juni 2026 at 07:52 - Reply

    Sowas passiert, wenn sich die CDU im Bezirk gehen die cdu im Senat stellt. Aber schön, dass hier am Ende Einsicht darüber herrscht, dass ein funktionierender ÖPNV Vorteile hat – auch für Autofahrer. Für die Anwohner der anderen Straße tut es mir leid, aber es zeigt wieder mal, dass das Auto als Verkehrsmittel in der Stadt eben auch mit Nachteilen (Lärm, Feinstaub, Abgase) kommt. Ich würde liebend gern 2000 Autos pro Stunde gegen eine Tram alle fünf Minuten tauschen.

  3. Erdbewohner 21 4. Juni 2026 at 11:13 - Reply

    @ Erdbewohner

    Die CDU und speziell der Herr Czaja hat sich komplett gegen das Projekt gestellt und somit den Bau erheblich verzögert. Ihr Argument, Kinder müssen geschützt werden. Erstmals sollten die Anwohner wichtig sein die leben dort ständig und erst dan die Kinder die jeden Tag um 8 da sind und um 14 Uhr nach hause gehen. Die sind schon groß genug um auf sich selber aufzupassen genau wie vor allen Schulen vor der Autos vorbei fahren. Seit jahren überqueren die Kinder die voll mit PKW, Tram und LKW belastete Hönower Str. nahe der Bus und Tram Haltestelle Wilhelmsmühlenweg ohne das es da eine Ampel oder einen Zebrastreifen gibt, also volle Gefahr, trotzdem war und ist das für die CDU dies anscheinend kein Problem!
    Einfach bekloppt was die gemacht haben. So viel geld und Zeit vergeudet.

  4. David 4. Juni 2026 at 16:52 - Reply

    Wurde schon geprüft ob vll eine Magnetschwebebahn nicht die bessere Alternative wäre???

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