Eintracht Frankfurt prüft langfristige Pläne für ein größeres Stadion. Im Raum steht ein Neubau mit bis zu 80.000 Plätzen am Standort Deutsche Bank Park.

Blick in den „Deutsche Bank Park“: Das Stadion von Eintracht Frankfurt wurde zuletzt auf rund 59.500 Plätze erweitert. Langfristig werden Pläne für einen möglichen Stadion-Neubau mit bis zu 80.000 Zuschauern diskutiert. / © Foto: Wikimedia Commons, Alonstoter, CC0 1.0
© Titelbild: Wikimedia Commons, Arne Müseler, arne-mueseler.com, CC-BY-SA-3.0
Eintracht Frankfurt denkt offenbar deutlich größer. Nach dem Ausbau des „Deutsche Bank Parks“ auf 59.500 Zuschauer rückt langfristig ein Stadion-Neubau in den Fokus. Vorstandssprecher Axel Hellmann sieht die bestehende Arena perspektivisch an ihrer Grenze. Als Zielmarke steht ein Stadion mit rund 80.000 Plätzen im Raum. Eine Fertigstellung wird nach aktuellen Berichten spätestens für 2042 diskutiert.
- Bezirk: Frankfurt-Süd
- Adresse „Deutsche Bank Park“: Mörfelder Landstraße 362, 60528 Frankfurt am Main
- Aktuelle Kapazität: 59.500 Plätze bei Fußballspielen
- Ziel: Neues Stadion mit 80.000 Plätzen
Eintracht Frankfurt hat den „Deutsche Bank Park“ zuletzt mehrfach erweitert. Seit der Saison 2025/26 passen 59.500 Zuschauer in das Stadion. Neue Plätze entstanden unter anderem durch den Umbau der Pressetribüne und durch die Überbauung einer Kameraposition auf der Jürgen-Grabowski-Tribüne. Der Verein hat damit zusätzliche Kapazität geschaffen, doch die baulichen Reserven gelten inzwischen als weitgehend ausgeschöpft.
Eintracht Frankfurt: Warum ein neues Stadion im Gespräch ist
Der Druck kommt nicht nur aus dem Sport. Eintracht Frankfurt zählt rund 160.000 Mitglieder und könnte bei vielen Heimspielen deutlich mehr Karten verkaufen. Ein Stadion mit rund 80.000 Plätzen würde Frankfurt in eine andere Größenordnung bringen.
Zur Einordnung: Borussia Dortmund liegt mit dem Signal Iduna Park und mehr als 81.000 Plätzen in Deutschland an der Spitze aller Bundesliga-Vereine, was die Stadion-Kapazität angeht. Ein Stadion mit 80.000 Plätzen würde Frankfurt zu den größten Fußballstandorten Deutschlands zählen lassen.
Der mögliche Zeithorizont hängt auch mit der Debatte um eine deutsche Bewerbung für die Fußball-Weltmeisterschaft 2038 oder 2042 zusammen. Der DFB prüft entsprechende Überlegungen. Für eine Bewerbung wären mehrere große Stadien nötig, Frankfurt gilt wegen seiner Lage, Infrastruktur und Fußballhistorie als naheliegender Standort. Eine endgültige Entscheidung über eine Bewerbung liegt aber nicht vor.
Neubau-Pläne treffen auf weitere Stadionprojekte in Frankfurt
Ein Stadion-Neubau für Eintracht Frankfurt wäre deutlich komplexer als eine weitere Kapazitätserhöhung. Das heutige Stadion liegt im Stadtwald und ist eng mit bestehenden Verkehrswegen, Sicherheitsflächen, Trainingsanlagen und Veranstaltungsflächen verbunden.
Dazu kommt: Parallel arbeitet Frankfurt bereits an einem anderen Großprojekt im direkten Stadionumfeld. Anders als die diskutierten Stadionpläne befindet sich die Multifunktionsarena bereits in einer konkreten Umsetzungsphase. Sie soll auf dem Areal P9 neben dem „Deutsche Bank Park“ entstehen. Dort befand sich bisher ein Parkplatz für Gästefans. Die Halle soll Basketball, Eishockey, Handball, Konzerte und Kongresse aufnehmen. Im Sportbetrieb sind 12.000 bis 13.000 Plätze vorgesehen, bei Konzerten bis zu 15.200.

Nach einer langen Phase der Diskussion haben die Stadtverordneten der Stadt Frankfurt am Main Ende Februar dem Grundsatzbeschluss zur geplanten Multifunktionsarena am Stadion zugestimmt. / © Visualisierung: HH Vision/AS+P
Eintracht Frankfurt, Stadion-Neubau und Infrastruktur
Schon bei der „Multifunktionsarena“ spielt die Frage der An- und Abreise eine zentrale Rolle. Bei parallelen Veranstaltungen im Stadion und in der neuen Halle müssten Verkehr, Gästeführung und ÖPNV leistungsfähig bleiben.
Noch steht kein fertiger Entwurf für ein neues Eintracht-Stadion fest. Auch Standort, Finanzierung, Bauablauf und politische Beschlüsse bleiben offen. Klar ist nur: Frankfurt denkt im Sportpark größer. Mit dem ausgebauten „Deutsche Bank Park“ und der geplanten Multifunktionsarena entwickelt sich das Stadionumfeld weiter. Ob langfristig auch ein Stadion-Neubau hinzukommt, ist derzeit offen.
„Deutsche Bank Park“
Quellen: Frankfurter Rundschau, Eintracht Frankfurt, Deutsche Bank Park, hessenschau, TED-Ausschreibung, Frankfurt Skyliners
Jetzt PLUS-Kunde werden
Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.
Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag
2 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar Antwort abbrechen
Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.



Wie viel Wald müsste für das neue Stadion gerodet werden?
Wie sinnlos ! Baut die VIP Plätze um zu Stehern. Ferner steht Deutschland vor der Pleite. Dann kommen nie 80000. Und sportlich seid ihr dem Abstieg auch näher als dem nächsten Titel.