Der Berliner Senat hat vier neue Stadtteile in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufgenommen. Mit Millionenbeträgen aus Bundes- und Landesmitteln sollen die Quartiere langfristig gestärkt und an zukünftige Herausforderungen angepasst werden.

Der Berliner Senat fördert vier neue Stadtteile durch das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“. Während die Wilmersdorfer Straße als Wirtschafts- und Handelsstandort gestärkt werden soll, wird die Brunnenstraße Nord mit Stadtnatur und Gemeinschaft weiterentwickelt. / © Foto: Wikimedia Commons, Tony Webster from Portland, Oregon, United States, CC BY 2.0
© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0
Der Berliner Senat hat beschlossen, vier weitere Gebiete in das Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“ aufzunehmen. Grundlage dafür ist der Paragraph 171b des Baugesetzbuches. Die ausgewählten Standorte sind Zehlendorf-Mitte, Helle Mitte in Marzahn-Hellersdorf, die Wilmersdorfer Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf sowie die Brunnenstraße Nord im Bezirk Mitte.
Nach Angaben von Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler schaffen diese Gebiete durch die Förderung die Möglichkeit, zu lebendigen, nachhaltigen und klimagerechten Stadträumen zu werden. Er betonte, dass damit sowohl die Aufenthaltsqualität als auch der lokale Einzelhandel profitieren sollen.
Zehlendorf-Mitte: Mobilität und Aufenthaltsqualität sollen verbessert werden
In Zehlendorf-Mitte liegt der Fokus auf der Entwicklung eines zukunftsorientierten Stadtteilzentrums. Neben einer klimafreundlichen Gestaltung des öffentlichen Raums sollen Barrierefreiheit und moderne Mobilitätslösungen besondere Aufmerksamkeit erhalten.
Ziel ist es, den Verkehr sicherer zu gestalten und die Wege für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende zu verbessern. Auch soziale und kulturelle Angebote sollen gestärkt werden. Bis 2037 stehen rund 25 Millionen Euro an Fördermitteln bereit.
Helle Mitte in Marzahn-Hellersdorf: Gesundheit als Leitmotiv
Für die Helle Mitte wird das Leitbild „Lebendiges Zentrum Helle Mitte ‒ Gesundheit in Bewegung“ verfolgt. Die Potenziale des Standortes sollen genutzt werden, um Angebote im Gesundheitsbereich auszubauen. Darüber hinaus sind klimaangepasste Grün- und Spielflächen vorgesehen, die sowohl Erholung als auch Bewegung ermöglichen.
Auch die Stärkung der sozialen Infrastruktur gehört zu den Zielen. Bis 2037 sind dafür etwa 27 Millionen Euro eingeplant. Mit der Aufnahme in das Programm endet gleichzeitig das seit 2002 bestehende Stadtumbaugebiet Marzahn-Hellersdorf.
Wilmersdorfer Straße: Verbindung von Kiezen und Wirtschaft
In Charlottenburg-Wilmersdorf konzentriert sich die Förderung auf die Wilmersdorfer Straße und angrenzende Kieze. Geplant ist eine attraktivere und klimaangepasste Gestaltung des Straßenraums. Das Gebiet soll als Wirtschafts- und Handelsstandort weiterentwickelt werden und Impulse für Themen wie urbane Produktion und Klimaresilienz setzen. Für das Vorhaben stehen bis 2040 rund 34 Millionen Euro zur Verfügung.
Brunnenstraße Nord: Gemeinschaft, Stadtnatur, und umweltgerechte Mobilitätsformen im Fokus
Im Bezirk Mitte soll die Brunnenstraße Nord zu einem lebendigen innerstädtischen Quartier weiterentwickelt werden. Schwerpunkte sind die Verbesserung öffentlicher Räume, die Anpassung an den Klimawandel und die Förderung umweltgerechter Mobilität. Auch die Stärkung von Infrastrukturstandorten und die Förderung von Gemeinschaft und Vielfalt sind Teil des Programms. Die geplante Fördersumme beläuft sich bis 2035 auf rund 20 Millionen Euro.
Berliner Senat erweitert Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren“: Langfristige Perspektive
Insgesamt stellt Berlin für die vier Gebiete rund 106 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln bereit. Ziel des Programms ist es, städtische Zentren nicht nur funktional, sondern auch sozial und ökologisch nachhaltig weiterzuentwickeln. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Gebiete spiegeln die Vielfalt der Herausforderungen wider, vor denen die Stadtteile stehen.
Quellen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin
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