Das Spreewaldbad in Kreuzberg wird derzeit umfassend saniert. Der Senat plant die Fertigstellung der Bauarbeiten bis zum dritten Quartal 2027. Mit der Wiedereröffnung soll ein zentraler Standort im Berliner Bädernetz gestärkt werden.

Die Berliner Bäder-Betriebe haben im Herbst 2023 mit der umfassenden Sanierung des Wellenbads am Spreewaldplatz in Kreuzberg begonnen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
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© Foto Titelbild: Wikimedia Commons, Gunnar Klack, CC BY-SA 4.0
Das Spreewaldbad am Spreewaldplatz in Kreuzberg bleibt weiterhin geschlossen. Hintergrund ist eine umfassende, sogenannte grundhafte Sanierung des gesamten Gebäudes einschließlich aller technischen Anlagen und Außenbereiche. Das geht aus einer aktuellen schriftlichen Anfrage zweier Abgeordneter hervor, die von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport beantwortet wurde.
Bis Ende 2025 wurden zunächst umfangreiche Abrissarbeiten durchgeführt. Dabei stießen die Bauverantwortlichen auf zusätzliche Schadstoffe, deren Rückbau und Entsorgung inzwischen abgeschlossen sind. Parallel dazu wurden die Rohbauarbeiten vorangetrieben. Die haustechnischen Gewerke, darunter Sanitär-, Heizungs-, Elektro- und Badewassertechnik, befinden sich derzeit in der Grobmontage. Auch der Fernwärmeanschluss wurde im Dezember 2025 fertiggestellt.
Spreewaldbad Sanierung: Neue Technik, 51 Millionen Euro Investition und Fertigstellung bis 2027 geplant
Im Zuge der Sanierung werden sämtliche technischen Anlagen vollständig erneuert. Damit sollen Wasseraufbereitung, Heiz- und Lüftungssysteme künftig aktuellen Standards entsprechen. Die Bauleistungen sollen nach derzeitiger Planung im dritten Quartal 2027 abgeschlossen werden. Anschließend folgen die Einrichtung des Betriebs, ein technischer Probebetrieb sowie Prüfungen durch das Gesundheitsamt. Für diese Phase kalkuliert der Senat mit weiteren sechs bis zehn Wochen.
Für die Gesamtmaßnahme sind aktuell 51 Millionen Euro eingeplant. Zusätzliche Finanzierungsbedarfe seien derzeit nicht erkennbar. Konkrete Kosten einzelner Gewerke könnten jedoch erst nach Abschluss und Prüfung der Schlussrechnungen benannt werden. Hindernisse finanzieller, personeller oder politischer Art bestünden laut Senat aktuell nicht.
Spreewaldbad Kreuzberg: Kein Saunabereich mehr, dafür Fokus auf Wellenbad, Sportbecken und Familienangebote
Nicht Bestandteil der Sanierung ist der frühere Saunabereich. Eine Prüfung habe ergeben, dass sich eine Sauna im Wellenbad wirtschaftlich nicht betreiben lasse, heißt es in der Antwort. Künftig soll der Schwerpunkt auf dem Bade- und Freizeitangebot liegen. Geplant sind ein Wellenbecken, ein Sportbecken mit sechs 25-Meter-Bahnen, ein Lehrschwimmbecken sowie eine Sprunganlage mit Ein- und Drei-Meter-Brett. Ergänzt wird das Angebot durch eine Breitwasserrutsche, Unterwasserlautsprecher und ein Kaskadenbecken mit Wasserattraktionen.
Vor seiner Schließung zählte das Bad im Zeitraum 2015 bis 2019 durchschnittlich rund 225.000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr. Im letzten Betriebsjahr vor der Schließung waren es 131.000 Badegäste. Das Spreewaldbad übernimmt laut Senat eine Dreifachfunktion als Freizeit-, Schul- und Vereinsbad und ist zugleich das einzige Wellenbad der Berliner Bäder-Betriebe. Nach Abschluss der Sanierung soll es gemeinsam mit weiteren Projekten in der Region zu einer ausgeglicheneren Versorgungslage beitragen.
Quellen: Abgeordnetenhaus Berlin, Berliner Bäder-Betriebe, Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Senatsverwaltung für Inneres und Sport
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Leider behindert die Baustelleneinrichtung den Fußgänger- und Radverkehr. Die daneben liegende kleine Grünanlage leidet auch darunter, mal abgesehen davon, dass dort auf dem Rasen vor allem in wärmeren Phasen offen Rauschmittel konsumiert werden. Nicht gut für Kinder und Jugendliche.