Der Spreepark soll 2027 wieder eröffnen, doch schon jetzt beschäftigt den Berliner Senat die Frage, wie sich der traditionsreiche Freizeitpark langfristig wirtschaftlich betreiben lässt. Eintrittsgelder, Verpachtungen und Veranstaltungen sollen den Betrieb weitgehend finanzieren.

Das Riesenrad im Spreeparkt wurde nach umfangreicher Sanierung wieder aufgebaut.

Das Riesenrad im Spreeparkt wurde nach umfangreicher Sanierung wieder aufgebaut. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Titelbild / Visualisierung: realities_united & sbp schlaich bergermann partner

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Viele Berliner erinnern sich an den Spreepark, als er noch nicht ein Projekt war, sondern ein Ort. Ein Ort mit Fahrgeschäften, ein Ort für Familienausflüge. Und sie erinnern sich an den Blick vom Riesenrad in den Plänterwald. Der Spreepark ist längst zum Sehnsuchtsort geworden.

Die Wiedereröffnung ist für 2027 vorgesehen. Doch nun rückt eine andere Frage in den Mittelpunkt: Wie lässt sich dieser Erinnerungsort betreiben, ohne dauerhaft zum Zuschussfall zu werden?

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  • Bezirk: Treptow-Köpenick
  • Adresse: Kiehnwerderallee/Dammweg, 12437 Berlin
  • Projektstatus: Hauptbaumaßnahmen laufen
  • Geplante Fertigstellung: 2027

Der Berliner Senat hat sich am 30. Juni 2026 mit dem künftigen Betrieb des Spreeparks befasst. Grundlage ist ein Bericht an das Abgeordnetenhaus zur Umsetzung des Betriebskonzepts auf eigenwirtschaftlicher Basis. Damit geht es nicht mehr nur um die Baustelle im Plänterwald, sondern um die langfristige Finanzierung des neuen Spreeparks.

Visualisierung vom künftigen Spreepark: Gebäude und Attraktionen wie das neue „Englische Dorf“ und das Amphitheater nehmen Gestalt an

Visualisierung vom künftigen Spreepark: Gebäude und Attraktionen wie das neue „Englische Dorf“ und das Amphitheater nehmen Gestalt an / © Winkelmüller Architekten / Visualisierung: Lindenkreuz Eggert GbR

Spreepark-Finanzierung: Eintritt, Pacht und Veranstaltungen

Nach Angaben des Senats soll der künftige Park Eintritt erheben. Außerdem sollen Gastronomie und Kioskangebote dauerhaft an Dritte verpachtet werden. Veranstaltungsflächen sollen zeitweise externen Betreibern offenstehen. Das Betriebskonzept zielt auf einen weitgehend eigenwirtschaftlichen Betrieb ab. Einnahmen aus Eintritt, Verpachtung und Veranstaltungen sollen einen möglichen Zuschussbedarf möglichst gering halten.

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Zugleich verweist der Senat auf verbindliche Förderbedingungen. Geld fließt aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ sowie aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.

Blick auf das Eierhäuschen am Spreepark.

Das denkmalgeschützte Eierhäuschen im Spreepark im Berliner Plänterwald, einst Ausflugslokal, hat in den vergangenen Monaten gleich mehrere Entwicklungsphasen durchlaufen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Spreepark-Wiedereröffnung: Was vom alten Park bleibt

Der neue Spreepark entsteht nicht als klassischer Freizeitpark, wie ihn viele noch aus DDR-Zeiten kennen. Grün Berlin entwickelt das Gelände seit 2016 zu einem öffentlichen Park mit Kunst, Kultur und Natur. Die offizielle Projektseite nennt 2027 als Jahr der Eröffnung. Im zentralen Bereich rund um das künftige Wasserbecken, das Riesenrad und das Englische Dorf laufen derzeit die Hauptbaumaßnahmen.

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Mehrere Relikte des früheren Vergnügungsparks sollen erhalten oder neu interpretiert werden. Das 45 Meter hohe Riesenrad ist an seinen Platz im Zentrum der Anlage zurückgekehrt. Es erhält eine diagonale Aufhängung und ein nachhaltiges Wasserbecken.

Auch andere Orte verändern ihre Funktion. Die Mero-Halle von 1969 wurde bereits temporär für Kunst und Kultur genutzt. Die frühere Werkhalle, in der einst Schwäne der Wildwasserbahn gewartet wurden, soll Raum für Veranstaltungen, Präsentationen und Ausstellungen bieten. Die Kuppel des Cinema 2000 soll am Eingang West wieder aufgebaut und künftig ebenfalls für Kunst und Kultur genutzt werden.

Die Visualisierung zeigt die neue Werkhalle im Berliner Spreepark. Das ehemalige Betriebsgebäude des früheren Freizeitparks wird im Rahmen der Wiedereröffnung zu einer Veranstaltungs- und Ausstellungshalle mit großzügigem Vorplatz umgebaut.

Die Werkhalle im Spreepark soll künftig Raum für Veranstaltungen, Ausstellungen und Kultur bieten. Das ehemalige Betriebsgebäude ist ein wichtiger Bestandteil des neuen Nutzungskonzepts zur Wiedereröffnung des Parks. / © Visualisierung: Nieto Sobejano Arquitectos

Spreepark zwischen Erinnerung und neuem Betrieb

Ab der Eröffnung 2027 soll ein Shuttle zwischen dem S-Bahn-Hafen am Treptower Park und dem Spreepark verkehren. Für Autos sind hingegen nur wenige Stellplätze vorgesehen, um Natur und Anwohnende zu schützen. Die öffentlichen Parkplätze sollen laut Senat vorrangig den Anwohnenden vorbehalten bleiben.

Der Spreepark soll wirtschaftlich funktionieren, ohne seine Geschichte zu verlieren. Der Senat spricht von Transformation, nachhaltiger Nutzung und Wirtschaftlichkeit. Viele Berliner verbinden mit dem Ort aber vor allem persönliche Erinnerungen.

Ob das Konzept für den neuen Spreepark langfristig wirtschaftlich funktioniert und zugleich die historische Identität des Ortes bewahrt, wird sich erst nach der Wiedereröffnung zeigen.

Spreepark Berlin

 

Quellen: Senatskanzlei Berlin, Spreepark Berlin

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One Comment

  1. Alexander 1. Juli 2026 at 09:10 - Reply

    Hier muss man der Stadt einmal danken. Dieses Projekt wurde von Initiativen entsprechend gepusht und wurde über Jahre diskutiert. Das man aber so Konsequent an diesem Ausflugsziel gearbeitet und einen sehr guten Kompromiss gefunden hat, wird für die Bürger ein echter Mehrwert. Ich hoffe sehr das das Angebot gut angenommen wird, schon heute eine wunderschöne Ecke zum spazieren!

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