Mitten im Berliner Spreebogen entsteht ein neuer Ort für Forschung und Innovation: Das Projekt „CHARLOTTE“ des Projektentwicklers Driven vereint moderne Laborflächen, nachhaltige Architektur und die Nähe zu renommierten Hochschulen wie der TU Berlin und dem Fraunhofer Institut. Bis zum ersten Quartal 2027 soll das Bauvorhaben an der Grenze zwischen Moabit und Charlottenburg fertiggestellt werden.

Das geplante Labor- und Bürogebäude „CHARLOTTE“ soll zum Herzstück eines neuen Wissenschaftsclusters in Moabit werden. Unweit von TU Berlin, Fraunhofer Institut und Spreebogen wächst ein urbaner Zukunftsstandort. / © Visualisierung: Squarebytes GmbH
© Visualisierungen: Squarebytes GmbH
© Fotos: Driven Investment GmbH
Das ehemalige US-Militärkrankenhaus und das umgebende Areal in der Lichterfelder Fabeckstraße, welches seit 2006 weitgehend ungenutzt war, wird bereits seit mehreren Jahren in einen Technologie- und Wissenschaftsstandort umgewandelt.
Das Gesamtprojekt trägt den Namen „Fubic“ (Business and Innovation Center next to Freie Universität Campus). Entstehen soll dort ein rund 66.000 Quadratmeter großer Innovationspark, auf dem die Ansiedlung neuer und bereits etablierter Hightech-Unternehmen geplant ist. Ein Teilprojekt des gesamten Vorhabens ist der Gewerbeneubau „FUHUB“, der auf dem einstigen Krankenhausgelände geplant wurde – und mittlerweile fertig ist.
Fabeckstraße in Lichterfelde: Umwandlung eines ehemaligen Militärkrankenhauses
Wer den Campus im Berliner Südwesten besucht, kann schnell sehen, dass der „FUHUB“-Neubau, verantwortet vom in Berlin ansässigen Projektentwickler Driven Investment GmbH, mittlerweile fertiggestellt worden ist, während sich das ehemalige Militärkrankenhaus noch im Rohbau befindet.
Es ist nicht das einzige Projekt, bei dem Driven auf die Schaffung moderner Flächen für Wissenschaft und Forschung setzt. Ein weiteres, vergleichbares Konzept verfolgt das Unternehmen an der Kaiserin-Augusta-Allee an der Grenze zwischen Moabit und Charlottenburg im Spreebogen. Dort soll das Gewerbeobjekt „CHARLOTTE“ realisiert werden.
Berlin-Moabit: Forschungs- und Wissenschaftskomplex „CHARLOTTE“ soll entstehen
Vor wenigen Tagen hat der Abbruch der Bestandsgebäude in Moabit begonnen, die sich auf dem Grundstück noch befinden. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll der Neubau beginnen, der nach Angaben des Projektentwicklers bis zum ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden soll.
Die Projektverantwortlichen werben mit der Nähe zu themenverwandten Institutionen wie der TU Berlin, der Universität der Künste, diversen Fraunhofer Instituten oder der IHK. Unweit vom geplanten Neubau befindet sich das historische Siemens-Gasturbinenwerk an der Huttenstraße.
Neubau an der Kaiserin-Augusta-Allee soll bis 2027 fertig werden
Das gesamte Areal nördlich und südlich des Charlottenburger Spreebogens, in das der Neubau gesetzt wird, ist stark gewerblich und industriell geprägt und gehört gleichzeitig zu den größten innerstädtischen Universitätskomplexen Europas.
Mehr als 12.000 Beschäftigte sind dort tätig, vorwiegend in wissenschaftlichen und forschenden Einrichtungen, hinzu kommen knapp 40.000 Studierende, die in den angrenzenden Universitäten und Hochschulen eingeschrieben sind.
Projekt „CHARLOTTE“: Mischnutzung aus Labor- und Büroflächen geplant
Im Neubau „CHARLOTTE“ soll eine Mischnutzung aus Labor- und Büroflächen etabliert werden. Rund 4.200 Quadratmeter sind für Laborflächen vorgesehen, knapp 2.800 Quadratmeter für Büros. Das architektonische Konzept für das geplante Laborgebäude stammt vom Büro Telluride Architektur, insgesamt soll das Gebäude über sechs Etagen verfügen.
Die künftigen Mieter sollen von einem flexiblen Lüftungskonzept profitieren, das alle Etagen mit individuell steuerbarer Luftzirkulation versorgen soll – ausgerichtet daran, welche Labor-Sicherheitsstufen in der jeweiligen Etage eingerichtet werden sollen. Nach Angaben von Driven soll die Belüftung flexibel anpassbar sein, so dass die Flächen immer wieder neu bespielt werden können.
Café-Bar, möblierte Terrasse und begrünter Innenhof sollen Teil des Forschungsneubaus werden
Im Erdgeschoss sollen die Räumlichkeiten über eine Deckenhöhe von vier Metern verfügen, in den Etagen darüber immerhin noch über eine Höhe von 3,50 Metern. Teil des Komplexes sollen auch eine Café-Bar, eine möblierte Terrasse sowie ein begrünter Innenhof sein. Auch Kollaborationsflächen, teilbare Konferenzräume und Präsentationsbereiche sollen eingerichtet werden.
An der Kaiserin-Augusta-Allee soll in den kommenden zwei Jahren also ein weiterer Wissenschafts- und Forschungsstandort für die Hauptstadt entstehen, in der Nähe von renommierten und etablierten Einrichtungen mit klangvollen Namen. Der Standort für das Projekt „CHARLOTTE“ könnte durchaus schlechter gewählt sein.
Quellen: Driven Investment GmbH, Telluride Architektur, Deutsches Architektur Forum, Architektur Urbanistik Berlin, Squarebytes GmbH
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2 Kommentare
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Im Inneren schön, aber da hat die Marketing Fantasie bewiesen, einem Haus mit banalen, trist grauer Fassade diesen Namen zu geben.
Warum kann man in solchen spektakulären Lagen einer Stadt nicht Wohnungen für Menschen bauen? Mit schönem Blick und gutem Klima in Wasserlage, statt Labore, die keinen Ausblick benötigen.