Im Spreepark im Plänterwald lässt sich inzwischen erahnen, wie der frühere Vergnügungspark künftig aussehen wird. Neue Wege, Bäume und Sitzplätze treffen auf bekannte Relikte aus vergangenen Jahrzehnten. Doch bis zur geplanten Eröffnung bleibt noch einiges zu tun.

Neue Wege, Sitzbänke und junge Bäume prägen die weitläufigen Freiflächen des Spreeparks im Berliner Plänterwald.

Die neuen Freianlagen des Spreeparks sind bereits deutlich zu erkennen. Gleichzeitig zeigen Absperrungen und offene Flächen, dass die Arbeiten noch laufen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT

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Der jahrelange Lost Place verschwindet Stück für Stück. Wer derzeit am Spreepark entlanggeht oder das Gelände bei einer Führung besucht, trifft nicht mehr nur auf Bauzäune und überwucherte Überreste. Zwischen alten Bäumen sind neue Wege, Wiesen und Aufenthaltsflächen entstanden. Gleichzeitig kehren bekannte Elemente des früheren Vergnügungsparks zurück.

  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Adresse: Kiehnwerderallee 1–3, 12437 Berlin
  • Projektstatus: Hauptbaumaßnahmen laufen
  • Geplante Eröffnung: Frühjahr 2027
Fahrradständer und schwarze Schließfächer mit Spreepark-Schriftzug stehen an einem neuen Zugang des Berliner Spreeparks.

Neue Fahrradständer und Schließfächer gehören bereits zur Besucherinfrastruktur des künftigen Spreeparks. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Vor Ort fällt vor allem auf, wie weit die Freianlagen inzwischen sind. Breite, helle Wege ziehen sich durch frisch angelegte Grünflächen. Junge Bäume stehen neben dem alten Baumbestand, Bänke sind bereits montiert. Am künftigen Zugang warten neue Fahrradständer und Schließfächer auf ihre Nutzung. An anderen Stellen bleibt der Baustellencharakter deutlich: Absperrbänder, offene Flächen und noch nicht abgeschlossene Pflanzungen zeigen, dass der Park noch nicht fertig ist.

Dabei tauchen zwischen den neuen Anlagen immer wieder vertraute Formen auf. Der frühere Imbiss-Pavillon hinter dem alten Haupteingang hat wieder ein Reetdach erhalten und soll künftig als schattiger Picknickplatz dienen. Auch die farbenfrohe Kanne des Tassenkarussells steht bereits wieder. Die historischen Tassen sollen in transformierter Form Teil der neuen Wiesenlandschaft werden. Anfang September meldete Grün Berlin außerdem, dass mehrere restaurierte Schwanenboote bereits auf ihre endgültige Platzierung warten.

Hinter Bäumen ist die farbige Konstruktion des umgestalteten Tassenkarussells im Spreepark zu erkennen.

Historische Elemente sollen im neuen Spreepark nicht einfach verschwinden. Teile des früheren Tassenkarussells werden in veränderter Form wieder in die Parklandschaft integriert. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Spreepark Berlin: Riesenrad, Wasserbecken und alte Attraktionen kehren zurück

Das sichtbarste Symbol der Transformation steht etwas weiter im Inneren: Das 45 Meter hohe Riesenrad wurde 2025 wieder aufgebaut. Ein großer Teil des alten Stahls konnte weiterverwendet werden. Das Rad steht an einem neu gestalteten Wasserbecken, das im Juli 2026 nahezu vollständig gefüllt war. Wasserpflanzen waren zu diesem Zeitpunkt bereits eingesetzt, rund um das Riesenrad entstehen Staudenpflanzungen. Die neuen Gondeln sollten nach Angaben von Grün Berlin im Herbst 2026 montiert werden.

Der Spreepark wird allerdings kein klassischer Freizeitpark mehr. Das Konzept verbindet historische Fahrgeschäfte mit Kunst, Veranstaltungen, Natur und Umweltbildung. Das zeigt auch das neue Englische Dorf: Der rund 1.100 Quadratmeter große Holzbau greift die Form der früheren Kulissenanlage auf. Im Inneren entsteht eine 315 Quadratmeter große Veranstaltungsfläche für bis zu 300 Personen sowie eine Kiosk-Gastronomie. Daneben kehrt das Amphitheater mit 380 Sitzplätzen zurück.

Das Riesenrad im Spreeparkt wurde nach umfangreicher Sanierung wieder aufgebaut.

Das Riesenrad im Spreeparkt wurde nach umfangreicher Sanierung wieder aufgebaut. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

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Werkhalle wird neuer Eingang und Veranstaltungsort im Spreepark

Ein weiterer großer Baustein entsteht am östlichen Zugang. Die ehemalige Werkhalle wird zum Kultur- und Veranstaltungsort umgebaut. Die rund 2.500 Quadratmeter große Halle bekommt ein Solardach und soll zusammen mit einem rund 12.000 Quadratmeter großen Außenbereich für Veranstaltungen, Workshops, Märkte und Festivals genutzt werden. Zugleich wird hier einer der beiden neuen Haupteingänge eingerichtet.

Bereits zugänglich ist das sanierte Eierhäuschen mit dem Spreepark Art Space. Auch der neue Schiffsanleger ist fertig. Für die Gastronomie gab es allerdings einen Neustart: Nach dem Ende des bisherigen Restaurantbetriebs wurde ein neues Konzept gesucht; der Biergarten öffnete 2026 übergangsweise wieder. Ziel ist, Restaurant und Biergarten zur Parkeröffnung gemeinsam zu betreiben.

Neue Fahrradständer stehen an einer bereits angelegten Wegefläche im Berliner Spreepark.

Die Infrastruktur für Besucherinnen und Besucher wächst: An den Zugängen entstehen unter anderem neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Eröffnung des Spreeparks bleibt für Frühjahr 2027 geplant

Der aktuelle Bauticker lässt erkennen, dass sich die Arbeiten zunehmend von schweren Baumaßnahmen hin zur Ausstattung des Parks verschieben. Spielinseln, Sitzplätze, Fahrradabstellanlagen und Pflanzungen kommen hinzu. Gleichzeitig sind Werkhalle, Riesenrad und weitere Bereiche noch nicht vollständig fertig. Grün Berlin hält dennoch am Frühjahr 2027 als Termin für die Wiedereröffnung fest.

Offen sind dagegen noch wichtige Details des späteren Betriebs. Der Park soll Eintritt kosten, Gastronomie und Kioske sollen verpachtet und Veranstaltungsflächen teilweise extern genutzt werden. Wie hoch Eintrittspreise oder Fahrpreise für das Riesenrad ausfallen, steht bislang nicht fest. Auch die langfristige Finanzierung des neuen Spreeparks bleibt damit ein Thema. Der Rundgang im Spätsommer 2026 zeigt jedoch schon deutlich: Aus dem abgeschotteten Lost Place wird inzwischen tatsächlich wieder ein nutzbarer Park.

Am künftigen Eingangsbereich des Spreeparks im Berliner Plänterwald sind neue Wege, Grünflächen und noch offene technische Anschlüsse zu sehen.

Der neue Eingangsbereich des Spreeparks nimmt Gestalt an. Wege und Freiflächen sind bereits angelegt, während im Vordergrund noch offene Leitungen auf weitere technische Einbauten hinweisen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Spreepark Berlin
Der Spreepark im Plänterwald wird zu einem Kunst-, Kultur- und Naturpark umgestaltet. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

 

Quellen: Grün Berlin GmbH, Senatskanzlei Berlin

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16 Kommentare

  1. Dieter Neudeck 14. September 2026 at 15:20 - Reply

    Und die nächste grauenvolle DDR Nostalgie (R)Ostrad inbegriffen.

    • Alexander 15. September 2026 at 00:18 - Reply

      Was für Probleme haben Sie denn? Die Grenzen von vor 30 Jahren scheinen Sie noch in Ihrem Kopf zu haben?

      Ich weiss nur das der Park super gelungen ist. Was Sie von DDR schwafeln, versteht keiner der Jünger als 30 Jahre ist.

      Wie haben Sie es geschafft den Beitrag zu verfassen, haben Sie eine Schreibmaschine genutzt? Ihren Kopf definitiv nicht.

      • Silke Jonelat 16. September 2026 at 09:41 - Reply

        Danke, Alexander! Ich verstehe den Kommmentar des Dieter Neudeck auch nicht! Nach Jahren war ich letzte Woche mal im Spreepark, besuchte eine Veranstaltung im Eierhäuschen. Beim Spaziergang dorthin kam ich am Karussell und Riesenrad vorbei, machte Fotos. Musste mir fast ein Tränchen verdrücken, weil sofort die Kindheitserinnerung an das damals immer zuerst gefahrene Tassenkarrussel da war! Ich liebe den Park immernoch und wieder! Und sehr sicher besuche ich die Eröffnung. Was für ein schöner Ort, was für tolle Ideen…

  2. Herr B 14. September 2026 at 15:51 - Reply

    Erstmal erfreulich, dass der Park erneuert und überhaupt wieder zugänglich wird. Werde aber nicht so ganz schlau aus dem Nutzungskonzept. Eintritt für den Park plus Eintritt für EIN Fahrgeschäft. Überwiegend kulturelle Veranstaltungen.

    Und das soll sich dann alles selbst finanzieren oder wird das eine weitere Dauersubventionsstelle? Für geschätzte 4 bis 5 größere Veranstaltungen im Jahr eine sehr kostspielige Fläche. Sowohl in der Revitalisierung des Parks, als auch im späteren Betrieb.

    Obendrein dann als Konkurrenz zum Britzer Garten, Botanischen Garten, Gärten der Welt… Ein Vorteil wäre tatsächlich die größere Distanz zu Wohnbebauung, was für Konzerte oder open Air Party ein Standortvorteil sein kann. Aber für Massenveranstaltungen ist der benachbarte Treptower Park wohl besser geeignet.

    Wir dürfen gespannt bleiben.

    • Flo 14. September 2026 at 23:56 - Reply

      „Aber für Massenveranstaltungen ist der benachbarte Treptower Park wohl besser geeignet.“

      Du bist gut. Ein Park für Massenveranstaltungen, alles klar

      • KaWe 15. September 2026 at 20:32 - Reply

        Siehe lollapalooza, also ja.

  3. Ewald Karl 14. September 2026 at 16:27 - Reply

    Ich freue mich auf den Park, der Relikte der Vergangenheit und Ökologie ästhetisch ansprechend verbindet. Gute Idee, dass es wie beim Britzer Garten und den Gärten der Welt einen leistbaren Eintritt gibt und wie in beiden Parks die Fahrgeschäfte wie dort Seilbahn oder Parkbahn extra kosten.
    Keine Ahnung, was daran für manche Mitmenschen ein Anlass zum Meckern ist.

  4. at. 14. September 2026 at 17:31 - Reply

    Jetzt noch eine Fußgänger- und Radbrücke zum Funkhaus rüber und dann ist es rund.

    • A 15. September 2026 at 19:50 - Reply

      Unbedingt!

  5. at. 14. September 2026 at 17:34 - Reply

    Irgendwie hat man es im Laufe der Jahre schon abgeschrieben gehabt. Umso erfreulicher, wie sich das jetzt doch noch zum Guten gewendet hat. Das freut mich wirklich außerordentlich!

  6. Toralf 14. September 2026 at 18:38 - Reply

    Wieso grauenvolle DDR Nostalgie. Der Kulti war ein Vergnügungspark wie Heidepark oder Disney Land nur wesentlich kleiner. Das angebliche (r)Ostrad wurde aufwendig saniert verrostet ist es erst nach der Wende. Nach 37Jahre Einheit sollten solche Sprüche Vergangenheit sein.
    Es ist ein schönes Gelände und ich freue mich auf kulturelle Veranstaltungen.
    Die Zeit wird zeigen, ob das Konzept aufgeht.

  7. Lmoeis 14. September 2026 at 22:23 - Reply

    Ein Park ohne nennenswerte Fahrgeschäfte wie zum Beispiel eine Achter- oder Geisterbahn. Wofür zahlt man dann Eintritt?

  8. Enrico 15. September 2026 at 12:49 - Reply

    Habe in meiner Jugend sehr oft in diesen Freizeitpark meine Zeit mit Freunden verbracht. Ich finde es sehr erfreulich dass sich dieses Thema zum Guten gewendet hat. Bin gespannt was es für Fahrgeschäfte geben wird und freue mich schon auf die Neueröffnung mit meinen Kindern.

  9. Linda 16. September 2026 at 07:07 - Reply

    Schade, hatte mit erhofft, dass eine Großstadt Berlin doch wieder ein Vergnügungspark daraus macht. Ich war die Kind sehr gern dort.

  10. Linda 16. September 2026 at 07:10 - Reply

    Schade, hatte mir erhofft, dass eine Großstadt Berlin doch wieder ein Vergnügungspark daraus macht. Ich war als Kind sehr gern dort. Zudem sehr schade, dass es in der Umgebung von Berlin keinen richtigen Vergnügungspark gibt.

  11. Michaela P. 17. September 2026 at 08:58 - Reply

    Vergnügen ist, was ihr draus macht. Guckt mal, was die Leute auf dem Tempelhofer Feld alles veranstalten, ohne dass es Eintritt kostet und auch im Treptower Park.

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