Am Paula-Thiede-Ufer in Mitte ist die Umgestaltung rund um den Spreebalkon weit fortgeschritten. Der neue Abschnitt stärkt den Spreeuferweg zwischen Schillingbrücke und Wilhelmine-Gemberg-Weg.
Paula-Thiede-Ufer
© Titelbild: Architektur Urbanistik / maxxe
Am Paula-Thiede-Ufer in Mitte steht die Umgestaltung rund um den Spreebalkon kurz vor dem Abschluss. Das neue Plateau gehört zum Spreeuferweg in der Nördlichen Luisenstadt und soll den Uferbereich besser für Fußgänger und Radfahrer zugänglich machen. Am 26. Juni 2026 soll die Anlage feierlich eröffnet werden.
- Bezirk: Mitte
- Adresse: Paula-Thiede-Ufer
- Projekt: Spreebalkon und Abschnitt des Spreeuferwegs
- Nutzung: öffentlicher Uferweg für Fuß- und Radverkehr
Vor Ort prägen neue Wegeflächen, junge Bäume, Geländer, Fahrradbügel und Aufenthaltsbereiche bereits das Bild. Der Bereich liegt oberhalb des Spreeufers am roten ver.di-Gebäude und verbindet unterschiedliche Höhenniveaus zwischen Uferweg und Bona-Peiser-Weg.

Blick auf die Baustelle am Spreeufer in Berlin-Mitte mit neuen Bäumen, Uferweg und angrenzenden Backsteinbauten am Paula-Thiede-Ufer. / © Foto: Architektur Urbanistik / maxxe
Spreebalkon verbindet Paula-Thiede-Ufer und Spreeuferweg
Der Spreebalkon ist kein eigenständiger Park, sondern Teil der Umgestaltung des Spreeufers. Die Planung schafft einen öffentlich nutzbaren Weg an einer Stelle, die lange von Baustellen, Höhenunterschieden und privaten Grundstücksgrenzen geprägt war.
Die Zuständigkeiten sind dabei komplex. Die Spree ist Bundeswasserstraße, das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Spree-Havel ist daher beteiligt. Das Land Berlin finanziert die Uferwandsanierung, während der Bezirk Mitte die Gestaltung der Grünanlage verantwortet. Als Maßnahmenträger wurde „STATTBAU“ eingebunden, die landschaftsplanerische Arbeit liegt beim Büro „gruppe F“.
Spreeuferweg: Eröffnung des ersten Abschnitts im Juni 2026
Für den 26. Juni 2026 ist die Eröffnung des ersten Teilstücks zwischen Wilhelmine-Gemberg-Weg und Schillingbrücke geplant. Entlang des Weges sind bis dahin vier Geschichtsinseln entstanden. Sie sollen an die industrielle Entwicklung des Gebietes, die Zeit als Grenzraum und die Nutzung nach dem Mauerfall erinnern. Die Inhalte erarbeitete das Büro „Die Exponauten“. Die Gestaltung und Umsetzung übernehmen „minigram und Stein“.
Auch der weitere Verlauf bleibt gestaffelt. Der Abschnitt bis zur Michaelkirchbrücke soll zunächst provisorisch nutzbar werden. Vor dem Neubauprojekt „Elements“ an der Michaelkirchstraße erschweren frühere Baustellennutzungen, die Uferwandsanierung und eine Molchstation der Gaspipeline die endgültige Gestaltung.
Dennoch soll der Weg dort zunächst eine durchgehende Verbindung ermöglichen. Das Projekt „Elements“ sieht Büroflächen, Studios, betreutes Wohnen und Gastronomieflächen mit Bezug zur Spree vor; der öffentliche Uferweg soll nach Abschluss der Bauarbeiten endgültig gestaltet werden.

Mit dem Projekt „Elements“ entsteht in Berlin-Mitte ein Neubau am Wasser, der Stadtbild und Nutzungsmix neu definiert. / © Visualisierung: J. Mayer H. Architekten
Quellen: BV Nördliche Luisenstadt Berlin, Berliner Architektur & Urbanistik, Bezirksamt Mitte
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One Comment
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Mehr Spreeufer für alle!
Unfassbar schade wie wenig die Spree zwischen Jannowitzbrücke und Oberbaumbrücke begehbar ist.
Ich fände eine Ergänzung/Verlängerung durch Stege (wie z. B. in der Hamburger Hafencity) eine tolle Möglichkeit den Fluss den Menschen näher zu bringen.