Auf St. Pauli entsteht mit dem Club BETTY ein neuer Ort für Live-Musik. Er ersetzt den traditionsreichen Club headCRASH, der nach 17 Jahren geschlossen hat. Die Hamburgische Bürgerschaft will den Umbau mit Mitteln aus dem Sanierungsfonds unterstützen.
Hamburger Berg in St. Pauli voller Clubs und Bars.

Am Hamburger Berg reihen sich Bars wie der „Goldene Handschuh“ und „Berg 4“ an Clubs – darunter auch das headCRASH, das seit acht Monaten geschlossen ist. An seiner Stelle eröffnet nun der neue Liveclub BETTY im Herzen des pulsierenden St.-Pauli-Viertels. / © Foto: Wikimedia Commons, Jorge Franganillo, CC BY 2.0

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© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, hds, CC BY 2.0

 

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Nach 17 Jahren Betrieb schloss der Club headCRASH am Hamburger Berg zum 01. Januar 2025. Der Betreiber hatte die Entscheidung Ende 2024 bekanntgegeben. Persönliche Gründe führten dazu, dass die Location verkauft wurde. Der bisherige Betrieb mit Rock-, Indie- und Metal-Konzerten sowie Karaoke lief bis zum Jahreswechsel weiter. Viele Gäste zeigten sich in den sozialen Medien wehmütig und erinnerten sich an intensive Clubnächte.

Ab September 2025 startet an gleicher Stelle der Nachfolger: der Liveclub BETTY. Damit knüpft der Standort an seine Geschichte an, öffnet sich aber zugleich für ein breiteres Spektrum an Genres und Konzerten.

Förderung aus dem Sanierungsfonds: SPD und Grüne unterstützen Club BETTY mit Investitionen in Technik und Schallschutz

Die Regierungsfraktionen von SPD und Grünen kündigten an, das Projekt mit 171.000 Euro aus dem Sanierungsfonds Hamburg 2030 zu fördern. Das Geld soll vor allem in Schallschutz sowie Ton- und Lichttechnik investiert werden. Ziel ist es, den Club technisch auf einem zeitgemäßen Stand zu eröffnen. Am 10. September 2025 soll die Hamburgische Bürgerschaft über den Antrag abstimmen.

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SPD-Sprecher Hansjörg Schmidt betonte, dass BETTY die Musikszene bereichere. Er verwies auf die geplante „Newcomer Stage“ im Erdgeschoss, die jungen Künstlerinnen und Künstlern Auftrittsmöglichkeiten bieten soll. In der zweiten Etage entstehe Raum für etablierte Bands, die regelmäßig nach St. Pauli zurückkehren.

Erinnerungskultur trifft Clubszene: Name BETTY setzt Signal für Toleranz und verankert neue Spielstätte im St. Pauli Kiez

Auch Die Grünen unterstützen die Neueröffnung ausdrücklich. Kulturpolitiker René Gögge erklärte, der Hamburger Berg sei ein zentraler Ort für das Nachtleben und werde mit dem Club wieder stärker als Standort für Live-Musik wahrgenommen. Er hob die Entscheidung hervor, den Club nach „Betty Heine“ zu benennen, der Ehefrau des Hamburger Bankiers und Philanthropen Salomon Heine. Damit soll ein deutliches Signal für Toleranz und ein respektvolles Miteinander gesetzt werden.

Die Verbindung aus Erinnerungskultur und zeitgenössischer Clubkultur soll den Standort im Kiez verankern. BETTY versteht sich damit nicht nur als Musikspielstätte, sondern auch als Beitrag zu einer offenen und vielfältigen Stadtkultur.

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Zwei Bühnen für breite Musikvielfalt: BETTY knüpft an die Tradition des headCRASH an

Mit zwei unterschiedlich ausgerichteten Bühnen will BETTY künftig eine große Bandbreite an Musikgenres abdecken. Während die „Newcomer Stage“ jungen Talenten einen professionellen Rahmen bietet, sollen in der oberen Etage bekannte Bands auftreten. Schon im Vorfeld wurden Acts wie Kettcar, Madsen oder Olli Schulz als mögliche Gäste genannt. Damit knüpft der Club an die Tradition des headCRASH an, erweitert aber die inhaltliche Ausrichtung.

Für die Clubszene in Hamburg ist das Projekt ein wichtiges Signal. In Zeiten, in denen steigende Kosten, Anwohnerkonflikte und der Druck auf kleine Veranstaltungsorte zunehmen, zeigt die Förderung des BETTY, dass die Politik weiterhin Räume für Musik und Kultur sichern will.

Quellen: SPD Hamburg, Betty St.Pauli, Hamburger Morgenpost

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