Am Strandbad Müggelsee in Rahnsdorf ändern sich ab September 2026 Toiletten und Kiosk. Grund sind weitere Arbeiten auf dem Gelände.

Eine Bautafel informiert am „Strandbad Müggelsee“ über die denkmalgerechte Sanierung des historischen Strandbades in Rahnsdorf. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Die Sanierung des Strandbads Müggelsee geht in die nächste Phase. Für Badegäste bringt das ab September 2026 neue Einschränkungen mit sich. Betroffen sind vor allem die Sanitäranlagen und später auch der Kiosk. Der Zugang zum Strand bleibt jedoch bestehen.
- Bezirk: Treptow-Köpenick
- Adresse: Fürstenwalder Damm 838, 12589 Berlin
- Projektstatus: Im Bau
- Baubeginn Gesamtprojekt: Sommer 2021
- Neue Bauphase: ab 7. September 2026
- Fertigstellung Gebäude: bis Ende 2026
Am Strandbad Müggelsee in Rahnsdorf verändert sich die Situation nach dem Ende der Hauptferienzeit erneut. Ab Montag, 7. September 2026, lässt das Bezirksamt die bisherigen Sanitärcontainer zwischen Liegewiese und Sandstrand entfernen. Der Rückbau ist notwendig, damit dort weitere Erdarbeiten beginnen können.
Der Bezirk beginnt bewusst noch vor dem Herbst mit diesem Abschnitt. Die Arbeiten sollen sich über mehrere Monate erstrecken. Ein späterer Start könnte nach Angaben des Bezirksamts dazu führen, dass Frost und andere witterungsbedingte Probleme den Zeitplan gefährden. Die Arbeiten gehören zur umfassenden Sanierung und Neugestaltung der historischen Anlage in Treptow-Köpenick.
Strandbad Müggelsee: Sieben mobile Toiletten ersetzen die Sanitärcontainer
Ganz ohne Toiletten sollen Besucherinnen und Besucher während dieser Phase nicht auskommen. Bereits in der 36. Kalenderwoche will das Bezirksamt sieben mobile Toilettenkabinen in sichtbarer Nähe des bisherigen Standorts aufstellen lassen. Eine davon soll barrierefrei nutzbar sein. Eine Reinigungsfirma soll die Anlagen mehrmals täglich säubern und Verbrauchsmittel auffüllen.
Diese Übergangslösung bleibt allerdings nicht dauerhaft bestehen. Am 31. Oktober 2026, dem Ende der Saison, sollen die mobilen Toiletten wieder verschwinden. Danach steht auf dem weitläufigen Gelände vorerst nur noch die Toilettenanlage in der Nähe des FKK-Strands zur Verfügung. Diese Einschränkung soll bis zum Frühjahr 2027 gelten.
Auch für den Kiosk hat die nächste Bauphase Folgen. Die Verkaufsstelle zwischen Liegewiese und Strand kann zunächst noch weiterarbeiten. Im Laufe des Septembers 2026 muss sie jedoch schließen. Grund dafür sind Abrissarbeiten am Fundament. Einen genauen Tag für die Schließung nennt das Bezirksamt bislang nicht.

Durch die offenen Durchgänge des Eingangsgebäudes fällt bereits wieder der Blick auf den Müggelsee. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Bauarbeiten verändern das Strandbad Müggelsee seit mehreren Jahren
Die nun angekündigten Änderungen sind Teil eines deutlich größeren Projekts. Seit Sommer 2021 lässt der Bezirk das denkmalgeschützte Strandbad umfassend sanieren. Zu den Arbeiten gehören nicht nur die historischen Gebäude. Auch die technische Infrastruktur des Areals wird erneuert.
Nach einer frostbedingten Unterbrechung zu Beginn des Jahres 2026 hatte der Bezirk unter anderem die Verlegung von Schmutz-, Trink- und Regenwasserleitungen fortgesetzt. Die Rohrleitungen entlang der Uferpromenade waren im Frühjahr bereits verlegt. Anschließend entstand dort eine Schottertragschicht, die zeitweise auch als Baustraße für weitere Gewerke dienen sollte.
Die Gebäude des Denkmalensembles sollen nach dem aktuellen Zeitplan bis Ende 2026 fertig werden. Das gilt auch für das Heizhaus und das Mehrzweckgebäude. Arbeiten an den Außenanlagen sollen dagegen noch 2027 weiterlaufen. Frühere Zeitpläne sahen teilweise einen früheren Abschluss vor, doch unter anderem Vergabeverfahren hatten das Projekt verzögert.

Die Baustelle am „Strandbad Müggelsee“ erstreckt sich bis in die unmittelbare Nähe des Uferbereichs am Müggelsee. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Historisches Strandbad in Rahnsdorf wird grundlegend erneuert
Das Strandbad am Fürstenwalder Damm entstand 1929 und 1930 nach Plänen von Martin Wagner und gehört zu den geschützten Berliner Baudenkmalen. Der Bezirk begründet die umfassende Sanierung mit erheblichen Schäden an der Anlage. Vor allem langjährige Feuchtigkeit hatte Teile der historischen Bausubstanz und der Tragkonstruktionen beeinträchtigt.
Parallel zur Sanierung hat sich auch die geplante Organisation des Strandbads verändert. Treptow-Köpenick verfolgt inzwischen nicht mehr das ursprünglich geplante Modell eines Gesamtbetreibers für die gesamte Anlage. Stattdessen soll der Bezirk zentrale Aufgaben selbst übernehmen und einzelne Nutzungen separat vergeben.
Auch das Mehrzweckgebäude gehört zur Neuausrichtung des Areals. Es soll künftig den Namen „Wellenbrecher“ tragen und für unterschiedliche Nutzungen vorbereitet werden. Damit soll das Strandbad langfristig nicht ausschließlich während der Badesaison genutzt werden können.
Strandbad Müggelsee
Quellen: Bezirksamt Treptow-Köpenick, Land Berlin,
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
2 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.



Gibt es eigentlich überhaupt eine Baustelle in Berlin, wo alles nach Plan läuft, die Zeiten und Kosten eingehalten werden!?
Vieleicht sollte es auch für unsere Ingenieure und Planer vom Senat ein Bonus-Malus System eingeführt werden?
Unfassbar!
Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und bin gespannt, ob nicht wieder irgendwelche Verschiebung Dazwischenkommen, und das Objekt endlich mal fertig wird. Zumindest der Badestrand ,die Holzwand weg und so weiter.