Die neue Sternbrücke in Hamburg liegt an ihrem endgültigen Standort. Nach dem mehrstündigen Schwertransport durch das Schanzenviertel setzten Fachkräfte die rund 3.700 Tonnen schwere Stahlkonstruktion millimetergenau auf ihre Widerlager. 

Stählerne Bogenbrücke mit roter Gitterstruktur, aufgebockt auf einer langen Reihe roter Schwerlasttransportmodule vor blauem Himmel. Davor stehen mehrere Fahrzeuge.

Mit rund 108 Metern Länge und etwa 20 Metern Höhe zählte die Bewegung der Brücke zu den technisch anspruchsvollsten Abschnitten des gesamten Bauprojekts. / © Foto: DB InfraGO AG: Jonas Wresch

© Fotos: DB InfraGO AG / Jonas Wresch

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Nach jahrelanger Planung und kontroversen Diskussionen hat die neue Sternbrücke in Hamburg einen entscheidenden Meilenstein erreicht: Die 108 Meter lange Stahlkonstruktion wurde erfolgreich durch das Schanzenviertel transportiert und an ihrem endgültigen Standort über der Stresemannstraße eingesetzt. Der spektakuläre Einhub markiert den Abschluss eines der anspruchsvollsten Bauabschnitte des Projekts.

Zahlreiche Hamburger und Hamburgerinnen verfolgten die Arbeiten von den Straßenrändern aus. Janna Widmaier, Projektleiterin bei der DB InfraGO, äußerte sich zufrieden: Der Einhub sei reibungslos verlaufen, erklärte sie, und das Bauwerk werde nun, nach langer öffentlicher Diskussion, endgültig Teil der Stadt.

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Sternbrücke fährt durchs Schanzenviertel: Wie der Transport der Brücke ablief

Am 30. Juli setzte sich der Schwertransport gegen 20 Uhr in Bewegung. Über Nacht bewegten spezielle Transportfahrzeuge die Brücke Meter für Meter durch die engen Straßen, vorbei an Wohnhäusern mit nur wenigen Centimetern Abstand. Gegen 3 Uhr erreichte die Konstruktion ihre endgültige Position, um 7 Uhr lag sie bereits auf den Widerlagern auf. Rund sieben Stunden dauerte der gesamte Transport.

Damit die Hänger der Brücke die Druckbelastung durch die Transportfahrzeuge unbeschadet überstanden, sicherten rote Stahlversteifungen das Bauwerk während der Fahrt zusätzlich ab. Nach der Ankunft setzten die Teams die Brücke zunächst nicht direkt auf die Widerlager, sondern auf hydraulische Pressen ab, die an beiden Enden positioniert wurden. Doch wie geht es jetzt weiter?

Neue Sternbrücke in Hamburg: Diese Arbeiten stehen jetzt noch an

Seitenansicht der Bogenbrücke, die auf roten Schwerlastmodulen transportiert wird. Links im Bild ein orangefarbenes Wohnhaus, rechts ein Werbeschild mit der Aufschrift Car Wash.

Auf ihrem Weg durch das Schanzenviertel passierte die Sternbrücke mehrere Häuserzeilen nur mit wenigen Centimetern Abstand. / © Foto: DB InfraGO AG: Jonas Wresch

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Noch tragen die Pressen das gesamte Gewicht der Brücke. Parallel dazu verbinden Fachkräfte an beiden Widerlagern derzeit Stahl und Beton fest miteinander. Erst wenn diese Lager fertiggestellt sind, lassen sich die Pressen entfernen. Auch die roten Hängerversteifungen verschwinden in den kommenden Tagen wieder vom Bauwerk.

Bis zum 31. August sind zudem weitere Bauabschnitte geplant, etwa der Einbau von Schienen, Schwellen und Schotter sowie die Montage der Oberleitung. Da die Zeit drängt, wird auch nachts weitergearbeitet. Erst nach abschließenden technischen Prüfungen kann die Brücke wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden.

Arbeiten am neuen Bahnhof Altona laufen weiter

Der Einhub war zudem Teil einer größeren Bauoffensive: Während der Sperrzeit nutzte die DB InfraGO die Gelegenheit, weitere Vorhaben im Knoten Hamburg voranzutreiben, darunter Arbeiten am neuen Bahnhof Altona sowie an den Eisenbahnbrücken Schanzenstraße und Holstenstraße.

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Sie sollen künftig die Verbindungsbahn zwischen Hauptbahnhof und Altona stärken, über die täglich rund 1.000 Züge des Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehrs fahren sollen.

Quellen: DB InfraGO AG

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