Frankfurt bekommt ein zentrales Lager- und Logistikzentrum für die Oper und das Schauspielhaus. Nach intensiver Suche steht nun ein Standort fest, der den Grundstein für einen modernen und effizienten Bühnenbetrieb legen soll.

Das Projekt „Zukunft der städtischen Bühnen“ erreicht einen neuen Meilenstein. Nachdem die Umsetzung der hier dargestellten Interimslösung für Schauspielhaus und Oper beschlossen wurde, konnte nun auch ein Standort für ein neues Lager- und Logistikzentrum gefunden werden. / © Visualisierung: HHVISION
© Visualisierung Titelbild: gmp
Die Arbeiten für die zeitnahe Umsetzung der Städtischen Bühnen in Frankfurt laufen auf Hochtouren. Nachdem der Magistrat der Stadt Frankfurt vor kurzem beschloss, eine eigene Bühnenbaugesellschaft zur besseren Koordinierung zu gründen, fiel nun die Entscheidung zu einem weiteren Meilenstein.
Die Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, Ina Hartwig berichtete im Ausschuss für Kultur, Wissenschaft und Sport am 26. Februar, dass nun ein Standort für das bisher fehlende Lager- und Logistikzentrum gefunden werden konnte. Die neue Logistikfläche für Schauspielhaus und Oper soll künftig in Sossenheim angesiedelt werden und dafür dienen, Bühnenbildelemente, Requisiten sowie Kostüme einzulagern.
Standort gefunden: Lager- und Logistikzentrum der städtischen Bühnen befindet sich in Sossenheim
Das Zentrum soll auf einem städtischen Grundstück im Gewerbegebiet Wilhelm-Fay-Straße entstehen. Die Entscheidung zu diesem Standort nahe der A66 und A648 wurde dezernats- und ämterübergreifend vorbereitet. Eine endgültige Genehmigung soll nach Abschluss der Vorplanung und auf Grundlage der Kostenschätzung erfolgen.
Die Liegenschaft in Sossenheim gehört bereits der Stadt und wurde an das Kulturamt übertragen. Hartwig betonte, dass das neue Zentrum dringend erforderlich sei und künftig von Oper und Schauspiel gemeinsam genutzt werde. Durch die Bündelung an einem Ort lassen sich Transport- und Logistikprozesse effizienter gestalten und personelle Ressourcen entlasten.
Kulissen, Requisiten, Kostüme: Neues Logistikzentrum in Sossenheim bietet gebündelte Lagerfläche
Bisher sind Kulissen, Requisiten, Kostüme und technische Materialien an mehreren Standorten verteilt. Die Lagerbedingungen sind teilweise unzureichend, die Struktur verursacht hohen Koordinationsaufwand, zusätzliche Transportwege und organisatorische Reibungsverluste. Der neue Standort erfüllt die funktionalen Anforderungen eines modernen Theater- und Opernbetriebs und bietet hohe Raumhöhen, belastbare Böden, geeignete Brand- und Sicherheitskonzepte sowie eine verkehrsgünstige Anbindung.
Vor Inbetriebnahme werden alle Lagerbestände gesichtet, digitalisiert und nach neuer Systematik eingelagert, sodass künftig jedes Kostüm per Mausklick auffindbar ist. Im Zentrum werden Bühnenbild- und Dekorationselemente, modulare Bauteile, Requisiten sowie Kostüme gebündelt, inklusive Bereiche für historische Textilien, Textilpflege und kleinere Reparaturen.
Städtische Bühnen Frankfurt: Bau des Logistikzentrums gilt als Auftakt für weitere Baumaßnahmen
Die Bündelung von Lager- und Logistikfunktionen soll die Grundlage für einen dauerhaft leistungsfähigen und zudem wirtschaftlich stabilen Bühnenbetrieb schaffen. Damit entsprechen die Städtischen Bühnen nun dem Standard vergleichbarer Theater- und Opernstandorte in Deutschland.
Das neue Zentrum gilt als wichtiges Teilbauvorhaben im Rahmen der Realisierung der neuen städtischen Bühnen. Parallel arbeitet die Stadt an Konzepten für die Kulturmeile, das neue Schauspielhaus und einer Interimslösung in der Gutleutstraße. Damit möchte Frankfurt ein deutliches Signal für seine kulturelle Strahlkraft setzen und festigt zusätzlich seine Position als zentrale Kulturstadt in Deutschland.

In der Frankfurter Kulturlandschaft stehen große Veränderungen bevor: Auf dem Willy-Brand-Platz soll nach Abriss des aktuellen Gebäudes ein eigenes, neues Gebäude für die Frankfurter Oper entstehen. / © Visualisierung: Wentz & Co. Gmbh, blila. Studio für Gestaltung
Quellen: Stadt Frankfurt
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