Hamburg-Altona: Wochenlang war die Dammtorstrecke unterbrochen, ab dem 30. März kehrt der S-Bahn-Verkehr zurück. Die Wiederinbetriebnahme markiert einen wichtigen Zwischenschritt beim komplexen und zeitintensiven Neubau der Sternbrücke.

Pendler können aufatmen: Ab Ende März ist die S-Bahn-Strecke durch Altona wieder frei. Doch rund um die Sternbrücke gehen die Bauarbeiten weiter. / © Visualisierung: Ney & Partners, rendertaxi architecture.visualization, Deutsche Bahn AG
© Titelbild: Ney & Partners, rendertaxi architecture.visualization, Deutsche Bahn AG
Nach Wochen der Einschränkungen gibt es für viele Pendlerinnen und Pendler in Hamburg bald eine spürbare Entlastung: Auf der zentralen S-Bahn-Strecke zwischen Hauptbahnhof und Holstenstraße soll der Betrieb ab dem 30. März wieder regulär aufgenommen werden.
Die Sperrung der sogenannten Dammtorstrecke hatte seit Februar für erhebliche Einschränkungen im Stadtverkehr gesorgt. Ab Montag aber soll nun wieder ein Stückweit Normalität einkehren auf einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in Altona.
S-Bahn fährt wieder: Wichtiger Schritt im Bauablauf für die neue Sternbrücke
Mit Betriebsbeginn am Montag, den 30. März, sollen die S-Bahnen ab 4 Uhr morgens wieder planmäßig verkehren. Damit endet eine Phase, in der Ersatzbusse den Verkehr übernehmen mussten und insbesondere im Berufsverkehr zusätzliche Belastungen entstanden.
Die Wiederaufnahme des Zugbetriebs markiert einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der umfangreichen Bauarbeiten an der Sternbrücke. Für die Deutsche Bahn ist dies ein zentraler Schritt, um Baufortschritt und Mobilitätsbedürfnisse besser miteinander zu vereinbaren.
Altona: Tiefbauarbeiten prägen weiterhin die Baustelle an der Sternbrücke
Auch wenn der S-Bahn-Verkehr wieder läuft, bleibt die Baustelle im Bereich Stresemannstraße und Max-Brauer-Allee weiterhin aktiv. Aktuell stehen vor allem Arbeiten an der sogenannten Tiefgründung im Fokus. Dabei werden Bohrpfähle in den Boden eingebracht, die künftig die Last der neuen Brückenkonstruktion tragen sollen.
Diese Arbeiten sind technisch anspruchsvoll und erfordern teilweise auch nächtliche Einsätze. Der damit verbundene Lärm hatte in den vergangenen Wochen für Kritik aus der Nachbarschaft gesorgt.
Baustelle Sternbrücke: Nächtliche Lärmbelastung soll im April enden
Für Anwohnerinnen und Anwohner gibt es jedoch zumindest eine perspektivische Entlastung: Die besonders intensiven Nachtarbeiten sollen voraussichtlich bis zum 17. April abgeschlossen sein. Danach wird auf der Baustelle zunächst nur noch tagsüber gearbeitet. Dies stellt jedenfalls der Bahnkonzern laut Hamburger Abendblatt in Aussicht.
Eine kurze Unterbrechung der Bauaktivitäten ist zudem über die Osterfeiertage geplant. Zwischen dem 3. und 6. April sollen die Arbeiten vollständig ruhen, was temporär für zusätzliche Entlastung im Quartier sorgen dürfte.
Nächste Bauphase auf der Dammtorstrecke: Widerlager und weitere Arbeiten ab Mai
Mit dem Abschluss der Tiefgründungsarbeiten beginnt Anfang Mai die nächste Bauphase. Dann stehen unter anderem Erdarbeiten sowie Beton- und Schalungsarbeiten für die neuen Widerlager der Brücke an. Diese bilden die Auflagepunkte für die spätere Konstruktion.
Auch in dieser Phase sind punktuell weitere lärmintensive Arbeiten möglich, insbesondere wenn Bauabläufe dies erfordern. Die Deutsche Bahn kündigt jedoch an, Anwohner frühzeitig über entsprechende Maßnahmen zu informieren.
Neubau der Sternbrücke: Großprojekt mit langer Perspektive für Hamburg-Altona
Der Ersatzneubau der Sternbrücke zählt zu den bedeutenden Infrastrukturprojekten im Hamburger Westen. Die bestehende Brücke galt als technisch überaltert und wird durch eine moderne, leistungsfähigere Konstruktion ersetzt.
Mit der nun anstehenden Wiederaufnahme des S-Bahn-Verkehrs wird ein wichtiger Zwischenschritt erreicht. Gleichzeitig zeigt sich, dass das Projekt trotz Fortschritten weiterhin Geduld von Anwohnern und Verkehrsteilnehmern erfordert.
Quellen: Ney & Partners, rendertaxi architecture.visualization, Deutsche Bahn AG, Hamburger Abendblatt
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