Potsdam erreicht im Städteranking 2025 den ersten Platz im neuen Infrastrukturindex und bestätigt seine starke Entwicklung als Wissenschafts- und Bildungsstandort. Die Ergebnisse zeigen, dass die Stadt in zentralen Zukunftsfeldern gut aufgestellt ist, zugleich jedoch vor Herausforderungen wie hohen Wohnkosten steht.

Brauhausberg Potsdam

Potsdam bestätigt seine Stärke als Bildungsstandort, indem es dank hoher Hochschuldichte, exzellenter Forschungsinfrastruktur und fortlaufender Investitionen in moderne Lern- und Wissenschaftseinrichtungen auch im Bereich Bildung Spitzenwerte im neuen Infrastrukturindex 2025 erreicht. Ein neuer Hochschulstandort entsteht derzeit etwa am Brauhausberg. / © Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Robert Schnabel

© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Raimond Spekking & Elke Wetzig, CC BY-SA 4.0
© Foto: Landeshauptstadt Potsdam, Robert Schnabel

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Potsdam zählt auch 2025 zu den leistungsfähigsten Städten Deutschlands. Im aktuellen Städteranking von IW Consult, WirtschaftsWoche und ImmoScout24 belegt die brandenburgische Landeshauptstadt den Spitzenplatz im erstmals erhobenen Infrastrukturindex. Das Ranking umfasst 71 deutsche Großstädte und analysiert ihre Entwicklung in den Bereichen Arbeitsmarkt, Lebensqualität, Wirtschaftsstruktur und Infrastruktur.

Potsdam: Spitzenposition dank Wissenschaft, Verkehr und digitaler Infrastruktur

Der neue Infrastrukturindex betrachtet 18 Indikatoren aus fünf Feldern: Forschung, Verkehr, Bildung, digitale Infrastruktur und Klimaresilienz. Potsdam liegt in diesem neuen Index auf Rang eins und setzt sich damit gegen 70 weitere Großstädte durch. Besonders die hohe Hochschuldichte ist ein zentraler Faktor. Der Zustand der Autobahn- und Bundesstraßenbrücken schneidet ebenfalls sehr gut ab. Auch im Bereich der MINT-Forschungseinrichtungen und der Glasfaserversorgung erreicht Potsdam Spitzenwerte.

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Diese Stärken spiegeln die Entwicklung der vergangenen Jahre wider, in denen die Stadt umfangreich in Infrastruktur, Bildungsstandorte und Digitalisierung investiert hat. Mit dem Ergebnis platziert sich Potsdam noch vor Städten wie Regensburg, Ingolstadt oder Oldenburg, die ebenfalls hohe Werte erzielen.

Die Top 10 im Infrastrukturindex:

  1. Platz: Potsdam mit 57,9 Punkten
  2. Platz: Regensburg mit 57,1 Punkten
  3. Platz: Ingolstadt mit 55,3 Punkten
  4. Platz: Würzburg mit 55,3 Punkten
  5. Platz: Oldenburg mit 54,8 Punkten
  6. Platz: Halle (Saale) mit 54,8 Punkten
  7. Platz: Ulm mit 54,7 Punkten
  8. Platz: Erlangen mit 54,1 Punkten
  9. Platz: Heidelberg mit 54 Punkten
  10. Platz: Braunschweig mit 53,9 Punkten

Lebensqualität und Entwicklungsdynamik bleiben starke Standortfaktoren für Potsdam

Auch im Niveauranking, das den aktuellen Status quo anhand von 51 Indikatoren beschreibt, erreicht Potsdam mit Platz 19 die beste Position aller ostdeutschen Großstädte. Hohe Kita-Betreuungsquoten, ein breites Kulturangebot und eine kontinuierlich wachsende Tourismuswirtschaft tragen zu dieser Bewertung bei.

Im Dynamikranking, das die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre abbildet, schneidet Potsdam gut ab. Während Mainz erneut den Spitzenplatz behauptet, belegt Potsdam Rang 12. Besonders deutlich fällt die Entwicklung in den Kategorien Wirtschaft und Arbeitsmarkt aus, in denen die Landeshauptstadt jeweils zu den stärksten Aufsteigerinnen gehört. Bei der Lebensqualität erreicht Potsdam sogar den dritten Platz.

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Wohnungsmarkt bleibt für Potsdam die größte Herausforderung

Trotz der starken Ergebnisse verweist das Ranking auf strukturelle Probleme. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel betonte, dass Potsdam zwar in vielen Bereichen hervorragend aufgestellt sei, gleichzeitig jedoch mit steigenden Mieten und einem angespannten Wohnungsmarkt konfrontiert werde. Die Schaffung bezahlbaren Wohnraums bleibe daher eine zentrale Aufgabe, die nur gemeinsam mit Land und Bund zu bewältigen sei.

Auch im Bereich Klimainfrastruktur macht die Analyse deutlich, dass weiterer Ausbau nötig ist. Während Potsdam solide Werte erzielt, zeigen andere Städte beim Ausbau erneuerbarer Energien oder der Ladeinfrastruktur teils höhere Dynamiken. Der Index unterstreicht, dass klimaresiliente Stadtstrukturen künftig eine noch größere Rolle spielen werden.

Der neue Infrastrukturindex als Indikator für Zukunftsfähigkeit

Mit dem Infrastrukturindex führen die Herausgeber des Städterankings ein Instrument ein, das Städte stärker nach ihrer Zukunftsfähigkeit bewerten will. Es soll sichtbar machen, wie Kommunen auf zentrale Herausforderungen reagieren und in welchen Bereichen Investitionen besonders wirksam sein könnten.

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Die Ergebnisse machen deutlich, dass Potsdam im bundesweiten Vergleich zu den dynamischsten Städten zählt. Ob es der Stadt gelingt, diese Entwicklung fortzusetzen und gleichzeitig die Herausforderungen des Wachstums zu bewältigen, wird die kommenden Jahre entscheidend prägen.

Quellen: IW Consult, Landeshauptstadt Potsdam, Immobilienmanager, Universität Potsdam

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