In Hamburg-Othmarschen haben die Arbeiten für das neue Quartier „Othmarscher Gärten“ offiziell begonnen. Auf dem Gelände eines ehemaligen Sportplatzes sollen insgesamt 83 Wohneinheiten entstehen.

Am 15. April fand der Spatenstich für ein neues Quartier mit 83 Wohneinheiten in Hamburg-Othmarschen statt. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verbänden begleiteten den Auftakt. / © Foto: Miguel Ferraz
© Titelbild: Entwurf: hsbz architekten GmbH; Visualisierung: bloomimages
In Hamburg-Othmarschen haben nach längeren Verzögerungen die Bauarbeiten für das Wohnquartier „Othmarscher Gärten“ offiziell begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich starteten die Projektpartner OTTO WULFF Projektentwicklung GmbH und die Altonaer Spar- und Bauverein eG (altoba) die Erschließung des Areals – rund sechs Jahre später als ursprünglich vorgesehen.
In der Zwischenzeit hatte insbesondere ein temporär angemeldeter Bedarf für Schulcontainer durch die Schulbehörde die Planungen mehrfach verzögert. Nun kann es jedoch vorangehen: auf dem Gelände eines ehemaligen Sportplatzes entstehen insgesamt 83 Wohneinheiten in unterschiedlichen Wohnformen. Auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verbänden begleiteten den Auftakt.
Othmarschen 42: Umnutzung eines ehemaligen Sportgeländes
Das Baugebiet ist Teil des Bebauungsplans Othmarschen 42 und umfasst eine Fläche, die zuvor als Sportplatz genutzt wurde. Nach dessen Verlagerung in den Sportpark Baurstraße wird das Areal nun für Wohnzwecke entwickelt.
Die Quartierserschließung wird seit 2025 gemeinsam von den Projektbeteiligten umgesetzt und soll ein gemischt genutztes Wohnumfeld schaffen, das verschiedene Lebenssituationen berücksichtigt.
Mischung aus Wohnformen und sozialer Durchmischung geplant
Geplant sind unter anderem 21 Townhouses unter dem Namen „ELBSEITS“, ergänzt durch 20 kompakte Wohnungen sowie 42 öffentlich geförderte Wohnungen der Genossenschaft altoba. Letztere entstehen teilweise in Kooperation mit der alsterdorf assistenz west gGmbH und richten sich unter anderem an Ein-Eltern-Haushalte sowie Frauen mit Kindern aus Frauenhäusern. Ein Gemeinschaftsraum soll zusätzlich nachbarschaftliche Strukturen im Quartier fördern.
Auch die frei finanzierten Wohnformen sollen unterschiedliche Bedürfnisse adressieren und reichen von kleineren Wohnungen bis zu familiengeeigneten Häusern. Damit entsteht eine Mischung aus Eigentums-, Miet- und gefördertem Wohnraum innerhalb eines Quartiers.

Die 21 geplanten Townhouses von OTTO WULFF werden unter dem Projektnamen „ELBSEITS“ vermarktet. / © Visualisierung: MOKA Studio
Neuer Wohnraum in Altona: Fertigstellung bis Ende 2027 vorgesehen
Alle Gebäude werden im Effizienzhausstandard 40 errichtet und mit Wärmepumpen, Photovoltaikanlagen sowie begrünten Dach- und teilweise Fassadenflächen ausgestattet. Zusätzlich ist eine Infrastruktur für Elektromobilität vorgesehen. Ein Mieterstrommodell soll es Bewohnerinnen und Bewohnern ermöglichen, direkt von der lokal erzeugten Energie zu profitieren.
Der Vertriebsstart für die Townhouses ist für 2026 geplant, die Fertigstellung des gesamten Quartiers soll bis Ende 2027 erfolgen. Die Verantwortlichen betonen insbesondere die soziale Durchmischung und die Kombination aus unterschiedlichen Wohnformen als prägendes Merkmal des Projekts.
„Othmarscher Gärten“: Nachverdichtung zwischen Elbe und Ottensen
Das Projekt ist Teil einer Nachverdichtung in einem stark nachgefragten Stadtteil zwischen Elbe und Ottensen. Die Kombination aus gefördertem Wohnraum, Eigentum und sozial orientierten Wohnangeboten soll unterschiedliche Wohnbedarfe zusammenführen.
Mit dem Start der Bauarbeiten endet eine langjährige Planungsphase, die von politischen Entscheidungen, veränderten Rahmenbedingungen und städtebaulichen Anpassungen geprägt war. Mit den „Othmarscher Gärten“ entsteht damit ein weiteres Wohnquartier in Hamburg-Altona, das auf eine langfristige Entwicklung des Stadtteils setzt.
Othmarscher Mühlenweg
Quellen: Presseportal, dba Bau, Elbseits Townhouses, altoba, Hamburger Abendblatt
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