Der Spreepark in Berlin soll ab 2027 in neuem Gewand als Kunst-, Kultur- und Naturpark wiedereröffnen. Das Konzept sieht vor, den Park durch die landeseigene Grün Berlin GmbH zu betreiben und dabei Bildungs-, Kunst- und Freizeitangebote zu verbinden. Auch wirtschaftliche Aspekte und Nachhaltigkeit fließen in die Planung ein.
Visualisierung des Riesenrads im Spreepark

In knapp zwei Jahren soll die Sanierung des Spreeparks abgeschlossen sein. Ein Highlight soll für Besucherinnen und Besucher künftig das Riesenrad sein. / © Visualisierung: realities:united & sbp schlaich bergermann partner

© Visualisierung Titelbild: Winkelmüller Architekten / Visualisierung: Lindenkreuz Eggert GbR

Der Berliner Senat hat in seiner Sitzung ein Konzept für die künftige Nutzung des Spreeparks vorgestellt. Die Vorlage stammt von Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Das Konzept sieht vor, den Park auf eigenwirtschaftlicher Basis zu betreiben und ihn zu einem Ort für Kunst, Kultur und Umweltbildung weiterzuentwickeln.

ANZEIGE

Die landeseigene Grün Berlin GmbH soll den Spreepark und das sogenannte Eierhäuschen betreiben. Das Areal bietet einen markanten landschaftlichen Hintergrund, der sich für unterschiedliche Veranstaltungsformate eignet. Bauliche Maßnahmen zur Umsetzung des Konzepts begannen bereits im Jahr 2023. Die geplante Eröffnung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

Vielfalt an Angeboten und historische Elemente: Berliner Spreepark öffnet wieder

Senatorin Bonde wies darauf hin, dass der Park wieder als beliebtes Ausflugsziel angenommen werden soll. Neben den Relikten des ehemaligen Vergnügungsparks sollen Freizeit-, Bildungs- und Erlebnisangebote geschaffen werden. Ziel sei es, die Tradition des Spreeparks als beliebter Ort für Berlinerinnen, Berliner und Gäste der Stadt fortzuführen.

Die Planung umfasst unter anderem Veranstaltungen aus dem Kunst- und Kulturbereich sowie Angebote zur Umweltbildung. Durch die Verbindung von historischen Elementen und neuen Nutzungsmöglichkeiten soll ein Park entstehen, der sowohl den Erholungsbedürfnissen der Besucher als auch den Anforderungen an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gerecht wird.

ANZEIGE

Ab 2027: Spreepark wird eintrittspflichtig, gastronomische Angebote werden verpachtet

Die Vorbereitung auf die Wiedereröffnung beinhaltete auch die Prüfung von Einsparmöglichkeiten beim Betrieb. Die Senatsverwaltung hat Maßnahmen zur Reduktion von Fehlbedarfen in der Bewirtschaftung entwickelt, die sich an rechtlichen, vertraglichen und förderrechtlichen Rahmenbedingungen orientieren.

Der künftige Park wird eintrittspflichtig sein, gastronomische Angebote werden verpachtet. Veranstaltungen durch Dritte sollen zusätzliche Einnahmen generieren. Parallel dazu erfolgt eine kontinuierliche Prüfung der Betriebskosten, vergleichbar mit anderen Liegenschaften der Grün Berlin GmbH. Bereits in der Projektentwicklung konnten Energieeinsparungen und weitere Maßnahmen implementiert werden.

Nachhaltigkeit und laufende Optimierung: So soll der Park in Treptow-Köpenick wirtschaftlich tragfähig bleiben

Die fortlaufende Überprüfung der Betriebskosten soll langfristig sicherstellen, dass der Park wirtschaftlich tragfähig bleibt. Dabei werden Aspekte wie Energieeffizienz und Ressourcenschonung berücksichtigt. Durch die Kombination von Eintrittsgeldern, Pacht und Veranstaltungseinnahmen soll ein ausgewogenes Finanzierungskonzept entstehen.

ANZEIGE

Die Wiedereröffnung 2027 soll damit einen Wandel vom klassischen Vergnügungspark hin zu einem modernen, multifunktionalen Stadtraum markieren, der Kultur, Natur und Bildung zusammenführen kann.

Quellen: Grün Berlin GmbH, Spreepark, Presse- und Informationsamt des Landes Berlin

Jetzt PLUS-Kunde werden

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein PLUS-Abonnement.

Tags (Schlagwörter) zu diesem Beitrag

9 Kommentare

  1. Yasin 22. August 2025 at 12:38 - Reply

    Sowas brauch doch keiner !!!! Wenn sie mal alle Berliner fragen würden die würden lieber einen richtigen Freizeitpark haben wollen !!! Warum wird sowas nicht abgestimmt?? Ne da wird einfach was sinnloses gebaut … wir sind in berlin und sind die Hauptstadt und haben nicht mal einen freizeitpark !!! Kann doch nicht sein !! … wenn ein freizeitpark ( sowie er früher mal dort war ) dann hätte berlin viel mehr davon und Einnahmen würden auch ohne ende eingenommen werden..verstehe es nicht . Da haben wieder Leute entschieden die keine ahnung haben !!!

  2. Benjamin Huthmann 22. August 2025 at 12:43 - Reply

    Sorry da merkt man das die Politik keine Ahnung hat in Berlin. Das Projekt wird auf jedenfall nicht funktionieren und sich auch nicht selbst finanzieren. Das Projekt wird wie fast alles in Berlin supponiert und der Berliner-Steuerzahler sagt Danke. Ein Projekt für wenige ( intellektuelle und Reiche ) aber zahlen dürfen alle.

  3. Bianka QUASBARTH 24. August 2025 at 06:29 - Reply

    Warum so ein Quatsch!!!
    Ein Freizeitpark, wie er früher war , nur mit Eintritt heute wäre enorm lukrativer als dieses da.
    Unverständlich, wer lässt sich sowas einfallen ?
    Eine Abstimmung hätte eindeutig zu Freizeitpark tendiert aber natürlich aus Wissen über den Ausgang der Abstimmung wurde jeine gemacht.

  4. Ralph 24. August 2025 at 08:26 - Reply

    Schließe mich den Anderen an. Kenne den Park von früher war in den Ferien dort auch als Schüler arbeiten, wenn, dann macht nur ein reiner Freizeitpark in berlin Sinn, alles Andere was dort an Veranstaltungen angeboten werden soll gibt es schon in Berlin. Übrigens kein Wort darüber wie die verkehrstechnische Anbindung optimiert werden soll und wer das bezahlt. Es sollten wirklich die Berliner gefragt werden.

  5. Uwe 27. August 2025 at 14:36 - Reply

    Besser wäre es… ein Erlebnis- und Freizeitpark mit vielen neuen Attraktionen finanziert von der Stadt.
    Warum?
    – sichere Arbeitsplätze
    – stetige Einnahmen
    – Touristenboom etc.
    Aber Berliner werden nicht gefragt und es sind schon zu viele Jahre vergangen.
    Wir hätten schon mindestens 20 Jahre Disneyland Konkurrenz gemacht! :-))

  6. Kerstin Lösch 31. August 2025 at 22:55 - Reply

    Ich nehme mal an, die Herren hier haben nicht bedacht, der Park liegt mitten in einem Wohngebiet. Sämtliche aktuelle Freizeitparks liegen in Deutschland außerhalb von Städten. Außerdem ist der Plänterwald ein Landschaftsschutzgebiet. Darf ich die Herren auch darauf aufmerksam machen. dass Grün Berlin mindestens 5 große Beteiligungsformate hatte, wo die Leute sagen konnten was sie sich vorstellen. die größte Beteiligung, die ich je erlebt habe. Sich jetzt hinzustellen und zu zu behaupten, es wäre niemand gefragt worden, ist an den Haaren herbeigezogen. Auf diesen Veranstaltungen haben sich viele Menschen gegen einen Vergnügungspark entschieden. https://www.spreepark.berlin/konzept-planung/beteiligung/

    Berlin hat einen regelmäßigen Vergnügungspark auf der zentralen Festwiese am Kurt-Schumacher-Damm.

    War schon jemand von Ihnen in Plänterwald. Das Gelände ist für so einen aktuellen Park analog Heidepark Soltau viel zu klein. Die Politiker haben schon Ahnung und in Berlin gibt es schon genug Attraktionen. Wieso baut man das Tempelhofer Feld zu, statt dort so einen Vergnügungspark zu installieren? Erst mal ist die Fläche größer, die S-Bahn dort direkt am Eingang und das ganze wäre dort gut erreichbar. Plänterwald ist für do eine derart große Anreisewelle nicht gebaut und schließlich ist der Herr Witte ja auch damit gescheitert.

    Die Gärten der Welt, der Park am Gleisdreieck, der Britzer Garten, der Tierpark kostet auch Eintritt. Ohne dies würde das Gelände wohl recht schnell vermüllt.

    @Uwe. Ich wette die Touristen kommen auch so gern auch in diesen Park, den da gab es eine Umfrage, in der Touristen befragt wurde, was sie interessiert, und das war ein genau so ein Kulturpark wie er jetzt kommen soll.

  7. C. Stüdemann 4. Oktober 2025 at 18:55 - Reply

    ..ich möchte einen Freizeitpark mit Fahrgeschäften – so wie früher….dieses Konzept macht für mich gar keinen Sinn….

  8. Trixi 28. Dezember 2025 at 16:09 - Reply

    @ Kerstin Lösch, ich (65er Baujahr) bin mit dem Plänterwald groß geworden und es war früher auch schon ein Wohngebiet. Er hat auch zu Ostzeiten Eintritt gekostet. Und so klein war er gar nicht. Es muß ja nicht Disneyland werden. Ich habe mir deinen Link angeguckt, da ist ja mehr Kultur als alles andere und davon haben wir auch schon genug. Ich finde auch das es wieder ein Freizeitpark werden sollte.

  9. […] the ground floor of a commercial building at Dammweg‌ 106, conveniently situated ‌close to the Spreepark. Current plans indicate the space will house a general practice ⁤physician’s ​office, […]

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.