Spektakuläre Bauarbeiten am Westkreuz: Ein 650-Tonnen-Kran hebt die Stahlüberbauten der neuen Ringbahnbrücke an ihren Platz. Der Ersatzneubau der wichtigen A100-Verbindung erreicht damit einen zentralen Meilenstein.

Einhub eines großen Stahlbauteils mit einem Raupenkran beim Neubau der Ringbahnbrücke an der A100 in Berlin.

Millimeterarbeit über den Gleisen: Ein vormontiertes Stahl-Großbauteil wird mit schwerem Gerät in seine endgültige Position an der neuen Ringbahnbrücke gehoben. / © TIME:CODE:MEDIA

© Visualisierung:  DEGES
© Fotos Einhub: TIME:CODE:MEDIA

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Beim Ersatzneubau der Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm steht an diesem Wochenende einer der spektakulärsten Bauabschnitte an. Von Freitagmittag bis Montagmorgen werden sechs vormontierte Stahl-Großbauteile in ihre endgültige Position gehoben.

Damit wird erstmals deutlich sichtbar, wie die neue Brücke künftig die A100 in Fahrtrichtung Nord über die Gleisanlagen der Ringbahn führen wird. Bei einem Rundgang konnten Vertreterinnen und Vertreter der Presse heute am Bahnhof Westkreuz den Einhub der ersten Stahlteile direkt vor Ort mitverfolgen.

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„Die A 100 ist die zentrale Verkehrsader für die Hauptstadt und die gesamte Region – für Pendlerinnen und Pendler, für den Wirtschaftsverkehr und für die Erreichbarkeit innerhalb der Stadt. Deshalb ist es entscheidend, dass wir hier schnell, verlässlich und mit höchster Präzision vorankommen.“

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes

Ringbahnbrücke: 650-Tonnen-Kran hebt Stahlteile über die Gleise

Drei der Bauteile werden direkt über den Bahngleisen montiert, drei weitere im Seitenfeld der Brücke. Das schwerste Element bringt rund 321 Tonnen auf die Waage, das längste Stahlteil misst 82 Meter. Zum Einsatz kommt ein spezieller Raupenkran mit einer Tragfähigkeit von 650 Tonnen.

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Damit sich der Kran möglichst nah an die Einhubposition bewegen kann, fährt er auf einer eigens angelegten Spur aus Bongossi-Holz. Die Stahlteile werden in fünf bis sechs Metern Höhe über den Gleisen verschwenkt, auf Hilfskonstruktionen abgesetzt und präzise ausgerichtet. Für die Arbeiten wurden Sperrpausen im Bahnverkehr eingerichtet.

„Wir arbeiten am Comeback der Infrastruktur! Der Einhub der Überbauteile für die neue Ringbahnbrücke ist ein wichtiger Meilenstein für die Wiederherstellung der vollständigen Befahrbarkeit der A 100 und für die Erneuerung der Autobahninfrastruktur in Berlin. Dieses Projekt zeigt, worauf es in ganz Deutschland ankommt: Infrastruktur muss zukunftssicher gestaltet werden, und das schnell und effizient.“

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr

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Wetterfester Baustahl soll die neue Ringbahnbrücke der A100 widerstandsfähig machen

Die Großbauteile bestehen aus wetterfestem Baustahl. Auf der Oberfläche bildet sich eine rostfarbene Patina, die das Material dauerhaft vor Korrosion schützen soll. Ein zusätzlicher Korrosionsschutz ist nicht erforderlich, wodurch Bau- und spätere Wartungsarbeiten über den Gleisanlagen reduziert werden können, so die Verantwortlichen der DEGES.

Nach dem Einhub werden die sechs Segmente über mehrere Wochen vollständig miteinander verschweißt. Anschließend folgen Fahrbahnplatte, Abdichtung, lärmmindernder Asphalt und Lärmschutzwände. Die vollständige Wiedereröffnung der A100 zwischen Messedamm und Spandauer Damm ist schließlich für den Sommer 2027 vorgesehen.

„Mit der Ringbahnbrücke setzen wir Maßstäbe für eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur. Abriss und Wiederaufbau werden Blaupause sein, wir holen auf, was im Verkehrsbereich liegengeblieben ist. Der Bund setzt mit dem Infrastrukturzukunftsgesetz einen neuen Rahmen. In Berlin zeigt sich, wie es erfolgreich geht.“

Ute Bonde, Berliner Verkehrssenatorin

Der heute begonnene Einhub der Stahlelemente wird als wichtigster Meilenstein des komplexen Verkehrsprojekts im Westen Berlins bewertet.

Visualisierung der erneuerten A100 und der neuen Ringbahnbrücke am Autobahndreieck Funkturm in Berlin.

So soll der Verkehr künftig wieder fließen: Die Visualisierung zeigt die erneuerte A100 am Autobahndreieck Funkturm mit der neuen Ringbahnbrücke im Berliner Westen. / © DEGES

Ringbahnbrücke

 

Quellen: DEGES, Autobahn GmbH des Bundes, Verkehrsinformationszentrale Berlin

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One Comment

  1. Böhme 13. Juli 2026 at 03:21 - Reply

    Ich bin völlig begeistert … habe mir teilweise die Arbeiten auf der Deges-Live-Seite angeshehen. Danke an die Deges, aber vor allem Danke an alle, die da vor Ort ihre Arbeit gemacht haben. Ihr seid fantastisch!!!

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