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An der Straße der Pariser Kommune in Berlin-Friedrichshain entsteht ein neues Gebäudeensemble, das Wohnen, Arbeiten und kulturelle Nutzungen verbindet. Der Neubau setzt auf eine modulare Holz-Hybrid-Bauweise und gruppiert sich um einen begrünten Innenhof. Erste Visualisierungen zeigen, wie sich das Projekt künftig in den Stadtraum einfügen soll.

Neubau an der Straße der Pariser Kommune

Der Neubau verbindet Wohnen und Arbeiten in einem gemischten Gebäudeensemble und soll im Laufe des Jahres fertiggestellt werden. Mit seiner Holz- und Glasfassade setzt er einen klaren architektonischen Kontrast zu dem zuvor jahrelang verfallenen Plattenbau. / © Visualisierung: TCHOBAN VOSS Architekten

© Visualisierungen: TCHOBAN VOSS Architekten

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An der Straße der Pariser Kommune 20 A–E entsteht auf einem rund 3.300 Quadratmeter großen Grundstück ein neues Wohn- und Büroensemble. Geplant sind fünf Vollgeschosse sowie ein zurückgesetztes Staffelgeschoss. Zwei Wohnhäuser und ein Bürogebäude gruppieren sich U-förmig um einen gemeinschaftlichen Innenhof. Der Neubau soll den Blockrand schließen und nach Osten einen klaren städtebaulichen Abschluss bilden.

Mit insgesamt 60 Wohnungen ergänzt das Projekt das bestehende Wohnangebot im Umfeld des Ostbahnhofs. Hinzu kommen Büroflächen, Ateliers sowie Einzelhandelsnutzungen im Erdgeschoss. Die Mischung unterschiedlicher Nutzungen folgt dem Ansatz, Arbeiten, Wohnen und kreative Tätigkeiten räumlich enger zu verzahnen.

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Modulares Bürogebäude mit variablen Nutzungseinheiten an der Straße der Pariser Kommune

Das Bürogebäude wurde von Beginn an modular geplant. Die Grundrisse erlauben sowohl zusammenhängende Flächen als auch kleinteilige Einheiten. Durch einen zentralen Erschließungskern können pro Geschoss bis zu vier unabhängige Nutzungseinheiten entstehen. Damit reagiert die Planung laut Verantwortlichen auf wechselnde Anforderungen von Unternehmen und Kreativschaffenden. Zuvor wurde ein Plattenbau vollständig abgerissen. Das Gebäude mit fünf Aufgängen und bis zu sechs Etagen befand sich zuletzt in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand.

Im Erdgeschoss des Neubaus sind rund 800 Quadratmeter für Einzelhandel vorgesehen. Diese Flächen sollen das Straßenleben beleben und den Neubau stärker mit dem Quartier verknüpfen. Der Haupteingang wird durch eine zweigeschossige Loggia markiert, die den Zugang klar ablesbar macht.

Fassadengestaltung: Holz, Metallbänder und 2,70-Meter-Raster prägen den Neubau

Prägend für das Erscheinungsbild ist die Holzfassade des Bürogebäudes. Das Material wird nicht nur konstruktiv, sondern auch gestalterisch eingesetzt. Horizontale Metallbänder gliedern die Fassade und erfüllen zugleich brandschutztechnische Anforderungen. Das regelmäßige Raster von 2,70 Metern gibt dem Baukörper einen klaren Rhythmus.

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Vorspringende Erker und die Rückstaffelung des obersten Geschosses lockern die Kubatur auf. Großzügige Dachterrassen bilden den oberen Abschluss und erweitern die nutzbaren Außenflächen. Die Visualisierungen zeigen eine ruhige, zeitgemäße Architektur, die sich in die umgebende Bebauung einordnet.

Friedrichshain: Holz-Hybrid-Bauweise reduziert Materialeinsatz und CO₂-Emissionen

Rund zwei Drittel des Ensembles werden in Holz-Hybrid-Bauweise errichtet. Dabei werden Holz und Beton so kombiniert, dass Materialeinsatz und Gewicht reduziert werden. Laut Planerinnen und Planern lassen sich die CO₂-Emissionen gegenüber konventionellen Bauweisen deutlich senken. Zugleich ermöglicht der hohe Vorfertigungsgrad kürzere Bauzeiten und eine hohe Planungssicherheit.

Die Konstruktion ist auf Langlebigkeit ausgelegt. Viele Bauteile sind recyclefähig, Beton wird überwiegend auf Druck beansprucht, sodass ein hoher Anteil an Recyclingbeton eingesetzt werden kann. Das Baukonzept folgt damit dem Anspruch, ressourcenschonend und zukunftsfähig zu bauen.

Photovoltaik, Dachbegrünung und Regenwassermanagement im Zusammenspiel

Die Energieversorgung setzt auf regenerative Elemente. Auf dem Dach des Staffelgeschosses werden Photovoltaikmodule installiert, kombiniert mit intensiv begrünten Dachflächen. Die Begrünung wirkt kühlend und kann die Leistungsfähigkeit der Module erhöhen.

Regenwasser wird auf den Dachflächen zurückgehalten und zunächst zur Bewässerung genutzt. Überschüssiges Wasser versickert zeitverzögert auf dem Grundstück. Ergänzt wird das Konzept durch einen begrünten Innenhof, der als Aufenthalts- und Begegnungsraum dienen soll. Das neue Wohn- und Gewerbeprojekt soll im Laufe des Jahres 2026 fertiggestellt werden und das Areal neu prägen.

Neubau an der Straße der Pariser Kommune

© Visualisierung: TCHOBAN VOSS Architekten

Neubau an der Straße der Pariser Kommune

© Visualisierung: TCHOBAN VOSS Architekten

Für den Neubau musste der bekannte Plattenbau an der Straße der Pariser Kommune in Friedrichshain weichen. / © Foto: Wikimedia Commons, GeorgDerReisende, CC BY-SA 4.0

Neubau an der Straße der Pariser Kommune

© Visualisierung: TCHOBAN VOSS Architekten

Quellen: TCHOBAN VOSS Architekten, Architektur Urbanistik Berlin, ST raum a. Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH, Wikipedia

 

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