Der Berliner Senat hat die Weichen für die Entwicklung des neuen Stadtquartiers „Stadteingang West“ gestellt. Auch das Areal rund um das ICC Berlin rückt damit stärker in den planerischen Fokus der Stadt. 

Das ICC Berlin mit der Aufschrift "Dauert noch ein bisschen".

Das ICC Berlin ist das denkmalgeschützte ehemalige Kongresszentrum gegenüber der Messe Berlin, dessen zukünftige Nutzung seit Jahren politisch und städtebaulich diskutiert wird. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild / Visualisierung: Hosoya Schaefer Architects AG, Agence Ter.de GmbH

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Der Berliner Senat hat die stadtpolitische Bedeutung für zentrale Bereiche des künftigen Quartiers „Stadteingang West“ offiziell festgestellt. Damit übernimmt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen unter Leitung von Christian Gaebler künftig die vollständige Zuständigkeit für die Bauleitplanung eines rund 70 Hektar großen Entwicklungsraums im Westen der Stadt. Das Vorhaben gilt als einer der größten städtebaulichen Transformationsprozesse der kommenden Jahrzehnte.

2.800 Wohnungen: Planung am Westkreuz nimmt Fahrt auf

Das Gebiet zwischen Westkreuz und Grunewald soll sich mit dem Umbau des Autobahndreiecks Funkturm grundlegend verändern. Auf bislang verkehrlich geprägten oder kaum nutzbaren Flächen sind nach aktuellem Stand rund 2.400 bis 2.800 Wohnungen vorgesehen.

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Ergänzt werden sollen diese durch soziale Infrastruktur, Gewerbeflächen sowie Nutzungen für Messe und Logistik. Zentrale Entwicklungsfläche bleibt der ehemalige Güterbahnhof Grunewald, auf dem die HOWOGE bezahlbaren Wohnraum realisieren soll.

Blick auf den Funkturm in Berlin, im Mai 2026.

Zentraler Ausgangspunkt der Entwicklung bleibt das Autobahndreieck rund um den Berliner Funkturm, dessen Umbau die Voraussetzung dafür schafft, dass die bislang stark durch Verkehr geprägten Flächen schrittweise für eine städtebauliche Nutzung geöffnet werden können. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

„Stadteingang West“: Senat bündelt Zuständigkeiten

Grundlage der Planungen ist ein Rahmenplan, der im Mai 2026 beschlossen wurde und auf einem wettbewerblichen Dialog basiert. Mit Übertragung der Zuständigkeit auf die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wird nun auch der städtebauliche Planungs- und Baurechtschaffungsprozess gesamtheitlich durch den Senat durchgeführt.

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Damit soll insbesondere die Koordination von Verkehrsinfrastruktur, Erschließung und städtebaulicher Entwicklung vereinfacht werden. Dies ist ein zentraler Faktor für die Umsetzung des Gesamtvorhabens.

Rund um das ICC: Langfristige Entwicklung mit offenen Fragen

Trotz der strukturellen Weichenstellungen bleiben einzelne städtebauliche Fragen offen. Dazu zählt auch die zukünftige Rolle des Umfelds rund um das Messe Berlin sowie des Internationales Congress Centrum Berlin (ICC).

Während perspektivisch eine Olympia-Nutzung im Gespräch ist, wird parallel über Hochhausplanungen am westlichen Stadteingang diskutiert, die bislang jedoch auf Zurückhaltung im Baukollegium stoßen.

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Die Visualisierung zeigt, wie ein neues Hochhaus am Funkturm aussehen könnte.

Im Berliner Baukollegium herrscht Uneinigkeit über das geplante 200 Meter hohe Hochhaus auf dem Gelände des „Artemis“ nahe der Stadtautobahn A100. Die Gespräche über das Vorhaben sind jedoch noch nicht abgeschlossen. / © Visualisierung: REALACE GmbH

Entwicklungen am Messedamm ergänzen das Quartier

Parallel zu den großräumigen Planungen zeigen sich auch am Messedamm erste konkrete Projekte. So wird die Neuausrichtung der Passerelle am ICC weiterverfolgt, die künftig als Ort für Aufenthalt und Bewegung dienen soll.

Ergänzend dazu plant die Messe Berlin mit dem Projekt „Dock9“ ein neues Kongresszentrum, das die Messeinfrastruktur modernisieren und langfristig erweitern soll. Damit verdichtet sich das Umfeld Schritt für Schritt zu einem umfassenden Entwicklungsraum im Berliner Westen.

Die Visualisierung zeigt den geplanten Neubau "Dock9" am ICC in Berlin.

Der Neubau entsteht auf dem Gelände der Messe Berlin in direkter Nähe zum Funkturm und ersetzt dort die bestehende Halle 9. / © Visualisierung: gmp

Funkturm
'Stadteingang West'
ICC
Geplantes Hochhaus 'Messeturm'

Quellen: Presse- und Informationsamt des Landes Berlin, Ketano Gesellschaft für Öffentlichkeitsarbeit, REALACE GmbH, Berliner Baukollegium, Max Dudler, C.F. Møller Architects, rbb

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2 Kommentare

  1. Max 10. Juni 2026 at 13:37 - Reply

    Wenn man ein Tor will, braucht man zwei Türme, also auch auf der anderen Seite wo neu gebaut wird, die können dann auch niedriger sein, sagen wir geplante 180 Meter, weil das Baukollegium dann eh immer 30 Meter abschneiden will.

  2. Stefan Matußek 12. Juni 2026 at 02:50 - Reply

    Warum nicht 280, dann wären es beim 30’er cut immer noch 250.
    Klingt doch gut für diese Ecke.

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