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Das ehemalige Sporthotel Hohenschönhausen ist seit Jahren eine Bauruine und zugleich eines der größten innerstädtischen Entwicklungspotenziale im Bezirk Lichtenberg. Auf dem Areal an der Konrad-Wolf-Straße ist ein gemischtes Quartier mit bis zu 600 Wohnungen geplant. Wann Abriss und Neubau beginnen, ist jedoch weiterhin offen: Der Bebauungsplan wurde bislang nicht festgesetzt.

Visualisierung Hohenschönhausen

Auf dem Gelände des ehemaligen Sporthotels sind 500 bis 600 Wohnungen geplant, die in insgesamt fünf Bauabschnitten realisiert werden sollen. Erste Visualisierungen geben bereits einen Eindruck davon, wie die künftige Bebauung des Areals aussehen könnte. / © Visualisierung: DLE Land Development GmbH (heute: Periskop Development)

© Foto Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
© Visualisierungen: DLE Land Development GmbH (heute: Periskop Development)

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Das Sporthotel Hohenschönhausen gehört zu den bekanntesten Problemimmobilien im Berliner Osten. Einst als Unterkunft und Kongresszentrum für den DDR-Leistungssport errichtet, steht der Gebäudekomplex am Sportforum seit Jahren leer und verfällt zusehends. Eingeschlagene Fenster, gesperrte Zugänge und bröckelnde Fassaden prägen das Bild an der Ecke Konrad-Wolf-Straße und Weißenseer Weg.

Schon mehrfach gab es Pläne für einen Abriss und eine Neubebauung des Areals. Ein früheres Hochhausprojekt wurde nie realisiert. Seit dem Eigentümerwechsel und dem Einstieg der Periskop Development GmbH ist das Gelände erneut in den Fokus der Stadtentwicklung gerückt. Geplant ist ein neues Quartier, das Wohnen und Gewerbe miteinander verbinden soll.

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600 Wohnungen geplant: Gemischtes Quartier auf dem Areal des Sporthotels

Nach den bislang bekannten Planungen sollen auf dem rund 31.000 Quadratmeter großen Grundstück bis zu 600 Wohnungen entstehen. Vorgesehen ist ein gemischtes Quartier mit einem Wohnanteil von etwa 80 Prozent und rund 20 Prozent Gewerbeflächen. Ergänzend sind öffentliche Grünflächen vorgesehen, darunter eine Spielfläche.

Diese Nutzung entspricht dem Ziel des Bezirks, für das Areal ein sogenanntes Urbanes Gebiet festzusetzen. In dieser Gebietskategorie sind Wohnen, gewerbliche Nutzungen sowie kulturelle Angebote zulässig. Der Bebauungsplan 11-9a bildet dafür die planungsrechtliche Grundlage.

Sporthotel-Areal: Bezirk kann keinen Termin für B-Plan-Festsetzung nennen

Auf Nachfrage von ENTWICKLUNGSSTADT teilte das Bezirksamt Lichtenberg mit, dass der Bebauungsplan bislang nicht festgesetzt wurde. Zwar strebten Bezirksamt und Fachbereich Stadtplanung einen zügigen Verfahrensablauf an, ein konkreter Zeitpunkt für den Abschluss könne jedoch derzeit nicht benannt werden.

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Aktuell bereitet der Bezirk die Beteiligung der Behörden und Träger öffentlicher Belange gemäß Baugesetzbuch vor. Die erforderlichen Unterlagen werden von der Projektträgerin zugearbeitet. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens kann über die Festsetzung des Bebauungsplans entschieden werden.

Alt-Hohenschönhausen: Abriss und Baubeginn erst nach Baurecht möglich

Auch zum zeitlichen Ablauf für Abriss und Neubau äußerte sich das Bezirksamt zurückhaltend. Der Wunsch, die bestehenden Gebäuderuinen abzureißen, sei der Eigentümerin mehrfach übermittelt worden. Ein Abriss werde jedoch erst mit der Schaffung von Baurecht in Aussicht gestellt.

Der eigentliche Baubeginn könne folglich erst nach der Festsetzung des Bebauungsplans erfolgen. Einen Termin für diesen Schritt könne der Bezirk derzeit nicht nennen. Damit bleibt offen, wann sich auf dem Areal tatsächlich etwas bewegt.

Konrad-Wolf-Straße: Über 1.000 neue Wohnungen geplant, doch Entscheidung hängt am B-Plan

Das geplante Quartier am Sportforum wäre eines der größeren Wohnungsbauvorhaben in Alt-Hohenschönhausen. Direkt gegenüber dem ehemaligen Sporthotel Hohenschönhausen ist ein weiteres großes Neubauquartier geplant. Auf einem früheren Busparkplatz am Fennpfuhl sollen rund 580 Wohnungen entstehen, ergänzt um eine Grundschule und neue Sportflächen. Der Bebauungsplan wurde bereits beschlossen, der Baubeginn wird frühestens für 2026 erwartet.

Zusammen mit den Planungen am Sporthotel-Areal verdichtet sich der Standort zu einem der zentralen Entwicklungsschwerpunkte im Bezirk Lichtenberg. Ob und wann das ehemalige Sporthotel diesem Wandel weicht, hängt jedoch maßgeblich vom Fortgang des Bebauungsplanverfahrens ab. Bis dahin bleibt die Ruine ein sichtbares Zeichen des Stillstands; ein Areal, das verfällt und mit eingeschlagenen Fenstern dauerhaft im Stadtraum präsent ist.

Sporthotel Hohenschönhausen als Bauruine an der Konrad-Wold-Straße

Das ehemalige Sporthotel Hohenschönhausen steht seit Jahren als Bauruine an der Konrad-Wolf-Straße in Lichtenberg und verfällt zunehmend. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

Sporthotel Hohenschönhausen in Lichtenberg

© Foto: ENTWICKLUNGSSTADT

© Visualisierung: DLE Land Development GmbH

Quellen: Bezirksamt Lichtenberg, Periskop Development GmbH, Immobilien Zeitung, Berliner Morgenpost

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3 Kommentare

  1. Cordula Weigand 29. Januar 2026 at 09:44 - Reply

    Toll das so viele Wohnungen gebaut werden. Denkt man da auch an die wirklich Dringend notwendigen Infrastrukturen? Supermärkte, Ärzte die jetzt schon überfordert sind, Schulen, Kitas die jetzt schon auseinander brechen und dringend gebraucht werden bzw. saniert werden müssen. Von der Beförderung mal ganz abgesehen die jetzt seit langen eine Katastrophe ist für die arbeitende Bevölkerung sie sind jetzt schon überfüllt. Vieleicht sollte man auch mal über Schulbusse nachdenken. Die über die Strecke Zingsterstr bis Landsberger Allee und Friedrichsfelde Ost fahren. Zu bestimmten Zeiten würde den Öffentlichen Nahverkehr entlasten.

  2. M.Hillen 29. Januar 2026 at 16:37 - Reply

    Gefühlt wird über dieses Projekt schon seit Jahrzehnten geredet… Immer wieder erstaunlich, wie lange in Berlin gebraucht wird, um (bei irgendwelchen Bau- oder InfrastrukturProjekten) aus dem Arsch zu kommen. Die Stadt ist einfach nur noch bankrott. In jeder Hinsicht. Nicht nur finanziell.

  3. Richard Stelzer 2. Februar 2026 at 00:46 - Reply

    Aus jedem einzelnen Buchstaben der gewundenen Begründungen, warum das Ganze so lange dauert, hört man heraus, dass einfach nur Zeit geschindet werden soll. Bloß nichts voreilig beschließen. Mal noch n bisschen liegen lassen. Kann sich mein Nachfolger drum kümmern. Niemand in den Ämtern reißt das Thema an sich und geht mal nach vorne. Und das seit über 30 Jahren. Mit viel Glück wird in 7 Jahren beschlossen, dass demnächst mal was passieren muss. Diese Gleichgültigkeit macht einen nur krank.

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