Mit dem Interdisziplinären Zentrum für Modellierung und Simulation hat die Technische Universität Berlin einen wichtigen Neubau auf ihrem Campus Ost fertiggestellt. Das Forschungsgebäude sollte ursprünglich bereits 2024 eröffnet werden. Nach Verzögerungen konnte das Projekt nun zwei Jahre später offiziell übergeben werden.

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Hochschule bei der Übergabe des Forschungsneubaus.

Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe wurde das IMoS offiziell eröffnet. Das Gebäude ist der erste fertiggestellte Baustein des neuen Campus Ost der TU Berlin in Charlottenburg. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Fotos: ENTWICKLUNGSSTADT

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Auf dem Campus Ost der Technischen Universität Berlin ist das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation, kurz IMoS, fertiggestellt worden. In einem symbolischen Akt übergab Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler das Gebäude zunächst an Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra und anschließend an TU-Präsidentin Prof. Dr. Fatma Deniz. Der Neubau gilt als erster fertiggestellter Baustein der geplanten Campuserweiterung in Charlottenburg.

Die Fertigstellung erfolgte allerdings später als ursprünglich vorgesehen. Nach früheren Planungen sollte das Gebäude bereits 2024 in Betrieb gehen. Erst 2026 konnte der Forschungsbau nun eröffnet werden.

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Technische Anlagen und Forschungsgeräte in einem der Labore des Neubaus.

Das IMoS beherbergt verschiedene Forschungslabore für Hochtechnologie-Anwendungen. Insgesamt stehen künftig rund 300 Arbeitsplätze für neun Forschungsgruppen zur Verfügung. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Zusammenarbeit als Entwurfsleitbild: Neue Räume für Hochtechnologie

Mit dem Neubau entstehen auf rund 5.700 Quadratmetern Nutzfläche moderne Forschungs- und Arbeitsbereiche. Dazu gehören unter anderem 3D-Labore, ein Rechenzentrum, Seminar- und Konferenzräume sowie verschiedene Kommunikationszonen. Insgesamt sollen hier künftig rund 300 Arbeitsplätze für neun interdisziplinäre Forschungsgruppen zur Verfügung stehen.

Inhaltlich konzentriert sich das Zentrum auf die angewandte Mathematik sowie deren Verknüpfung mit Informatik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Forschungsfelder reichen von Data Science über Strömungstechnik bis zur Turbinenentwicklung und der Untersuchung komplexer Infrastrukturnetze. Die Räume sollen insbesondere die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachrichtungen fördern und projektbezogene Forschung erleichtern.

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Ein moderner Arbeits- und Aufenthaltsbereich im Inneren des IMoS.

Neben klassischen Laboren verfügt das IMoS auch über spezialisierte Forschungsräume für Modellierung, Visualisierung und Simulation. Der Neubau wurde gezielt auf die Anforderungen moderner Spitzenforschung zugeschnitten. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Architektur des Forschungsneubaus: Teil eines neuen Universitätsquartiers

Der sechsgeschossige Neubau mit Innenhof entstand nach Plänen von CODE UNIQUE Architekten aus Dresden. Gemeinsam mit dem benachbarten Mathematikgebäude ging der Entwurf aus einem Planungswettbewerb hervor. Beide Gebäude bilden künftig zentrale Bestandteile des neuen Campus Ost der TU Berlin.

Nach Angaben der Senatsverwaltung orientiert sich das Projekt am Leitfaden Nachhaltiges Bauen. Für den Forschungsbau wird eine Silber-Zertifizierung angestrebt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 75 Millionen Euro. Finanziert wurde das Vorhaben durch Mittel des Bundes, des Landes Berlin sowie durch eine Kofinanzierung der Technischen Universität Berlin in Höhe von rund 40,4 Millionen Euro.

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Ein Hörsaal im neuen Forschungsgebäude der Technischen Universität Berlin.

Zum IMoS gehören moderne Lehr- und Veranstaltungsräume. Hörsäle, Seminarräume und Konferenzbereiche sollen den wissenschaftlichen Austausch zwischen verschiedenen Fachrichtungen fördern. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Entwicklung des Campus Ost in Charlottenburg: Ausbau geht weiter

Mit der Fertigstellung des IMoS ist die Entwicklung des Campus Ost noch nicht abgeschlossen. Direkt neben dem Forschungsgebäude entsteht derzeit das neue Mathematikgebäude der Universität. Nach aktuellem Stand soll es Ende 2026 fertiggestellt und im Jahr 2027 in Betrieb genommen werden.

Darüber hinaus plant die Universität einen weiteren Forschungsbau für die Physik. Das sogenannte Center for Integrated Photonics Research befindet sich derzeit noch in der Planung. Zusammen mit zusätzlichen Büroflächen, Wohnungen, Studierendenapartments und einer Kindertagesstätte soll zwischen Hertzallee, Fasanenstraße und Müller-Breslau-Straße in den kommenden Jahren ein neues Hochschulquartier entstehen.

Blick in den Innenhof des Interdisziplinären Zentrums für Modellierung und Simulation.

Der begrünte Innenhof bildet das Zentrum des sechsgeschossigen Gebäudekomplexes. Freiräume und Kommunikationszonen sollen die Zusammenarbeit zwischen den Forschungsgruppen fördern. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Die neuen Forschungsgebäude auf dem erweiterten Campus Ost der TU Berlin.

Der Forschungsneubau entstand nach Plänen von CODE UNIQUE Architekten aus Dresden. Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundes, des Landes Berlin und der TU Berlin finanziert und kostete insgesamt rund 75 Millionen Euro. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Außenansicht des Institut für Mathematik dem Campus Ost der Technischen Universität Berlin.

Das IMoS ist Teil der umfassenden Erweiterung des Campus Ost der TU Berlin. In direkter Nachbarschaft entsteht derzeit außerdem ein neues Gebäude für das Institut für Mathematik. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Quellen: TU Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, CODE UNIQUE Architekten

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One Comment

  1. Max H. 3. Juni 2026 at 00:36 - Reply

    Schöne Nachrichten für die Berliner Forschungslandschaft und den wissenschaftlichen Nachwuchs… doch eine Frage hätte ich: was war denn die architektonische Konzeptvorgabe? Vielleicht so etwas wie „Zeitgenössischer Depressionismus im Umfeld höherer naturwissenschaftlicher Bildung“?

    Manches verträgt man nur mit Galgenhumor :)

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