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In Hamburg-Wilhelmsburg hat der Bau des neuen Rathausviertels begonnen. Mit dem Spatenstich startet eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekte der Elbinsel, das gemeinsam mit dem Elbinselquartier und dem Spreehafenviertel über 5.000 neue Wohnungen hervorbringen soll. Das Rathausviertel fungiert dabei als Pilotquartier für kosteneffizientes und nachhaltiges Bauen nach dem Hamburg-Standard.

Spatenstich Wilhelmsburger Rathausviertel

Beim Spatenstich für das Wilhelmsburger Rathausviertel stehen Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer, Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein und IBA-Geschäftsführer Kay Gätgens gemeinsam auf dem Baufeld und markieren den offiziellen Auftakt der Quartiersentwicklung. Künftig sollen rund 1.900 Wohnungen sowie soziale und gewerbliche Einrichtungen nach dem Hamburg-Standard entstehen. / © Foto: IBA Hamburg GmbH

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© Foto Titelbild: IBA Hamburg GmbH / moka-studio

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In Wilhelmsburg hat der Bau des neuen Rathausviertels offiziell begonnen. Mit dem Spatenstich startet zwölf Jahre nach Abschluss der Internationalen Bauausstellung die nächste große Entwicklungsphase für den Stadtteil. Gemeinsam mit dem Elbinselquartier und dem Spreehafenviertel bildet das Projekt die sogenannte Wilhelmsburger Achse, in der insgesamt über 5.000 neue Wohnungen entstehen sollen.

Gleichzeitig markiert der Baustart den Übergang von langen planerischen Vorarbeiten hin zur konkreten Umsetzung. Die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße im Jahr 2019 hatte entscheidende Flächen freigemacht und gilt bis heute als zentrale Voraussetzung für die nun eingeleitete Quartiersentwicklung.

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Erdarbeiten auf dem früheren Reichsstraßendamm starten in Hamburg-Wilhelmsburg

Der Spatenstich setzt den Auftakt für umfangreiche Erdarbeiten auf dem bisherigen Straßendamm an der Dratelnstraße. Dort müssen zunächst rund 75.000 Kubikmeter Sand verteilt und in eine mehrmonatige Setzungsphase überführt werden, bevor Hochbauten entstehen können.

Im Stadtteil war die ehemalige Reichsstraße über Jahrzehnte ein trennendes Element. Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein erklärte, das Projekt lasse nun zusammenwachsen, was lange voneinander getrennt gewesen sei. Dieser Schritt sei seit den 1990er-Jahren ein Wunsch vieler Anwohnerinnen und Anwohner gewesen.

Rund 1.900 neue Wohnungen als Kern des Wilhelmsburger Rathausviertels

Im neuen Quartier sollen rund 1.900 Wohnungen entstehen, ergänzt durch Studierendenunterkünfte, Kitas, Sportflächen und Gewerberäume. Die Verantwortlichen sehen darin den größten und zugleich wichtigsten Baustein der gesamten Wilhelmsburger Achse.

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Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer betonte, dass das Rathausviertel eine zentrale Rolle für die Entwicklung der Elbinsel spiele. Durch die Kombination aus Wohnraum, sozialen Angeboten und Grünstrukturen entstehe ein vielfältiges urbanes Umfeld, das langfristig auch die umliegenden Quartiere stärke.

Neuer Baustandard in Hamburg soll Kosten senken und Wohnungsbau beschleunigen

Das Rathausviertel dient zudem als Pilotquartier für den sogenannten Hamburg-Standard. Dieser Ansatz soll Bauprozesse vereinfachen, Kosten reduzieren und dadurch mehr bezahlbaren Wohnraum ermöglichen. Nach Angaben der Stadt lassen sich die Baukosten dadurch um bis zu ein Drittel senken.

Hamburg ist das erste Bundesland, das einen solchen Standard eingeführt hat. Neben dem Rathausviertel werden aktuell in allen sieben Bezirken weitere Pilotvorhaben umgesetzt, die zusammen rund 1.200 zusätzliche Wohnungen schaffen sollen.

Neue Grünzüge und Wege stärken die Integration des Rathausviertels

Das neue Stadtquartier soll eng an bestehende Grünzüge wie den Inselpark angebunden werden. Geplant sind zudem neue Wegebeziehungen, Wasserläufe und öffentliche Räume, die das Gebiet stärker in den Stadtteil integrieren sollen.

Gleichzeitig hebt die IBA Hamburg hervor, dass das Rathausviertel ein breites Spektrum sozialer Einrichtungen erhält. Geschäftsführer Kay Gätgens erklärte, das Quartier solle ein lebendiges Stück Stadt werden, in dem unterschiedliche Wohn- und Lebensformen Platz finden.

Erste Einzüge ab 2029: Weitere Erschließungsschritte sind geplant

Erste Bewohnerinnen und Bewohner könnten nach derzeitiger Planung frühestens 2029 einziehen. Bis dahin stehen weitere Schritte an, etwa der Ausbau der Verkehrswege, die Leitungsinfrastruktur und die Erschließung der angrenzenden Quartiere.

Mit dem Baubeginn des Rathausviertels entsteht nicht nur zusätzlicher Wohnraum, sondern ein weiteres städtebauliches Bindeglied auf der Elbinsel. Die Verantwortlichen sehen darin einen wichtigen Schritt für die langfristige Entwicklung Wilhelmsburgs und damit auch für den „Sprung über die Elbe“.

Quellen: Hamburg.de, IBA-Hamurg, NDR, Immobilienzeitung

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