Das Gelände der STATION Berlin am Gleisdreieck verändert sich. Die beiden Vorderhäuser am Eingang der bekannten Veranstaltungslocation werden derzeit zurückgebaut. Der Betrieb der historischen Hallen soll währenddessen weiterlaufen.

7. Die weißen Vorderhäuser am Eingang der STATION Berlin werden derzeit zurückgebaut.

Vor dem Rückbau: Die weißen Gebäude im Eingangsbereich der historischen Veranstaltungslocation. Inzwischen wurde vor Ort eine Baustelle eingerichtet, die Arbeiten laufen auf Hochtouren. / © Foto: Wikimedia Commons, Raimond Spekking

© Titelbild: Wikimedia Commons, Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0

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Wer derzeit an der Luckenwalder Straße am Gleisdreieck vorbeikommt, sieht Bauzäune, Container und erste Rückbauarbeiten: Auf dem Gelände der STATION Berlin in Berlin-Kreuzberg haben sichtbare Veränderungen begonnen. Die beiden Vorderhäuser im Eingangsbereich der Veranstaltungslocation werden derzeit abgetragen.

Die STATION Berlin selbst hatte die Arbeiten zuvor angekündigt und spricht von einer „Weiterentwicklung“ des Standorts. Mit dem Rückbau der beiden Gebäude solle Raum für die künftige Entwicklung der Location geschaffen werden. Welche konkrete Nutzung oder bauliche Veränderung an dieser Stelle geplant ist, ist bislang jedoch nicht öffentlich bekannt.

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STATION Berlin bleibt als Veranstaltungsort bestehen

Trotz der laufenden Arbeiten soll der Betrieb der STATION Berlin künftig fortgesetzt werden. Nach Angaben der Betreiber bleibt die Location weiterhin erhalten und soll bereits Ende August wieder Veranstaltungen ausrichten. Zuletzt waren öffentlich vereinzelt Spekulationen über eine mögliche Schließung des Standorts aufgekommen, die das Unternehmen zurückwies.

Die STATION Berlin befindet sich im denkmalgeschützten ehemaligen Postpaketbahnhof am Gleisdreieck und zählt seit vielen Jahren zu den etablierten Veranstaltungsorten der Hauptstadt. Auf rund 23.000 bis 24.000 Quadratmetern stehen mehrere Hallen und Nebenräume für Messen, Kongresse, Ausstellungen und andere Formate zur Verfügung.

Industriearchitektur mit Geschichte: Die ehemaligen Postbahnhof-Hallen prägen bis heute das Erscheinungsbild der STATION Berlin.

Die historischen Hallen der STATION Berlin bleiben auch in Zukunft als Veranstaltungsort in Betrieb. / © Foto: Wikimedia Commons, Travelarz, CC BY-SA 3.0

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Luckenwalder Straße: Vom Postumschlagplatz zur Eventlocation

Der Gebäudekomplex am Gleisdreieck blickt auf eine lange industrielle Geschichte zurück. Der Postpaketbahnhof wurde ab 1913 von der Oberpostdirektion Berlin errichtet, nachdem der Paketverkehr in der Stadt stark gewachsen war. Der Standort zwischen Gleisdreieck und Anhalter Bahnhof bot damals eine günstige Lage für den Umschlag von Waren und Sendungen.

In den 1930er-Jahren wurde eine moderne Paketförder- und Verteilanlage installiert, mit der bis zu 400.000 Sendungen täglich verarbeitet werden konnten. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb der Bahnhof eine wichtige Infrastruktur für West-Berlin. Erst in den 1990er-Jahren verlor der Standort durch die zunehmende Verlagerung des Paketverkehrs auf die Straße seine ursprüngliche Funktion.

Seit 2005 wird das historische Ensemble als STATION Berlin genutzt. Der industrielle Charakter des ehemaligen Bahnhofs prägt bis heute das Erscheinungsbild der Location.

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Zwischen industrieller Vergangenheit und neuer Entwicklung: Die denkmalgeschützten Hallen am Gleisdreieck.

Die historischen Gebäude des ehemaligen Postpaketbahnhofs prägen bis heute den Charakter der STATION Berlin. / © Foto: Wikimedia Commons, Nasir Khan Saikat, CC BY-SA 3.0

Umfeld am Gleisdreieck steht vor weiteren Veränderungen

Unabhängig von den aktuellen Arbeiten an der STATION Berlin wird sich auch das Umfeld des Standorts in den kommenden Jahren deutlich verändern. Rund um das Gleisdreieck entstehen weitere große Entwicklungsprojekte. Dazu gehört unter anderem die geplante „Urbane Mitte“ mit neuen Gebäuden, Freiräumen und Nutzungen am ehemaligen Gleisdreieck. Auch die Diskussion um die künftige Gestaltung der Brückenverbindungen über das Areal beschäftigt Politik und Stadtgesellschaft.

Wie genau sich der Bereich der STATION Berlin selbst weiterentwickeln wird, ist derzeit noch offen. Fest steht bislang lediglich: Die historische Veranstaltungslocation soll am Standort erhalten bleiben.

Eine Visualisierung zeigt, wie das Quartier „Urbanen Mitte Süd“ einmal aussehen könnte.

Geplante Veränderungen am Gleisdreieck: Eine Visualisierung zeigt, wie das Quartier „Urbanen Mitte Süd“ einmal aussehen könnte. / © Visualisierung: Periskop Development GmbH

STATION Berlin

Quellen: Architektur Urbanistik, STATION Berlin, Industriekultur Berlin, Berlin Cuisine, Visit Berlin Convention Office

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4 Kommentare

  1. Max 21. Juli 2026 at 12:20 - Reply

    Eigentümer der Station: https://www.crescore.de/en/projects/

  2. at 21. Juli 2026 at 17:14 - Reply

    Yo,….lass uns erstmal abreißen…

  3. Robur 21. Juli 2026 at 17:32 - Reply

    Warum muss das denn jetzt abgerissen werden. Ist das baufällig oder ist die Substanz nicht in Ordnung. Wenn man bedenkt, dass 40% des CO2 Ausstoß‘ auf den Bausektor entfallen sollten sich verantwortungsvolle Bauherren drei Mal überlegen, ob man ein funktionierendes Gebäude abreißt. Zeugt aber mal wieder von einer Verantwortungslosigkeit und Unseriösität des Projektentwicklers

  4. WK 22. Juli 2026 at 21:56 - Reply

    Die Gebäude sind ein wichtiges Relikt der Westberliner Geschichte. Alle normalen Postpakete aus West-Berlin wurden hier zusammengeführt und dann per Zug täglich nach Westdeutschland befördert, sowie umgekehrt. Es spielt also für die Teilungszeit eine zentrale Rolle. Warum diese Gebäude nicht aus historischen Gründen erhalten bleiben, ist mal wieder eine weitere Gedankenlosigkeit und Geschichtsvergessenheit in dieser Stadt. Gerade im Vorderhaus war der letzte Paketannahmeschalter, wo man als Normalbürger noch last-minute was loswerden konnte, wenn es schnell nach Wessiland sollte. Überhaupt ist das ganze Ensemble um das Gleisdreieck bis hin zum Technikmuseum ein denkmalwürdiges Unikum der Industriearchitektur der Jahrhundertwende inkl. der über- und unterirdischen Verkehrswege auf 5 Ebenen. Was Krieg und Nachkriegszeit überlebt hatte, sollte zumindest äußerlich erhalten bleiben, wäre meine Hoffnung gewesen.

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