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Frankfurts Europagarten steht vor einem Neuanfang. Nach Jahren der Verzögerung startet nun die klimaangepasste Umgestaltung, die den Park ökologisch stabiler und attraktiver machen soll.

Foto des Europagartens in Frankfurt.

Mitten im Europaviertel befindet sich eines der grünen Zentren Frankfurts: Nur wenige Gehminuten östlich des Hauptbahnhofs liegt der Europagarten. Die quadratische Grünfläche soll nun umfangreich umgestaltet werden. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Der Europagarten im Frankfurter Europaviertel zählt zu den zentralen Grünflächen westlich der Innenstadt. Die rund 40.000 Quadratmeter große Anlage liegt zwischen Hauptbahnhof und Messe und wurde als grünes Herz eines wachsenden Stadtteils konzipiert.

Nach mehreren Jahren mit sichtbaren Schäden und planerischen Verzögerungen steht der Park nun erneut im Fokus. Die Stadt Frankfurt hat die Weichen für eine umfassende, klimaangepasste Umgestaltung gestellt und damit den Übergang von der Planung in die Umsetzung eingeleitet.

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Klimaresilienter Umbau: Verdichteter Boden führt zu Vitalitätsverlust im Europagarten

Die Stadtverordnetenversammlung hat Ende Januar die Planung sowie die erste Bau und Finanzierungsvorlage beschlossen. Mit diesem Votum ist der formale Startschuss gefallen, der lange Zeit gefehlt hatte und Voraussetzung für die Umsetzung des Projekts war. Bereits in den kommenden Wochen sollen die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt beginnen.

Ein zentrales Problem des Europagartens ist der stark verdichtete Boden in der Parkmitte. Er bietet den vorhandenen Bäumen kaum Entwicklungsmöglichkeiten und hat in den vergangenen Jahren zu deutlichen Vitalitätsverlusten geführt. Nach Einschätzung des Grünflächenamts Frankfurt ist ein Großteil der Bestandsbäume nicht mehr dauerhaft zu erhalten. Ziel der Umgestaltung ist es daher, die ökologischen Grundlagen der Fläche zu erneuern und den Park langfristig widerstandsfähiger gegenüber Hitze und Trockenheit zu machen.

Beginn des erster Bauabschnitts im Europagarten: Nur sieben von 73 Bäumen können bleiben

Im ersten Bauabschnitt werden 66 der insgesamt 73 Bäume in der zentralen Parkfläche gefällt. Sieben Bäume mit besserem Zustand werden ausgepflanzt und in anderen Parkanlagen weiterentwickelt. Anschließend wird der Boden maschinell bis in tiefere Schichten aufgelockert.

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Nach der Bodenbearbeitung folgt eine Ansaat sowie eine Ruhephase, die dem Substrat Zeit zur Regeneration geben soll. Erst auf dieser Grundlage können künftig neue Bäume und Pflanzen wachsen und ihre ökologische Funktion dauerhaft erfüllen.

Charakter bleibt erhalten: Klimaresilienter Umbau soll in vier Bauabschnitten stattfinden

Insgesamt ist vorgesehen, den Europagarten in vier Bauabschnitten umzugestalten. Der nun gestartete erste Abschnitt bildet die Grundlage für die weiteren Maßnahmen. Für die Neugestaltung der Parkmitte wird eine separate Bau und Finanzierungsvorlage erarbeitet.

Die planerische Leitidee bleibt dabei erhalten. Die umlaufenden Promenaden mit Baumbestand sowie die markante Geländemodellierung im Zentrum sollen weiterentwickelt, aber nicht grundlegend verändert werden. Der Charakter des Parks bleibt damit grundsätzlich bestehen.

Kostspielige Umgestaltung: Stadt rechnet mit 9,3 Mio. Gesamtkosten für die Umgestaltung des Europagartens

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Europagartens werden aktuell mit rund 9,3 Millionen Euro beziffert. Für den ersten Bauabschnitt sind etwa 704.000 Euro eingeplant. Der Ortsbeirat 1 hatte den Entwurf bereits im Frühjahr 2025 zustimmend zur Kenntnis genommen. Begleitet wurde die Planung durch verschiedene Beteiligungsformate für die Öffentlichkeit. Zudem informiert das Grünflächenamt regelmäßig über den Projektstand.

Ein Foto des Europagartens in Frankfurt. (Quelle: ENTWICKLUNGSSTADT)

Aktuell findet man im Europagarten im Frankfurter Stadtteil Gallus hauptsächlich weitläufige Rasenflächen. Ein Teil der umliegenden Bepflanzung hat die heißen Sommertage aufgrund der Bodendichte nicht überlebt. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: Stadt Frankfurt, Europagarten Frankfurt, FNP, FAZ, journal

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